LOKALMIX

Beim Wohnungskauf muss tiefer in die Tasche gegriffen werden

Red; 09.04.2026, 16:32 Uhr
Symbolfoto: Oleksandr Pidvalnyi from Pixabay
LOKALMIX

Beim Wohnungskauf muss tiefer in die Tasche gegriffen werden

Red; 09.04.2026, 16:32 Uhr
Oberberg - Neuer Grundstücksmarktbericht wurde veröffentlicht - Stabile Marktlage im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat die aktuellsten Zahlen zum Immobilienmarkt im Oberbergischen Kreis veröffentlicht. Basis sind die in 2025 abgeschlossenen Kaufverträge. Insgesamt wurden laut Mitteilung 3.144 Kauffälle (+6 Prozent) mit einem Flächenumsatz von 1.170 Hektar (-17 Prozent) ausgewertet. Der Gesamtgeldumsatz lag mit rund 671 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau (+9 Prozent).


Die Preise von freistehenden, wiederverkauften Ein- und Zweifamilienhäusern sind von 2024 bis 2025 um 1 Prozent gestiegen und somit weiterhin auf einem stabilen Niveau. Im gleichen Zeitraum sind die Preise im gleichen Segment im Rheinisch-Bergischen Kreis um rund 2 Prozent und in Köln um rund 4 Prozent gestiegen.

 

WERBUNG

Unabhängig von der Entwicklung bei den Ein- und Zweifamilienhäusern stiegen die Preise von gebrauchten (+11 Prozent) und neuen (+2 Prozent) Eigentumswohnungen im Zeitraum von 2024 bis 2025. So wurde laut Mitteilung eine neu gebaute Eigentumswohnung mit durchschnittlich rund 356.000 Euro gehandelt. Bezogen auf eine mittlere Wohnfläche (94 Quadratmeter) ist dies ein Wert von 3.785 Euro/m². Dabei seien jedoch Verkäufe von über 4.000 Euro/m² keine Seltenheit mehr, heißt es weiter.


Die unterschiedliche Preisentwicklung sei der aktuellen Marktlage geschuldet und bezieht sich auf das gesamte vergangene Jahr. Ob sich dieser Trend im Oberbergischen Kreis, welcher sich ähnlich wie in umliegenden Regionen darstellt, weiter fortsetzen wird, werden die Analysen der künftigen Kauffälle zeigen. In bereits bestehenden Baugebieten seien keine Preissteigerungen erkennbar gewesen.


Deshalb wurde eine Anpassung der Bodenrichtwerte nur in einzelnen Lagen vom Gutachterausschuss beschlossen. Zum zweiten Mal wurden für den Oberbergischen Kreis Immobilienrichtwerte für die Teilmärkte „Ein- und Zweifamilienhäuser“ und „Wohnungseigentum“ beschlossen. Diese ersetzen in diesen Märkten die früher veröffentlichten Vergleichswertfaktoren, so die Mitteilung. Eine ausführliche Beschreibung der Entstehung und Beispiele für die Anwendung findet man im Marktbericht, unter www.boris.nrw.de wird zur einfachen Anwendung ein „Immobilien-Preis-Kalkulator“ zur Verfügung gestellt.


Eine leichte Abnahme der Preise konnte bei den landwirtschaftlichen Grundstücken verzeichnet werden. Der Bodenrichtwert für landwirtschaftlich genutzte Flächen fiel von 1,65 Euro/m² auf 1,50 Euro/m² (-9 Prozent). Bei den forstwirtschaftlichen Flächen ohne Aufwuchs (Kahlschlag) blieb der Wert mit 0,50 Euro/m² unverändert, bei den Flächen mit Aufwuchs war die Preisentwicklung unterschiedlich. So lag der Wert für Mischwald mit 1,15 Euro/m² (-12 Prozent) unter dem Vorjahresniveau, Nadelwald mit 1,30 Euro/m² (+39 Prozent) und Laubwald mit 1,30 Euro/m² (+30 Prozent) über dem Wert von 2024. Beim Nadelwald gab es jedoch nur sieben auswertbare Kauffälle.


Der vom Gutachterausschuss herausgegebene Grundstücksmarktbericht 2026 liefert auf 123 Seiten alle Grundstücks- und Immobilieninformationen. Er steht kostenfrei auf der Seite des Gutachterausschusses oder auf www.boris.nrw.de zum Download bereit.

WERBUNG