NüMBRECHT
Open-Air-Sommernacht mit dem Musikverein Heddinghausen
Nümbrecht - Anlässlich der dritten Musiknacht verwöhnte der Musikverein Heddinghausen seine Gäste mit einer XXL- Musiksession auf dem Areal in der „Kämpchensgasse“.
Von Ute Sommer
Bis zuletzt stand die Durchführung des Open-Air Events „Heddinghausener Musiknacht“ hart auf der Kippe, doch bekam das bis dato miese Wetter kurzfristig die Kurve und der informellen Zusammenkunft von Familien, Freunden und Nachbarn des Musikvereins Heddinghausen stand nichts im Wege. Mit großer Bühne, Sitzgelgeenheiten und Snack-Stationen hatten die Gastgeber das wald-umstandene Gelände hinter ihrem Vereinsheim in eine stimmungsvolle Sommernachts-Arena verwandelt, die das Musikerlebnis auf „natürliche“ Art unterstrich. Dem natürlichen Bewegungsdrang kleiner Gäste kamen Hüpfburg, Kickertisch und Spielplatz entgegen, bildeten so ein Generationen-Gesamtangebot, das Gästen jeglichen Alters eine entspannte Auszeit vom Alltag versprach.
[„Es ist ein Auftritt für unser eigenes Publikum“. Das Format „Musiknacht“ mochte Dirigent Ewald Metzger als Dankeschön an Familien, Freunde und Anwohner in Heddinghausen verstanden wissen.]
Bei Kaffee und Kuchen startete die „Nacht“ ab dem Nachmittag mit dem Auftritt des Jugendorchesters, dessen 35 Mitglieder rund 90 Minuten lang einen abwechslungsreichen Mix berühmter Disney-Filmmusiken und aktuellen Chart-Hits servierten. „Sie sollen heute spielen, worauf sie Spaß haben“, betonte deren langjähriger Dirigent Marco Fischdick die Intention hinter der Setlist mit „Happy“, „Fireworks“ und „Sophia“. Ab dem frühen Abend gehörte die Bühne den rund 70 Instrumentalisten des Konzertorchesters, unter Leitung von Ewald Metzger, die für ihre Zuhörer eine attraktive Programmfolge aus klassischen Klängen, Märschen, Polkas und Unterhaltungsmusik zusammengestellt hatten.
Die Klangfarben des weit gefassten Repertoires changierten zwischen episch monumental, mitreißend und anregend bis hin zu emotional, anrührend und beseelt, bekamen durch Instrumentalsoli von Trompete, Saxophon oder Posaunen besondere Akzente verliehen. Hatte das Ensemble mit Vortragsstücken wie „How to train your dragon“, dem „Godfather of Seville“, „Klar zum Gefecht“, den Frank Sinatra-Classics oder dem „Song for Lea“ für vielbejubeltes, aber eher passives Hörerlebnis gesorgt, stellte das Orchester nach der Pause seine Show-Qualität unter Beweis und involvierte das Publikum in den Abend. Schunkel- und Mitsingpotentiale der Zuhörer aktivierte der ehemalige Dirigent und heutige Musikvereins-Allrounder Thomas Schäfer, als Gesangssolist beim Bläck-Föös-Ohrwurm „Drink doch ene met“.
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[Die Spielfreude der Musiker kam beim Publikum gut an.]
Sein Mikro verweigert kurzfristig den Dienst? Nur ruhig Blut, der rund 200 Stimmen umfassende Background-Chor hat derweil die Stimmen geölt und füllt die Lücke mit Leichtigkeit. Ein zwischenzeitlich angestimmtes „Prosit auf die Gemütlichkeit“ leitet solchermaßen geschmeidig über zum 70-er Medley mit „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“, „Mendocino“ und zum Costa Cordalis-Klassiker “Anita“. Das allseits bekannte Volkslied „Dem Land Tirol die Treue“ wird garniert mit Jodlern und Klatschmarsch und während der langsam hereinbrechenden Dunkelheit sorgen farbige Lichtspots für zusätzlich heimeliges Ambiente.
Als weitere Gesangssolisten mit Hits von Nena, Pur, Udo Jürgens und Helene Fischer nehmen die Orchestermitglieder Kathi Seimen, Louisa Schulte, André Schmidt und Hanna Schrüllkamp das Publikum gesanglich an die Hand und die XXL-Musiknacht wird zum Selbstläufer. Einen Gänsehaut-Schlusspunkt hinter einen wirklich unterhaltsamen musikalischen Sommerabend setzte die hymnische Komposition der „Highland Cathedral“.

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