Wiehl - Am 28. Juni lädt der Wildpark Wiehl zu einem großen Fest ein.
„Hier war ich schon als Kind“ ist eine Aussage, die im Gespräch mit Besuchern des Wildparkes immer wieder zu hören ist. Auch nach der letztjährigen Wiedereingliederung von Pfauen erinnerten sich viele an vergangene Jahre. Kein Wunder, wurde dieser bereits vor 60 Jahren gegründet. Mit gut durchdachter Infrastruktur zu Versorgung der Tiere besteht er heute nahezu genauso wie damals. Arbeitserleichterungen wie die Wasserversorgung aller Gatter, die Anpassung an das Einlagern von Rundballen als Winterfutter unserer Wiederkäuer oder Unterstände passen den städtischen Park heutigen Ansprüche an.
Veränderungen hingegen gibt es laufend durch dessen Bestände. Bei regelmäßigen Besuchen können die Tiere im Einzelnen kennengelernt und ihre Entwicklung beobachtet werden. Das macht das Lebendige des städtischen Parks aus, der ansonsten als Gegenpol zur hektischen, sich schnell verändernden Welt genossen wird. Doch nicht nur Erholung und Unterhaltung hat der Park zu bieten. Durch vielfältige Bewegungsangebote bietet er jungen Menschen zum Klettern, Balancieren oder kreativem Bau von Tipis die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten und Interessen kennen zu lernen.
An diese Interessen knüpft der Wildpark heute als Lernort durch den überarbeiteten Waldklimapfad für ältere und das neue Waldpädagogische Zentrum für jüngere Menschen an. Durch den Besuch aller Wiehler Erstklässler, bei dem sie die Entwicklung von Bäumen durch die Aussaat von Eicheln in Pflanztöpfen unterstützen, wird ein Grunstein für ein dauerhaftes Interesse an der Natur gelegt. In jedem folgenden Jahr ihrer Zeit als Grundschüler erleben die Schüler die Entwicklung ihre Bäume und der Wildtiere durch wiederkehrende Besuche.
Das langjährige Bestehen wollen wir am 28.06.2026 mit einem Fest feiern. Hierzu werden den Besuchern zahlreiche Stände präsentiert, die sich im Zusammenhang mit der Natur engagieren, wie zum Beispiel die Bio-Station, die Kreisjägerschaft, die SDW, die BWO, uvm. Die Greifvogelstation Hellenthal wird den ganzen Tag ihr räuberisches Federwild mit Flugschauen darstellen, mehrere Carving Künstler werden dauerhafte Erinnerungen in Form von Bänken mit Tiermotiven erstellen. Abwurfstangen von Rot- und Damwild werden als kunstvoll bearbeitete Gebrauchsgegenstände angeboten. Zur Stärkung werden neben Gegrilltem vom Wild vegetarische Speisen angeboten.
Insbesondere für die Erstklässler, die im Rahmen des „Waldpädagogischen Zentrum“ unser Wild kennengelernt und an der Aussaat von mittlerweile an die 400 Bäumen mitgewirkt haben, stellt die Feier eine Möglichkeit dar, das Erfahrene an die Eltern weiterzureichen. In der Hoffnung, dass auch diese Kinder einmal ihrem Nachwuchs sagen: „Hier war ich schon als Kind.“
[Mit einem Klick auf das Plakat kann das Programmm als PDF-Datei heruntergeladen werden.]
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