LOKALMIX

Eckenhääner Lädchen: Nachhaltig - Regional - Unverpackt

us; 12.07.2026, 11:40 Uhr
Foto: Ute Sommer --- Mitarbeiter, Freunde und Nachbarn vor dem Eingang ihres Herzensprojekts „Eckenhääner Lädchen“.
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Eckenhääner Lädchen: Nachhaltig - Regional - Unverpackt

us; 12.07.2026, 11:40 Uhr
Reichshof – Gestern wurde der fünfte Geburtstag des Eckenhääner Lädchens mit vielen Gästen gefeiert.

Von Ute Sommer

 

Mit einem musikalischen Open-Air-Kaffeekränzchen für Nachbarschaft, Kunden und Interessierte beging das ehrenamtliche Team des Eckenhaääner Lädchens den fünften Geburtstag. Die Initiative zur Gründung des Eckenhääner Lädchens ging 2021 aus dem Zusammenschluss von Lehrkräften aus Gesamt- und CJG St. Antoniusschule, Mitgliedern der Kulturkantine und anderen Verantwortlichen hervor. Der gemeinsame Nenner der Aktionsgruppe war es, einen praktischen Beitrag zum verantwortungsvollen Miteinander von Menschen im Sinne einer enkeltauglichen, fairen und plastikfreien Welt leisten zu wollen.

 

So startete das Herzensprojekt des Unverpackt-Ladens an der Reichshofstraße in Eckenhagen, das sich, entgegen dem Trend des modernen Überkonsums, dem verantwortungsvollen Verbrauch von nachhaltigen, regionalen und ökologisch hergestellten Lebensmitteln verpflichtet sieht. Der vielfrequentierte Dorfmarkt bietet neben hausgemachten Nudeln, Getreide, Nüssen, Molkereiprodukten, Gewürzen, Getränken, Kosmetik und Reinigungsmitteln ein Beinahe-Vollsortiment zur Haushaltsgrundversorgung. Saisonales Gemüse, Beerenfrüchte und Obst aus dem knapp 500 Quadratmeter großen, benachbarten Bauerngarten gehören ebenso zum Angebot wie frisch gebackenes Brot, Käse und Eier von regionalen Biohöfen, Honig aus dem Reichshof, Holzprodukte und Kerzen von der Lebensgemeinschaft Eichhof, Tees aus dem Oberbergischen Kräuterhaus und Fruchtsäfte aus der Kelterei Weber in Nümbrecht-Linscheid.

 

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Weil alle Läädchen-Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind und keine wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen, werden die Bio-Produkte, überwiegend unverpackt, für alle Konsumentengruppen erschwinglich. Darüber hinaus versteht sich das Geschäft nicht allein als „Einkaufszentrum“, sondern als sozialer Dorf-Treffpunkt, wo die Sitzecke zum Verweilen und zum Gesprächsaustausch einlädt. Zum Markenkern zählt außerdem das Selbstverständnis als außerschulischer Lernort, in dem Schüler aus Gesamt- und St. Antoniusschule in Praxis- und Projekttagen direkten Einblick in den mehrdimensionalen Laden- und Gartenbetrieb nehmen können.

 

Mit erwirtschafteten Überschüssen werden nachhaltige Programme in örtlichen Schulen und Kindergärten gefördert. Mit dem heutigen fünften Geburtstag gehören dem gemeinnützigen „Eckenhääner Lädchen“ rund 200 Mitglieder an, von denen sich 35 aktiv einbringen. Als geschäftsführender Vorstand fungieren Claudia Simon, Barbara Hofmann und Wiebke Ringsdorf, ein Trio, das ausdrücklich die flachen Hierarchien im Verein betont. „Wir arbeiten und entscheiden grundsätzlich basisdemokratisch im Team, haben deshalb extra im Frühjahr unsere Satzung überarbeitet“, bekräftigt Claudia Simon.

 

Zur Feier des gestrigen Geburtstages warteten am Nachmittag ein Kaffee- und Kuchenbuffet samt Tombola auf Freunde und Kunden des Läädchens. Für die musikalische Live-Unterhaltung zeichnete „Massive Lärmbelästigung“, die Schulband des St.-Josefs-Hauses, verantwortlich. Zusammen mit zwei älteren Schulkameraden war auch „Läädchen-Teilzeit-Kraft“ Sebastian, Schüler der Klassenstufe 5, gekommen, um beim Gig „seiner“ Band dabei zu sein. Sebastian hilft im Rahmen von Vor-Ort-Praktika manchmal im Verkauf und beim Einräumen der Waren. Der Vergleich zwischen Schule und Läädchen fällt ihm spontan leicht: „Das hier ist in jedem Falle besser als Schule.“

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