LOKALMIX

Rock im Othetal bringt Neuenothe zum Beben

mkj; 28.06.2026, 11:15 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Die Mountain Newtown Rockers heizten dem Publikum ordentlich ein, wärend vor der Bühne getanzt, gefeiert und für die Kamera posiert wurde – so präsentierte sich das „Rock im Othetal“ von seiner besten Seite.
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Rock im Othetal bringt Neuenothe zum Beben

mkj; 28.06.2026, 11:15 Uhr
Bergneustadt - Zum vierten Mal verwandelten die Othetaler Heimat-Freunde das Gelände unterhalb des Feuerwehrgerätehauses in Neuenothe in eine Open-Air-Bühne.

Gitarrenriffs, harte Rockklänge und eine familiäre Atmosphäre bestimmten am Samstagabend das Geschehen unterhalb des Feuerwehrgerätehauses in Neuenothe. Zum vierten Mal hatten die Othetaler Heimat-Freunde (OHF) zum Open-Air-Festival „Rock im Othetal“ (RIO) eingeladen. 

 

[Stefanie und Katharina aus Gummersbach wollten sie sich überraschen lassen.]

 

Den Auftakt machte Bergish Blend, bevor Monocene, Somorrah, Neverland und die Mountain Newtown Rockers das Publikum mit Rock und Metal aus der Region begeisterten. Alle Bands stammen aus der näheren Umgebung. Genau das ist das Konzept des Festivals: regionalen Musikern eine Bühne zu bieten und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich einem größeren Publikum zu präsentieren. „Wir veranstalten heute zum vierten Mal Rock im Othetal. Zum ersten Mal sind diesmal fünf Bands dabei. Das ist für uns schon ein großes Ereignis“, freute sich der OHF-Vorsitzende Marius Blum. Besonders wichtig sei dem Verein, ausschließlich regionale Bands einzuladen. „Wir wollen hier Talenten eine Bühne geben und ihnen die Möglichkeit bieten zu zeigen, was sie draufhaben.“ Trotz der Temperaturen schätzte er die Besucherzahl am frühen Abend auf rund 300 Gäste und hoffte auf weiteren Zulauf im Laufe des Abends.

 

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Dass das Festival längst auch Besucher von außerhalb anzieht, zeigte sich im Publikum. Stefanie und Katharina waren aus Gummersbach dabei, um die Band Somorrah zu unterstützen. Ein Bandmitglied kennen sie aus dem gemeinsamen Gospelchor. „Wir hören sie heute tatsächlich zum ersten Mal“, erzählten Katharina lachend, siw war aber überzeugt, dass der Auftritt gelingen werde. Auch Maja Lehnen aus Pernze ließ sich das Festival nicht entgehen. „Eigentlich bin ich gar nicht so die rockige Maus“, sagte sie schmunzelnd. „Aber hier unter Freunden macht das richtig Spaß.“

 

[Die Band Somorrah brachte beim „Rock im Othetal“ die Bühne zum Beben. Bei hochsommerlichen Temperaturen ließen sich die Besucher ein kühles Getränk schmecken und genossen die entspannte Festivalatmosphäre (Foto unten).]

 

Für einen der Höhepunkte des Abends sorgten die Mountain Newtown Rockers aus Bergneustadt. Schon ihr Bandname ist eine Hommage an ihre Heimatstadt – „Mountain Newtown“ steht sinngemäß für Bergneustadt. Gitarrist Manuel Hornbruch formulierte das Ziel der Band deutlich: „Unser Auftrag ist es, diese Stadt nochmal zum Rocken zu bringen.“ Während heute häufig Hip-Hop oder Drum'n'Bass dominierten, wolle man den klassischen Rock wieder aufleben lassen – mit Moshpit, Wall of Death und jeder Menge Energie. Entsprechend kraftvoll präsentierte die Band unter anderem „Take a Look Around“ von Limp Bizkit, „Smooth Criminal“ von Alien Ant Farm, den „Schunder-Song“ der Ärzte sowie „Last Resort“ von Papa Roach.

 

[Im Hexenkessel von Neuenothe.]

 

Auch Detlef Kämmerer, im Othetal vielen als „heimlicher Bürgermeister“ bekannt, zeigte sich begeistert von der Veranstaltung. Für ihn sei das Festival ein Beweis dafür, wie lebendig das gesellschaftliche Leben im Othetal sei. „Wir haben nicht nur Sport im Othetal, sondern auch viel Kultur“, sagte er. Die jungen Leute der Othetaler Heimat-Freunde hätten mit „Rock im Othetal“ ein Veranstaltungsformat geschaffen, das inzwischen fest zum Jahresprogramm gehöre. „Wir haben hier eine tolle Gemeinschaft. Ich bin stolz auf das Othetal.“

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