LOKALMIX
Mit chinesischen Autos den Taxi- und Mietwagenmarkt aufmischen
Nümbrecht – Mit der Marke Transform, die zum Unternehmen Lang gehört, werden abholbereite BYD-Fahrzeuge für Transportunternehmen bundesweit angeboten.
Von Leif Schmittgen
Seit 2019 ist Transform als eine von vier Marken unter dem Dach der Gaderother Lang-Gruppe am Markt tätig und hat sich seither auf den Um- und Ausbau von Transporten für behinderte Menschen konzentriert. NRW-weit ist das Unternehmen auch im Schüler- und Einrichtungstransport aktiv und bedient somit das eigene, aber auch das Mitbewerbersegment. Die angelieferten Fahrzeuge wie Sprinter oder Caddys werden so umgebaut, dass sie per Rampe Rollstühle samt Fahrer über das Heck aufnehmen können, und an der Decke werden spezielle Schienen angebracht, die das Anschnallen direkt im Rollstuhl ermöglichen.
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Selber produziert werden die Teile von Transform zwar nicht, allerdings ist der Produktions- und auch Genehmigungsweg unternehmensinterne Innovation, wie Geschäftsführer Thorsten Schumacher im Gespräch mit OA berichtet. Er steht gemeinsam mit Roger Lang an der Spitze der Marke. Ebenso baut Transform Taxis formgerecht um und bestückt damit auch die eigene Unternehmensflotte.
Im Taxigeschäft ist das Unternehmen Lang fast überall im Kreis tätig. Schumacher beklagt, dass gestiegene Vorgaben, Preisbindung und hohe Energiekosten das Geschäft zur Nullnummer machen, das ist ein seit Jahren anhaltender Trend. Schumacher selber stattet auch Mietwagen – darunter Uber – aus. Und über eben jenes Unternehmen kam der Oberberger auf die Idee, eine neue Marktidee zu konstruieren.
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[Regelmäißg wird Nachschub geliefert (Foto oben). In Gaderoth werden die Fahrzeuge dann foliert und in Elsenroth zwischengelagert.]
Uber hatte zunächst eine größere Charge an Fahrzeugen des chinesischen Herstellers BYD geordert, wollte diese dann allerdings doch nicht haben. Also wurden die Mietwagen nun dem ursprünglich nur zur Umrüstung beauftragten Unternehmen Transform kurzerhand zur Vermarktung angeboten. Schumacher musste nicht lange überlegen und nahm die Sache selbst in die Hand. „Die Fahrzeuge sind innerhalb einer Woche bundesweit verfügbar“, sagt Schumacher.
Denn im Lager in Nümbrecht-Elsenroth stehen jederzeit 100 Modelle zur Abholung oder zum Transport bereit. Leert sich die Charge, wird sofort nachbestellt und -produziert. Das angemietete Lager wird von BYD bereitgestellt. Etwa ein Drittel machen inzwischen die Stellplätze mit Fahrzeugen des chinesischen Herstellers aus. „Wir schätzen, dass sich das in einem Jahr umgekehrt hat“, so der Geschäftsführer. Dann soll sich das Kerngeschäft auf den Absatz von BYD konzentrieren.
Drei Mitbewerber gibt es in diesem Segment. Das komplett konfigurierte Produkt – dafür ist Transform vollends lizenziert – gibt es nur am Firmensitz in Nümbrecht-Gaderoth, wo sich sowohl Verwaltung als auch Umbauwerkstätten befinden. Schumacher verspricht sich auch wegen des Preises eine stark ansteigende Nachfrage. Etwa bei 35.000 Euro liegt der voll umgebaute und ausgestattete BYD Seal 6 Dm-I Touring, der dank Hybridtechnologie auf eine Reichweite von bis zu 1.200 Kilometern kommt.
Bislang behalten Taxiunternehmen ihre Fahrzeuge im Schnitt für 36 Monate bei einer Laufleistung von 100.000 Kilometern pro Jahr. Ob dies auch bei BYXD so sein wird, kann wegen der hochmodernen Technologie nicht prophezeit werden. Es gibt noch keine Langzeitstudien. Schumacher ist aber auch bei diesem Thema optimistisch, den Markt zukunftssicher aufzumischen. Und schließlich ist das Unternehmen für private Anfragen offen. Foliert werden können die Fahrzeuge in jeder Farbe.
Weitere Informationen:transform-gmbh.de.

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