LOKALMIX

Vier Stationen, viele Gespräche und 30 Liter Freibier

kr; 12.10.2026, 12:55 Uhr
Fotos: Karin Rechenberger --- Die Teilnehmer der ersten Kneipenwanderung genossen unterhalb des Aussichtsturms den Blick über Morsbach.
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Vier Stationen, viele Gespräche und 30 Liter Freibier

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kr; 12.10.2026, 12:55 Uhr
Morsbach - Rund 50 Teilnehmer waren bei der ersten Kneipenwanderung des Heimatvereins Morsbach am Samstag dabei.

Von Karin Rechenberger

 

Wanderschuhe an, gute Laune im Gepäck und unterwegs immer wieder Gelegenheit für einen geselligen Zwischenstopp: Rund 50 Teilnehmer machten sich zur ersten Kneipenwanderung des Heimatvereins Morsbach auf den Weg. An vier Stationen standen Begegnungen, Gespräche und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt. Auch Petrus spielte voll mit. Während der Wanderung blieb es trocken.

 

Los ging es am Bistro Alt-Morsbach. Von dort führte die Tour zum Aussichtsturm, weiter „Zum Backes“ zur Rosi nach Alzen und schließlich „Zur alten Kapelle“ in Birken-Honigsessen. Die verschiedenen Stationen boten reichlich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, bekannte Gesichter zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen.

 

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Am Aussichtsturm begrüßte der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Dirk Fassbender, die Wandergruppe. Dort gab es gleich doppelten Anlass zur Freude: Neben der Kneipenwanderung wurde auch das neu installierte Waldsofa eingeweiht. Inzwischen gibt es drei dieser Sitzgelegenheiten, die nach Fassbenders Beschreibung gewissermaßen ein kleines „Bermuda-Dreieck“ bilden. Er bedankte sich bei der Gemeinde Morsbach und allen Beteiligten, die zur Umsetzung des Projekts beigetragen hatten.

 

Auch Bürgermeister Jan Schumacher freute sich über die rege Beteiligung an der Wanderung. Die neuen Sitzgelegenheiten seien ein Gewinn für die Gemeinde. „Die Waldsofas machen Morsbach etwas lebendiger und wertvoller“, sagte Schumacher.

 

[Bürgermeister Jan Schumacher (re.) und der Vorsitzende des Heimatvereins, Dirk Fassbender (stehend li), weihten gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Heimatvereins das neue Waldsofa ein.]

 

Doch der Bürgermeister sprach auch ein Thema an, das über die gesellige Veranstaltung hinausreicht: das zunehmende Kneipensterben. „Wir haben heute mit der Kneipenwanderung auf ein Problem hingewiesen, das uns alle betrifft, wo sich alle ein bisschen mehr in der Verantwortung nehmen müssen“, betonte er. Sein Appell an die Bürger: die örtlichen Kneipen stärker zu unterstützen. Zugleich dankte er dem Heimatverein für dessen Engagement.

 

Dass die Wanderung nicht nur Bewegung, sondern auch Geselligkeit bieten sollte, zeigte sich an den Stationen. Am Aussichtsturm im Rahmen des Bergfestes wartete eine besondere Erfrischung auf die Teilnehmer: 30 Liter Freibier standen bereit, eine Spende der Erzquell Brauerei.

 

Die erste Kneipenwanderung verband damit mehrere Anliegen: Sie brachte Menschen zusammen, machte auf besondere Orte in der Gemeinde aufmerksam und rückte zugleich die Bedeutung der örtlichen Kneipenkultur ins Bewusstsein. Denn wo Gaststätten verschwinden, gehen oft auch wichtige Treffpunkte verloren. Umso mehr setzte die Veranstaltung ein Zeichen dafür, wie wertvoll gemeinschaftliches Engagement und die Unterstützung lokaler Einrichtungen für das Leben in der Gemeinde sind.

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