LOKALMIX
Wiehler arbeiten mit Mittelalter-Stars von Corvus Corax zusammen
Wiehl – Die Klangschmiede aus Drabenderhöhe verzeichnet mit ihrem Mix aus elektronischer Musik und Mittelalter bis zu einer Million Streams bei Spotify im Monat – Szenegrößen kamen auf die Wiehler Claudia Sokoll und Timo Tofaute zu, um gemeinsam einen Song zu veröffentlichen.
Von Lars Weber
Auf der Überholspur ist seit vergangenem Jahr das Musikprojekt Klangschmiede aus Drabenderhöhe. Eigentlich wollte das Paar dahinter, Claudia Sokoll und Timo Tofaute, mit einem Studioangebot im Hintergrund für andere Künstler produzieren, aufstrebende Musiker unterstützen oder im Werbejingle-Bereich aktiv sein. Doch dann starteten sie mit ihrem Mix aus elektronischer Musik und Mittelalter so richtig durch, sammelten schnell über eine Million Aufrufe für ihren ersten Song. Inzwischen sind zwei Alben draußen, sie kommen auf bis zu einer Million Streams im Monat allein bei Spotify. Und bald werden es vielleicht noch ein paar mehr. Denn nun steht eine Zusammenarbeit mit den Mittelaltermusik-Szenehelden Corvus Corax in den Startlöchern. Und auch mit der Mittelalter- und Folkband Keltania ist ein gemeinsamer Track entstanden.
Die Kooperation mit Corvus Corax sei auf eher ungewöhnliche Weise zustandegekommen, berichten Sokoll und Tofaute. Vor rund einem halben Jahr habe sich das Management der Band bei ihnen gemeldet, nachdem die Band über TikTok auf die Klangschmiede aufmerksam geworden war. „Ehrlich gesagt hielten wir die erste Mail zunächst für Spam oder einen schlechten Scherz – wenn plötzlich eine der bekanntesten Bands der Mittelalterszene Kontakt aufnimmt, rechnet man damit nicht sofort.“
Doch die Mail war kein Scherz. „Nach dem ersten Austausch wurde schnell klar, dass das Interesse ernst gemeint war.“ Es habe sich ein direkter Kontakt auf Augenhöhe entwickelt. „Uns wurde von Anfang an vollständige künstlerische Freiheit eingeräumt – ohne Vorgaben oder stilistische Einschränkungen“, sagen die beiden Drabenderhöher.
Für die Arbeit suchten sie sich bewusst selbst einen Titel aus dem Repertoire von Corvus Corax heraus. „Entschieden haben wir uns für ‚Ragnarök‘ aus der ‚Era Metallica‘-Phase der Band.“ Das Stück sei musikalisch wie atmosphärisch sehr anspruchsvoll. „Ziel war keine klassische Neuauflage, sondern eine eigenständige Umsetzung im Klangschmiede-Stil, basierend auf Originalspuren, mit neuer Dramaturgie und klar eigener Handschrift.“ Wer sich davon überzeugen möchte, wie das klingt, kann dies ab dem 26. Februar tun. Dann wird der Track veröffentlicht.
Etwa einen Monat später – am 20. März - folgt die Veröffentlichung der Zusammenarbeit mit der deutschen Mittelalter- und Folkband Keltania. Die Band hatte sich mit dem Song „Tanz den Feuertanz“ für den deutschen ESC-Vorentscheid beworben. Auf der Basis dieses Liedes ist nun eine gemeinsame Version entstanden: „Keltania meets Klangschmiede“. Claudia Sokoll und Timo Tofaute betonen, dass es sich nicht um einen Remix, sondern um eine gemeinsame Weiterentwicklung des ursprünglichen Keltania-Titels handele.
Nach den beiden Kooperationen möchte sich die Klangschmiede nun aber wieder verstärkt dem eigenen Material widmen. „Weitere Kooperationen dieser Art sind aktuell nicht geplant.“ Stattdessen wollen sie ihren eigenen Klangschmiede-Kosmos weiter ausbauen.
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