LOKALMIX

Wenige Tage vor Schulstart: Sicherheit schaffen, Sorgen nehmen

lw; 26.08.2026, 17:15 Uhr
Fotos: Lars Weber --- Viel los war beim ersten Schulbustraining der OVAG am Gummersbacher Busbahnhof.
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Wenige Tage vor Schulstart: Sicherheit schaffen, Sorgen nehmen

lw; 26.08.2026, 17:15 Uhr
Gummersbach – Beim kostenlosen Schulbustraining der OVAG gibt es an mehreren Terminen und Orten für mehr als 100 Schülerinnen und Schüler wichtige Tipps und Hinweise – In Gummersbach fand der Auftakt zum Training statt.

Von Lars Weber

 

Viel los sein wird ab kommender Woche wieder auf den Straßen in den Morgenstunden und am Mittag. Die Schule in Nordrhein-Westfalen geht wieder los. Dementsprechend wuselig wird es auch wieder an Busbahnhöfen, Haltestellen und in den Bussen selbst sein. Nicht wenige Kinder, besonders in den fünften Klassen, werden zum ersten Mal auf sich allein gestellt täglich mit dem Bus unterwegs sein. Um ihnen den Start zu erleichtern und ihnen vor allem Sicherheit zu geben, bietet die OVAG seit dem vergangenen Jahr kostenlose Schulbustrainings am Ende der Ferien an. Schon im vergangenen Jahr war die Resonanz groß. Heute war Auftakt der Termine am Gummersbacher Busbahnhof. Die Angebote in Wiehl und Wipperfürth sind bereits ausgebucht. Mehr als 100 Kinder wird die OVAG in diesen Tagen auf das Busfahren vorbereitet haben.

 

Empfangen wurden zum ersten Termin die kommenden Fünftklässler und ihre Eltern von Organisatorin Simone Schwarzer vom OVAG-Mobilitätsmanagement, von Fahrpersonaltrainer David Kaldeich und dem ehemaligen Busfahrer Vladimir Bertram, der 35 Jahre lang täglich am Steuer saß. Auf die Schülerinnen und Schüler prasseln in der ersten Zeit auf einer neuen Schule jede Menge neue Eindrücke und Infos ein. Da soll die Fahrt zur Schule und später zurück möglichst stressfrei laufen. „Wir wollen ihnen Sicherheit geben und Fragen beantworten“, sagte Schwarzer. Nach dem Training sollen sie das gute Gefühl haben: „Wir bringen euch sicher nach Hause!“, so Bertram.

 

[Simone Schwarzer (v.li.), David Kaldeich und Vladimir Bertram von der OVAG möchten den Kindern alles Wichtige vermitteln, damit sie gerne Bus fahren.]

 

Das Training startete mit einem Rundgang auf dem Gummersbacher Busbahnhof. Wo kommen die Schulbusse an? Wo gelangen die Schülerinnen und Schüler am sichersten zu den Bussteigen? Wo gibt es Hilfe, wenn man einmal nicht weiterweiß oder man sich unsicher ist? Bertram und Schwarzer nehmen die Kinder an die Hand, legen jenen, die bereits ein Smartphone besitzen, die OVAG-App ans Herz oder stellen das Personal in den Warnwesten vor Ort vor. „An sie könnt Ihr euch immer wenden, wenn es Probleme gibt oder Ihr Fragen habt.“ Und falls mal ein Bus am Morgen verpasst werden sollte? „Keine Sorge, der nächste zu eurer Schule fährt meist schon kurze Zeit später.“

 

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Als nächstes ging es für die Kinder in einen Bus und auf eine Fahrt über das Steinmüllergelände. Auch da gibt es jede Menge Tipps und Hinweise – von denen die Schülerinnen und Schüler schon viele selbst kannten. Nicht im Bus Essen und Trinken (Wasser bei Hitze ist aber okay), nicht zu laut sein, nicht zum Spaß den Stoppknopf drücken, die Schulrucksäcke zwischen den Beinen platzieren, älteren Mitmenschen helfen und und und. Bei den meisten Punkten geht es um die Sicherheit der Schüler selbst. Auch was und wo der tote Winkel ist, wird ihnen nochmal beigebracht, wenn sie sich am Bus befinden.

 

Es ging aber auch um ganz praktische Probleme, die gerade in der Anfangszeit häufiger vorkommen könnten, weiß Bertram aus Erfahrung. „Manchmal vergessen die Kinder einfach, an ihrer Haltestelle auszusteigen.“ Sein Tipp: Dem Busfahrer oder der Busfahrerin Bescheid sagen, sie können helfen. Sie können auch über die OVAG-Leitstelle die Eltern informieren, dass es an diesem Tag etwas später wird, bis sie nach Hause kommen. Dafür sollten die Kinder die wichtigsten Nummern dabeihaben. Und was ist, wenn man mal das Busticket vergessen hat? „Seid da ehrlich und sagt es direkt beim Einsteigen. Ich hab die Kinder das Ticket am nächsten Tag einfach zweimal zeigen lassen“, erklärte Bertram den Schülern.

 

[Wenn die Kinder zu den Bussteigen müssen, sollen sie die Querungshilfe nutzen.]

 

Später, wenn die Kinder sich im Bus wohlfühlen, könne es schnell auch mal wilder werden, weil sie sich mehr zutrauen. Auch da müssen die Fahrer ran. „Als Busfahrer ist man Elternteil, Betreuer oder auch Polizist, wir müssen viele Rollen einnehmen“, sagte Bertram. Ganz wichtig: „Wir müssen Geduld haben mit den Kindern“. Auch wenn die jungen Busfahrer im Fokus sehen - das Training mit all seinen Informationen soll bestenfalls auch den Busfahrerinnen und Busfahrern den Alltag und den Schulstart etwas erleichtern, sagte David Kaldeich. Außerdem durften selbstredend die Eltern alle Fragen stellen, die sie mitgebracht hatten.

 

Am Donnerstag ist die OVAG mit ihrem Angebot in Wiehl und Wipperfürth zu Gast. Beide Termine sind mit jeweils 30 Teilnehmern bereits ausgebucht. Schwarzer machte darauf aufmerksam, dass sie mit dem Angebot zudem direkt an die Schulen kommen. Dabei arbeite die OVAG mit der Polizei zusammen. Hier gibt es weitere Informationen dazu.

 

Damit der Schulstart nicht nur an der neuen Schule, sondern auch am Busbahnhof erfolgreich gelingt, kommen nächste Woche zudem sogenannte Fahrgastlenker an stark frequentierten Busbahnhöfen zum Einsatz, die Orientierung und Sicherheit verbessern sollen.

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