LOKALMIX
Nach riesiger Tanne: Weitere Bäume gefällt
Wiehl – Überprüfung ergab, dass Pappeln und Ulmen im Alten Kurpark weichen mussten – Weiden wurden zurückgeschnitten – Maßnahmen mit dem Nabu abgesprochen.
Von Lars Weber
Mitte September musste die hohe Tanne im Alten Kurpark gefällt werden. Kurz zuvor war bei heftigem Wind ein starker Ast herabgestürzt. Für den riesigen Baum musste damals extra ein Kran anrücken (OA berichtete). Der Vorfall blieb nicht ohne Folgen, denn er wurde zum Anlass genommen, den Baumbestand im Alten Kurpark unter die Lupe zu nehmen. Tatsächlich kamen die Experten zum Ergebnis, dass rund 15 Bäume weichen beziehungsweise zurückgeschnitten werden müssen, weil sie nicht mehr standsicher waren. Die Arbeiten sind in der vergangenen Woche entlang der Wiehl im Alten Kurpark sowie nach Absprache mit den Eigentümern auf einigen Privatgrundstücken ausgeführt worden.
Gefällt wurden innerhalb von zwei Tagen laut Stadtsprecher Volker Dick neun Pappeln und zwei Ulmen. Letztere wurden eigentlich erst bei der Umgestaltung des Parks vor wenigen Jahren gepflanzt und – nachdem sie einmal schon nicht angegangen waren – noch einmal gepflanzt. Dieser zweite Versuch soll für die Ulmen an diesem Standort aber nun der letzte gewesen sein. Offensichtlich funktionierten sie nicht an dieser Stelle, so die Stadt. Dass die Einschätzung der Experten bei den markierten Bäumen richtig war, hätten die Fällungen durch ein Gartenbauunternehmen gezeigt. Viele Bäume seien hinüber und teils innen völlig morsch gewesen.
Etwas anders sieht die Sache bei den Weiden aus. Diese wurden nicht gefällt, sondern wurden nur zurückgeschnitten, sodass sie neu austreiben können, erklärt Volker Dick. Ökologisch sei dies eine gute Sache, habe der Nabu diesen Umstand kommentiert, der diesen Prozess begleitet habe. So seien die Bäume vor den Fällungen auch auf Vogelnester oder Fledermäuse kontrolliert worden.
Insgesamt seien die Fällungen und Pflegearbeiten unter dem Aspekt des Gewässer- und Hochwasserschutzes zu sehen. Da die Bäume sehr nah am Ufer der Wiehl platziert waren, wurden sie teils von dem Gewässer unterspült. Dies wiederum berge im Lauf der Zeit die Gefahr, dass die Bäume bei Hochwasser oder Stürmen umstürzen könnten. Die Gärtner seien froh, vor einem möglichen Unfall gehandelt zu haben, so Dick weiter. Aus diesem Grund wird es auch keine Neupflanzungen in diesem Bereich geben.
KOMMENTARE
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Och man, lasst doch wenigstens 2 Meter stehen!
Dann kann man noch ne Figur draus machen! ;-)
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