MARIENHEIDE

Einsatz unter Extrembedingungen: THW probt Großschadenslage

Red; 19.04.2026, 14:00 Uhr
Fotos: THW/Video: Michael Kleinjung.
MARIENHEIDE

Einsatz unter Extrembedingungen: THW probt Großschadenslage

Red; 19.04.2026, 14:00 Uhr
Marienheide - Rund 140 Einsatzkräfte üben in einem Abrissgebäude komplexe Schadenslagen – unterstützt von der DLRG und unter realitätsnahen Bedingungen.

Ein leerstehendes Industriegebäude auf dem Gelände der Firma Rüggeberg in Marienheide wurde am Wochenende zum Schauplatz einer groß angelegten Übung des Technischen Hilfswerks (THW). Über zwei Tage hinweg trainierten zahlreiche Einsatzkräfte unter realitätsnahen Bedingungen die Bewältigung komplexer Schadenslagen.

 

[Menschenrettung durch ein Loch in einer Zwischendecke.]

 

Im Mittelpunkt stand ein Szenario mit mehreren parallel auftretenden Einsatzlagen – darunter Schäden an Gebäuden und eine simulierte Gefahrstofflage. Ziel war es, die Zusammenarbeit der Einheiten sowie die Einsatzfähigkeit bei großflächigen und dynamischen Lagen zu überprüfen.

Organisiert wurde die Übung von der THW-Regionalstelle Olpe/Drolshagen und federführend von Lars Köhler geplant und begleitet, der dort für die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte verantwortlich ist.

 

Der erste Übungsabschnitt begann am Freitagnachmittag und dauerte bis in die Nacht. In dem angenommenen Szenario eines Angriffs auf einen Industriebetrieb standen die Erkundung der Lage, der Einsatz unter Atemschutz sowie die Rettung und Bergung von Verletzten im Fokus. Rund 60 Kräfte aus verschiedenen Ortsverbänden waren beteiligt. Für zusätzliche Realitätsnähe sorgten Spezialkräfte der Fachgruppe Sprengen.

 

Unterstützt wurde das THW auch von der DLRG: Mitglieder aus Attendorn und Drolshagen stellten als geschminkte Verletztendarsteller die Betroffenen dar und trugen so wesentlich zur realistischen Umsetzung der Einsatzlage bei.

 

Für Tonwiedergabe bitte auf den entsprechenden Button im Video klicken.

 

Am Samstag wurde die Übung mit rund 80 weiteren Einsatzkräften fortgesetzt. Die zuvor gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für weiterführende Maßnahmen. So mussten unter anderem eingeschlossene Personen aus dem Gebäude gerettet werden – teilweise durch eigens geschaffene Öffnungen in Betondecken. Parallel dazu wurde außerhalb des Gebäudes eine beschädigte Abwasserleitung instandgesetzt.

Koordiniert wurde der Einsatz durch den Fachzug Führung und Kommunikation, der das Geschehen aus einem mobilen Lagezentrum steuerte. Insgesamt waren zahlreiche Einheiten aus der Region beteiligt.

 

[Die Kräfte bei der Einsatzbesprechung.]

 

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig klare Strukturen, technische Expertise und das Zusammenspiel verschiedener Kräfte im Ernstfall sind. Einen besonderen Dank richtete das THW an die Firma Rüggeberg für die Bereitstellung des Übungsgeländes sowie die beteiligten DLRG-Kräfte für ihre Unterstützung.

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