MORSBACH

Von Erntekronen, Alpakas und Klapperstörchen

mkj; 14.09.2026, 08:00 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Traditionell führte die Erntekrone der „Freunde alter Traktoren“ den Lichtenberger Erntedankumzug an.
MORSBACH

Von Erntekronen, Alpakas und Klapperstörchen

mkj; 14.09.2026, 08:00 Uhr
Morsbach – Rund 25 Mottowagen und Fußgruppen trotzten beim traditionellen Erntedankumzug dem teilweise kräftigen Regen - Viele Zuschauer ließen sich das farbenfrohe Spektakel nicht entgehen.

Der Wettergott meinte es am Sonntagnachmittag nicht besonders gut mit dem Lichtenberger Erntedankumzug. Während sich die rund 25 Mottowagen und Fußgruppen auf den Weg durch den Ort machten, regnete es zeitweise kräftig. Viele Zuschauer ließen sich davon jedoch nicht abschrecken und säumten die Strecke.

 

[Ein Bild sagt alles - Leckereien für die Damen in der Loge.]

 

Angeführt wurde der Zug traditionell von der Erntekrone, die Bernd Brochhagen von den „Freunden alter Traktoren“ mit seinem Trecker durch Lichtenberg fuhr. „Die Erntekrone ist ein Dankeschön für die Ernte“, erklärte er. Die Krone besteht aus Weizenähren, die in diesem Jahr besonders gut ausgefallen seien. „Wir hatten super Frucht“, freute sich Brochhagen.

 

WERBUNG

Auch die Gruppen hatten sich wieder einiges für ihre Mottos einfallen lassen. Die Ernteweiber waren unter dem Motto „Leben wie es früher war, wir stricken mit Alpaka-Haar“ unterwegs. Die Idee dazu entstand bei einem Treffen auf dem Alpaka-Hof von Christiane Theisen in Morsbach – ein Alpaka hatte sich dabei kurzerhand mitten in die Runde gesellt und damit das Thema geliefert. Mit Spinnrad, Alpaka-Wolle und selbst gestrickten Tüchern ging es anschließend in den Umzug. Ein Gläschen Sekt half den Frauen zudem dabei, den Regen zu ertragen.

 

[Die Erntewiewer mit ihrem Motto „Leben wie es früher war, wir stricken mit Alpaka-Haar“ (Bild oben) und die „Freunde des Korns“ mit dem Klapperstorch und ihrem Motto „Freude gesät, Stimmung geerntet“ (Bild unten).]

 

Die „Freunde des Korns“ hatten unter dem Motto „Freude gesät, Stimmung geerntet“ einen Klapperstorch dabei. Damit wollten sie auf die vielen Kinder aufmerksam machen, die in diesem Jahr „geerntet“ wurden. Auch der DRK-Kindergarten „Schatzkiste“ war mit rund 30 Kindern und dem Motto „Kunterbunt und mittendrin, das Leben auf der Blumenwiese“ dabei. Die bunten Kostüme und gebastelten Blumen sollten zeigen, wie unterschiedlich und zugleich miteinander verbunden die Menschen sind.

 

[Bei der "Schatzkiste" geht es „Kunterbunt um das Leben auf der Blumenwiese“]

 

Musikalisch begleitet wurde der Zug vom Musikverein Lichtenberg, dem Musikzug Friesenhagen und dem Musikverein Holpe. Zugmoderator Manuel Puhl bezeichnete den diesjährigen Umzug als den bisher kleinsten in Lichtenberg. Für ihn steht die Veranstaltung dennoch für eine wichtige Tradition: „Dass man zusammen feiert von den Jüngsten bis zu den Ältesten und somit eine Gesellschaft am Leben hält ohne Hass und Neid.“ Trotz des Dauerregens zeigte sich auch in diesem Jahr, dass die Lichtenberger ihre Tradition nicht so schnell ins Wasser fallen lassen.

BILDERGALERIE

WERBUNG