NüMBRECHT
Kirche und Glaube im Wandel
Nümbrecht –Klausurtagung der Rheinischen Kirchenleitung fand in Nümbrecht statt – Treffen mit dem Synodalvorstand des Kirchenkreises An der Agger.
Von Vera Marzinski
Die rheinische Kirchenleitung mit Präses Thorsten Latzel kam am vergangenen Wochenende zu ihrer Klausurtagung im Derichsweiler Hof in Nümbrecht zusammen. Dabei stand unter anderem auch ein Treffen mit dem Synodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger auf dem Programm. Es ging um Fragen wie „Was ist unser geistliches Profil?“, „Wie sind wir Kirche?“, „Warum sind wir Diakonie?“, „Wie stärken wir junge Menschen?“ und „Wie machen wir unsere Angebote in Seelsorge, Musik, Glauben erleben und Jugendarbeit noch sichtbarer?“ Präses Latzel betonte: "Wir hören und lernen viel von diesem Besuch."
In der gemeinsamen Andacht in der Evangelischen Kirche Nümbrecht begrüßte Skriba Andreas Spierling, Pfarrer der Kirchengemeinde Lieberhausen-Bergneustadt, die Gäste der Rheinischen Kirchenleitung und den KSV. Bevor Assessor Dr. Oliver Cremer, Pfarrer der Kirchengemeinde Rosbach, den Segen sprach, ging Superintendent Michael Braun auf die theologische Vielfalt der 21 Kirchengemeinden des Kirchenkreises ein. Dies sei etwas Wunderbares und Besonderes, erklärte Braun. Zugleich gelte es, „zukunftsweisend zu investieren, immer wieder zu wagen, immer wieder zu tun - auch wenn da etwas schiefgehen kann.“
Braun macht den Gemeinden Mut, Neues auszuprobieren. So ist die Stelle von Anneke Ihlenfeldt – zunächst auf der Sommersynode 2024 als Pfarrerin für „Kirche auf dem Markt“ eingeführt - für besondere Projekte angelegt. Im Rahmen des landeskirchlichen Programms „Erprobungsräume“ wurde die Stelle, die mit mehr als 100.000 Euro gefördert wird, als besonders förderungswürdig eingestuft und umbenannt in „Segen An der Agger“.
Seit sieben Jahren fördert die Evangelische Kirche im Rheinland Initiativen, die neue Formen von Kirche- und Gemeindesein entwickeln. 2026 schließt sie sich der bundesweiten Aktion „Einfach heiraten“ an - diese Aktion fand im Kirchenkreis An der Agger bereits vergangenes Jahr in Gummersbach statt. In diesem Jahr soll es in mehreren Kirchen möglich sein. Zudem initiierte Ihlenfeldt die „Tage mit Goldstrand“ oder auch die „Vesperkirche“ in Wiehl.
Inhalt des Austauschs am Freitag war vor allem das „Geistliche Profil der Kirchengemeinden“ im ländlichen Kirchenkreis An der Agger, der in der rheinischen Kirche mit seinen 34 Kreisen als besonders vielfältig gilt. Der Kirchenkreis An der Agger gilt zudem als beispielhaft innovativ mit der schnellen Umsetzung des Pfarrstellenkonzepts 2030 und der Verwaltungsstrukturreform.