LOKALMIX
Neue Möglichkeiten am Merkurareal
Waldbröl – Bürgermeisterin Larissa Weber stellt Waldbröls erste Mobilstation vor und weiht neue E-Ladesäulen ein.
Von Josephine Tscheliesnigg
Das Merkurareal in Waldbröl erstrahlt in neuem Glanz. Neue Parkplätze, ein großer Spielplatz und nun die erste Mobilstation mit E-Ladesäulen ganz in der Nähe. Bürgermeisterin Larissa Weber betonte, dass sowohl Autofahrer als auch Radfahrer und SPNV-Nutzer in der Planung berücksichtigt wurden. „Keiner darf zu kurz kommen“, erklärte sie und freut sich über die neuen Möglichkeiten für Bürger und Touristen.
Die neu errichtete Mobilstation des Zweckverbands go.Rheinland bietet an der Bushaltestelle „Friedenstraße“ nun Möglichkeiten zum Abstellen und Aufladen von zwölf (E-)Fahrrädern, davon zehn Plätze mit Ladeoption und vier Safes. Errichtet wurde die Station dort, da es in Waldbröl nach dem Busbahnhof die Haltestelle mit der höchsten Frequenz ist. Bei der Einweihung am 9. Mai sei die Station etwas untergegangen, so Weber (OA berichtete). Deshalb sollte der heutige Termin die Aufmerksamkeit auf diese Neuheit lenken.
Die Nutzung der Mobilstation mit verschließbarer Fahrradabstellanlage „radbox.nrw“, kann mit dem ÖPNV-Ticket erfolgen oder auch via Buchungsplattform gebucht werden. Da teilnehmende Kommunen als Lizenznehmer gelten, werden die Preise jeweils eigenständig festgelegt. Je nach zeitlicher Nutzung können Gebühren von einem Euro bei 24-stündiger Nutzung und bis zu 30 Euro bei dreimonatiger Nutzung, anfallen. Mit dem regionalen ÖPNV-Ticket können Nutzer zudem 50 Prozent sparen.
[Neben dem Eingang steht ein Automat, über den sich Nutzer einbuchen können.]
Die Anlage umfasst neben den abschließbaren Abstellmöglichkeiten auch überdachte, kostenfreie Plätze. Zudem gibt es eine dynamische Fahrgastanzeige sowie eine Fahrradreparatursäule. Auf die Barrierefreiheit wurde dabei besonders geachtet. Die neu errichtete Mobilstation an der Friedenstraße ist die größte in Oberberg abseits einer Bahnstrecke. Damit reiht sich die Stadt Waldbröl in ein NRW-weites Netz ein, welches stetig weiter ausgebaut werden soll, so Lea Nagel, Mobilitätsmanagerin bei go.Rheinland.
Dank einer 90-prozentigen Förderung der go.Rheinland konnte das Projekt, das insgesamt rund 624.500 Euro gekostet hat, mit einem Eigenanteil von 98.000 Euro realisiert werden. Da es Waldbröls erste Mobilstation ist, schaue man nun, wie der Andrang sei, merkt Rudolf Bergen, Mobilitäts- und Klimaschutzmanager der Stadt Waldbröl, an. Nach ein paar Monaten werde dann eine Bilanz gezogen, um über Optimierungen zu sprechen und möglicherweise eine zweite Station am Waldbröler Busbahnhof zu integrieren. Weitere Mobilstationen im Oberbergischen finden sich in Gummersbach (2), Nümbrecht (1), Engelskirchen (2) und Lindlar (1). Morsbach und Marienheide sollen bald nachziehen.
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[Fahrradreparatursäule an der neuen Mobilstation an der Friedenstraße in Waldbröl.]
Realisator des Projekts, ist unter anderem das regionale Unternehmen WSM Walter Solbach Metallbau. „Die neue Mobilitätsstation ist ein wichtiger Baustein für den Mobilitätswandel im Oberbergischen“, so Geschäftsführer Christoph Solbach. Auch auf den ökologischen Fußabdruck wurde ein Augenmerk gelegt. Durch dimmbare Präsenzmelder und ein bienenfreundliches Gründach wird neben Funktionalität auch etwas für die Umwelt getan. Neben der Mobilstation finden sich zudem Bänke und Mülleimer, die einen neuen Platz zum Verweilen schaffen.
[Bürgermeisterin Larissa Weber und EWW-Geschäftsführer Heinz-Peter Schröder vor der neuen E-Ladesäule an der Nümbrechter Straße.]
Die Installation der neuen E-Ladesäulen auf dem Merkurareal, erfolgte vom regionalen Anbieter EWW. Die Normalladesäule an der Friedenstraße liefert eine Gesamt-Ladeleistung von 44 Kilowatt (kW), und bietet zwei Ladepunkte. Die Schnellladesäule an der Nümbrechter Straße leistet sogar 150 kW verteilt auf zwei Ladepunkte. Beide Stationen sollen den Startschuss für die Ladeinfrastruktur in Waldbröl liefern. Weitere vier Säulen sind in Planung. An den ausgewählten Standorten an der Nutscheidhalle, am Rathaus und am Panarbora-Gelände, sollen noch dieses Jahr Normalladesäulen errichtet werden. Die Installation der Ladesäule an der Markthalle hingegen werde noch etwas dauern, so EWW-Geschäftsführer Heinz-Peter Schröder.
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