NüMBRECHT

Kommunale Wärmeplanung: Junges Gasnetz ein großes Plus

Red; 24.09.2026, 16:42 Uhr
Oberberg Aktuell
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Kommunale Wärmeplanung: Junges Gasnetz ein großes Plus

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Red; 24.09.2026, 16:42 Uhr
Nümbrecht - Zwischenergebnisse wurden im Gemeindeentwicklungsausschuss vorgestellt.

Wie kann die Wärmeversorgung in Nümbrecht langfristig klimaneutral, verlässlich und wirtschaftlich gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Nümbrecht. Die BMU Energy Consulting stellte jetzt die aktuellen Zwischenergebnisse in öffentlicher Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses vor. Der Abschlussbericht soll bis Ende des Jahres vorliegen.

 

Die Wärmeplanung betrachtet einen langen Zeitraum bis zum Jahr 2045. In den kommenden Jahren werden sich Technologien, gesetzliche Rahmenbedingungen, Energiepreise und das Verbrauchsverhalten weiterentwickeln. Welche Lösungen sich langfristig technisch und wirtschaftlich durchsetzen, lässt sich deshalb heute nicht verlässlich vorhersagen, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde zum Thema.

 

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Nümbrecht verfüge über eine gute Ausgangslage. Das Gasnetz der Gemeindewerke Nümbrecht (GWN) sei vergleichsweise jung. Die aktuelle Gasnetzstrategie sieht einen Weiterbetrieb bis 2045 vor. "Nach heutigem Stand sind aufgrund des Alters und Zustands des Netzes keine grundlegenden Erneuerungsinvestitionen allein aufgrund des Netzzustands erforderlich, um diesen Zeitraum zu erreichen." Damit bestehe in Nümbrecht derzeit kein unmittelbarer technischer Handlungsdruck durch ein überaltertes Gasnetz. Dieser zeitliche Spielraum ermögliche es der Gemeinde und den Gemeindewerken, die weitere Entwicklung zu beobachten und größere Investitionsentscheidungen auf eine möglichst belastbare Grundlage zu stellen.

 

Da das Gasnetz weiterbetrieben werden soll, ergebe sich für Bürgerinnen und Bürger derzeit kein netzbedingter Zwang, bestehende Gasanschlüsse kurzfristig aufzugeben. Individuelle Entscheidungen über eine zukünftige Wärmeversorgung hingen jedoch von weiteren Faktoren ab, darunter der Zustand der eigenen Heizungsanlage, die Entwicklung der Energiepreise und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Welche Versorgungsform im Einzelfall langfristig wirtschaftlich ist, lasse sich daher heute nicht pauschal beantworten.

 

Für Gemeinde und GWN bedeutet dies: Funktionierende Infrastruktur wird sinnvoll weiter genutzt. Gleichzeitig werden technische, wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen fortlaufend bewertet. So sollen Investitionen zum richtigen Zeitpunkt erfolgen und langfristige Fehlentscheidungen vermieden werden.

 

Bis Ende des Jahres werden die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen in der kommunalen Wärmeplanung zusammengeführt. Sie soll der Gemeinde, den Gemeindewerken sowie den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung für die langfristige Entwicklung der Wärmeversorgung geben. Die kommunale Wärmeplanung sei dabei kein einmalig festgelegter Fahrplan bis zum Jahr 2045. Sie müsse regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. 

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