NüMBRECHT

Vier Männer, eine Mission: „Mer mache üch bekloppt!“

ad; 01.03.2026, 10:15 Uhr
Fotos und Video: Michael Kleinjung --- Rauschende Fete zum zehnjährigen Bestehen von „StockBrot“ - und die Fans feierten ihre Band.
NüMBRECHT

Vier Männer, eine Mission: „Mer mache üch bekloppt!“

ad; 01.03.2026, 10:15 Uhr
Nümbrecht - Ihr zehnjähriges Bestehen feierten die oberbergische Band „StockBrot“ in der ausverkauften Homburger Papiermühle mit einer Riesensause für Fans und Freunde.

Von Astrid Deckers

 

„Wir sind völlig begeistert. Die 400 Karten waren so rasch weg, dass selbst unsere Familienmitglieder nur mit ganz viel Glück noch welche ergattern konnten,“ berichtet Schlagzeuger Philipp Blum und strahlt bei diesen Worten übers ganze Gesicht. Im Jahr 2016 auf dem Weihnachtsmarkt in Reichshof-Mittelagger gegründet, können die vier Musiker von „StockBrot“ auf erfolgreiche zehn Jahre zurückblicken. Vom kleinsten Bühnenauftritt mit gerade mal 15 Personen auf einer Garagenparty bis hin zum Rathaus Open Air in Bergneustadt im vergangenen Jahr, bei dem 4-000 Zuschauer der Band zujubelten, war alles dabei.

 

[Voller Körpereinsatz war bei so vielen „Hands up“- Songs Pflichtprogramm für die Anwesenden.]

 

Auch an den allerersten Bühnensong erinnert sich Blum: „Das war ‚Der Bofrost Mann‘ von den ‚Toten Hosen‘“. Seit zehn Jahren trinken die Bandmitglieder als festes Ritual ein Gläschen Eierlikör vor jedem Auftritt. Mehr gibt es nicht, da Phillip Hund (Harmonika), Torsten Klawunder (Gitarre), Benni Gries (Technik) und Philipp Blum aus weit verstreuten Orten auch außerhalb Oberbergs kommen und nach den rund 30 Konzerten pro Jahr fahrtauglich sein müssen.

 

Mit „Meinschu“, alias Guido Schuster und Oliver Meinhold, hatten die Jungs von „StockBrot“ eine Vorband engagiert, die als Garant für gute Stimmung bekannt ist und diesem Ruf auch in der Papiermühle mehr als gerecht wurde. Akustische Coversongs bereiteten die Feierlustigen bestens auf den Jubiläumsauftritt des Main Events vor. Als sich der von leisen Tönen geprägte Auftritt mit Prince „Purple Rain“ zu Ende neigte, waren alle startklar für das Feuerwerk an guter Laune, dass sie nun erwartete.

 

 

Mit einem Einmarsch quer durch die Halle bis zur Bühne präsentierten sich die vier Musiker ihren Fans so, wie diese sie lieben und schätzen, hautnah und zum Anfassen. Mit den Worten: „Herzlich Willkommen zu zehn Jahren Wahnsinn. Wir sind vier Männer auf einer Mission, mer mache üch bekloppt!“ begann die Reise durch mehrere Jahrzehnte Partymusik. Ob es sich dabei um kölsche Lieder wie beispielsweise Kasallas „Stadt mit K“, dem Neue- Deutsche-Welle-Tribut mit unter anderem Nenas „Nur geträumt“ oder anderen deutschen Songs wie „Kompliment“ von „Sportfreunde Stiller“ handelte, das Publikum bewies lautstark seine Textfähigkeit beim Mitsingen, selbst in den Strophenbereichen. Die unglaubliche Bandbreite der gecoverten Stücke zeigte sich auch und gerade bei fremdsprachiger Musik wie Ricky Martins „Livin’ la Vida Loca“.


WERBUNG

Mit Marius Blum betrat kurzzeitig ein Gründungsmitglied die Bühne, dass sich unglaublich freute, „alte Wegbegleiter wiederzusehen“. Da wundert es nicht, dass er mit „Altes Fieber“ ein Lied der toten Hosen intonierte, in dem an frühere Zeiten erinnert wird.

 

[Mit solch einer Fan-Base wie der ihren können die Jungs von „StockBrot“ entspannt den nächsten zehn Jahren entgegensehen.]

 

Ein wesentliches Charakteristikum der Band ist neben ihrer musikalischen Vielfalt auch ihre Nähe zum Publikum, was sich auch an ihren Fan Gruppierungen erkennen lässt. So gibt es beispielsweise die „StockBrot Freunde“ und die „StockBrot Ultras“. Peter Jelitte aus Reichshof lernte die Musiker 2019 kennen und lieben. Anlässlich seines 50. Geburtstags hatte seine Frau „Stockbrot“ verpflichtet und nach deren Auftritt im Dorfhaus in Oberagger gründete sich die Fangruppe „Stockbrot Ultras“. Die Gruppe wächst stetig und reist seitdem jährlich zu zahlreichen Auftritten von „Stockbrot“. Die Ultras unterstützen die Band, weil „sie handgemachte Livemusik machen, die nicht fehlerfrei ist und wo auch mal ein Akkord falsch gegriffen wird. Aber genau das macht sie aus und sie kriegen danach immer wieder die Kurve und weiter geht’s. Die sind so nah am Publikum, mehr geht nicht.“

 

Wie nah die Band ist, konnte jeder Besucher auch am Samstag in der Papiermühle erkennen, unmittelbar am Eingang stand eine Box, in die man einen Zettel mit seiner Anschrift einwerfen konnte, um ein Wohnzimmerkonzert von „StockBrot“ am 14. November gewinnen zu können. Da erstaunt es nicht, dass die Karten zum Jubiläumsgig so schnell vergriffen waren und die Feier von Bandmitgliedern und Fans in der Papiermühle noch lang über den offiziellen Auftritt hinaus weiterging.

BILDERGALERIE

WERBUNG