NüMBRECHT
"Ohne sie wäre unsere Gesellschaft viel ärmer"
Nümbrecht - CDU Nümbrecht verleiht Bürgerpreis an die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde - NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Bodo Löttgen würdigten die ehrenamtliche Arbeit in ihren Reden.
Von Jan Weber
Es war ein gut gehütetes Geheimnis - zumindest bis sich die Türen in der Aula im Nümbrechter Schulzentrum öffneten, zwei Dutzend Männer und Frauen in Richtung Bühne schritten und Bodo Löttgen, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, den Gewinner des 15. Bürgerpreises des CDU-Ortsverbandes bekanntgab. Pandemiebedingt musste die Ehrung in den vergangenen beiden Jahren ausfallen, diesmal wurde die Auszeichnung an die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde verliehen. Neben Löttgen fand auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst als prominenter Gastredner lobende Worte für die Ehrenamtlichen.
[NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen.]
"Es sind oft dieselben Menschen, die helfen, organisieren und unterstützen. Sie stehen in großer Not für Fremde bereit - das ist eine Säule unseres guten Zusammenlebens. Es tut ihnen auch gut, ein einfaches Danke zu hören", erklärte Wüst. Er verglich die einzigartige Bereitschaft der Ehrenamtlichen mit den Helfern, die sich aktuell um Geflüchtete aus der Ukraine kümmern: "Wir haben auch eine ethnische Verantwortung anderen Menschen gegenüber." Der Bürgerpreis ist mit 500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr von einer Skulptur des Künstlers Hans Bulla ergänzt.
Die Nümbrechter Feuerwehr hat mehr als 200 Mitglieder. Die Einheiten Nümbrecht, Harscheid, Hömel, Marienberghausen, Oberelben, Winterborn und Bierenbachtal zählen über 180 aktive Frauen und Männer, die von 38 Nachwuchskräften unterstützt werden. "Wir waren ganz schön überrascht, freuen uns aber riesig. Es ist ein Motivationsschub für die Jugend und sicherlich eine starke Form der Anerkennung", sagte Wehrleiter Udo Müller.
"Wenn man sie ruft, dann lassen sie alles liegen und kommen sofort - das ist nicht selbstverständlich. Ohne sie wäre unsere Gesellschaft viel ärmer", befand Löttgen. Im Durchschnitt rückt die Wehr 206 Mal pro Jahr aus. Dabei sind technische Hilfsleistungen sowie Brandeinsätze die häufigsten Aufgaben. In Nümbrecht wurden dabei seit 2015 64 Menschen aus lebensgefährlichen Situationen gerettet.
KOMMENTARE
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Vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr profitieren wir alle. Ein wirklich würdiger Preisträger.
Volker Scholz, 22.04.2022, 09:51 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.
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