LOKALMIX

Umzug: Neuer Zustellstützpunkt der Deutschen Post eröffnet

pn; 03.09.2026, 13:55 Uhr
Fotos: Peter Notbohm ---- Der neue Poststellstützpunkt für Gummersbach, Bergneustadt und Marienheide in Mühlenseßmar wurde gestern mit der Schlüsselübergabe von Niederlassungsleiterin Juliane Thiemann (3.v.r.) an den stellvertretenden Standortleiter Waldemar Peters offiziell eröffnet.
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Umzug: Neuer Zustellstützpunkt der Deutschen Post eröffnet

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pn; 03.09.2026, 13:55 Uhr
Gummersbach – Mehr Pakete, weniger Briefe: Die Deutsche Post muss sich auf einen Wandel einstellen – Am neuen Standort in Mühlenseßmar findet das Unternehmen optimale Bedingungen.

Von Peter Notbohm

 

Gearbeitet wird am neuen Postzustellstützpunkt bereits seit dem 11. Mai, am Mittwochnachmittag folgte nun aber auch die offizielle Einweihung. Im Gebäude des ehemaligen Handelshofs an der Becketalstraße 3-5 im Gummersbacher Stadtteil Mühlenseßmar hat die Deutsche Post für ihren Verbundzustellstützpunkt eine neue Heimat gefunden. Die ebenerdige Halle bietet Raum für rund 80 Mitarbeiter. Von hier aus werden 44.457 Haushalte in Gummersbach, Bergneustadt und Marienheide versorgt. Jede Woche werden an sechs Tagen die Woche im Schnitt rund 154.000 Briefe und über 30.000 Pakete bearbeitet.

 

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Durch den Umzug werden künftig 60 statt 40 Bezirke beliefert, zudem wurden alle Arbeitsplätze erhalten und zehn neue Stellen geschaffen. Für die Kunden ändert sich nach Angaben des Logistikkonzerns nichts. Geleitet wird der neue Standort, der von den Paketzentren Köln, Hagen und Neuwied beliefert wird, von Michael Banhagel und seinem Vertreter Waldemar Peters. Die Deutsche Post ist Teilmieter der Immobilie und hat nach eigenen Angaben insgesamt 1,7 Millionen Euro in die neuen Räumlichkeiten, die optimal auf die Arbeitsabläufe zugeschnitten seien, investiert.

 

[Die rund 80 Mitarbeiter finden am neuen Standort deutlich bessere  Arbeitsbedingungen vor. Der alte Standort an der Poststraße steht zur Vermarktung zur Verfügung.]

 

Nach langer Suche habe man mit der rund 1.800 Quadratmeter großen Halle einen sehr soliden und sehr guten Standort gefunden, an dem ein ordentlicher Check-Out möglich sei, der Stockwerkbetrieb und die Tragehilfen des alten Standorts in der Poststraße endlich passé seien und man vor allem Platz habe, sagte Geschäftsbereichsleiterin Katrin Lange im Rahmen einer kleinen Feierstunde, zu der Niederlassungsleiterin Juliane Tiemann auch Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit und die stellvertretende Landrätin Heidrun Schmeis-Noack begrüßen durfte.

 

Der alte Standort habe mehrere Mängel gehabt. Neben dem Stockwerkbetrieb, einem häufig defekten Fahrstuhl und einem undichten Dach, seien vor allem die Räumlichkeiten für das zunehmend steigende Paketvolumen zu beengt gewesen. „Der Briefverkehr geht runter, der Paketverkehr geht hoch. Darauf müssen wir als Unternehmen Antworten finden“, spricht Peter Mayer, Regionaler Politikbeauftragter bei der Post, von einem Umbau der Logistik.

 

[Nach der internen Verteilung auf die drei Bezirke werden Briefe und Pakete in einen Verteilkreisel gebracht und anschließend von den Mitarbeitern entsprechend einsortiert.]

 

Bis 2050 will die Deutsche Post CO2-frei arbeiten. Die Fahrzeugflotte wird deshalb stetig elektrifiziert. Schon jetzt sind 60 Prozent der Fahrzeuge nicht mehr auf fossile Brennstoffe angewiesen. Gummersbach liegt hier voll im Mittel. Zu den insgesamt 69 Wagen gehören 39 Elektro-Zustellfahrzeuge, weshalb auch die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität ausgebaut wurde. „Wir wollen unseren Fußabdruck so klein wie möglich halten“, sagt Mayer.

 

Auch Bürgermeister Halding-Hoppenheit sprach von einer „mehr als erfreulichen Nachnutzung“ des früheren Handelshof-Gebäudes. Er begrüßte, dass die Deutsche Post Infrastruktur schaffe, in der die Zusteller gut arbeiten können: „Sie sind die Köpfe, die hier täglich Postdienstleistungen erbringen und verbinden Menschen mit dem, was sie uns zustellen.“ Anschließend ließ sich das Stadtoberhaupt die Arbeitsabläufe zeigen. Seine Hoffnung, seinem Zusteller die Arbeit zumindest ein wenig erleichtern zu können, zerschlug sich allerdings. Das Fach für seine Privatadresse war bereits geleert.

 

DHL fordert neues Maximalgewicht für Pakete

 

Ein allzeit trockenes Dach und möglichst wenig Hundefutter wünschte Katrin Lange den Zustellern in Gummersbach zum Start. Damit spielte die Geschäftsbereichsleiterin auf eine DHL-Forderung an, für Standardpakete in der Ein-Personen-Zustellung eine gesetzliche Obergrenze von 23 Kilogramm einzuführen. Die Gewerkschaft ver.di fordert sogar eine strikte 20-Kilogramm-Grenze. Derzeit liegt das maximale Höchstgewicht in Deutschland noch bei 31,5 Kilogramm.

 

[Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit durfte sich selbst ein Bild davon machen, mit welchen Gewichten es Paketzusteller täglich zu tun haben. Die 22 Kilogramm dieses Bürostuhls waren vor allem eines: unhandlich.]

 

„Unsere Mitarbeiter brauchen diese Gewichtsreduktion. Das würde diesen sehr körperlichen Beruf deutlich attraktiver machen“, sagt Peter Mayer. Die DHL sei einer der wenigen Logistiker in Deutschland, der mit eigenen Mitarbeitern anstatt Subunternehmern arbeitet. Wichtig sei, dass die Regelung für sämtliche Anbieter gelten muss, damit es nicht zu Wettbewerbsnachteilen komme.

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