OBERBERGISCHER KREIS

Die BWO Bomig feiert 15. Geburtstag

Leser, 29.08.2021, 09:00 Uhr
Foto: BWO/Fenja Jansen --- Standortleiter Johannes Wester (li.), BWO-Geschäftsführer Jens Kämper (2. v. li.) und Standortleiter Alfred Schoger (3. v. re.) mit Mitarbeitern und Beschäftigten der BWO Bomig.
OBERBERGISCHER KREIS

Die BWO Bomig feiert 15. Geburtstag

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Leser, 29.08.2021, 09:00 Uhr
Wiehl – Um den Bedarf an Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung zu decken, eröffnete die BWO 2006 einen dritten Standort.

Mit der BWO Bomig feiert der jüngste Standort der Behinderten Werkstätten Oberberg seinen 15. Geburtstag. Bei der Eröffnung am 7. August 2006 arbeiteten dort 70 Menschen mit Beeinträchtigung und zwölf hauptamtliche Mitarbeiter. Heute sind es 190 Beschäftigte und 40 hauptamtliche Kräfte. Diese rasante Entwicklung zeigt den ungebrochenen Bedarf an Arbeitsplätzen für Menschen mit Handicap, durch den sich die BWO von einer kleinen Werkstatt, die anfänglich sieben Mitarbeiter beschäftigte, zur größten Reha-Einrichtung für erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung im Oberbergischen Kreis entwickelte.

 

Als die BWO 1972 in Wiehl-Faulmert eröffnete, war die Einsicht, dass Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung einer Beschäftigung nachgehen können und wollen noch neu. Sie setzte sich durch, die BWO wuchs. Schon 1985 wurde in Morsbach-Lichtenberg eine zweite Filiale eröffnet. Der Faulmerter Standort wurde über die Jahre immer wieder erweitert. Dennoch zeichnete sich ab, dass man den Bedarf an Arbeitsplätzen langfristig nicht decken kann. So entschlossen sich die Geschäftsleitung der BWO und der Vorstand des Vereins zur Förderung und Betreuung behinderter Kinder Oberbergischer Kreis, Gründer und Hauptgesellschafter der BWO, auf die Suche nach einem neuen Standort zu gehen.

 

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Gefunden wurde dieser im Industriegebiet Bomig. Hier errichtete man das neue Gebäude nach Entwürfen des Architekten Ralf Rother auf dem ehemaligen Gelände des Bauunternehmens Otto Adolphs. Die Leitung des Standorts übernahm Alfred Schoger. Für die Planung und Umsetzung zeichneten der damalige BWO-Geschäftsführer Dietmar Groß, der Werkstattleiter Klaus Bartscht sowie der Vereinsvorsitzende Klaus Pütz verantwortlich. Maßgeblich beteiligt an der Realisierung war auch Johannes Wester, heutiger Leiter des Standortes Faulmert. „Die Entscheidung, in ein Industriegebiet zu gehen, erweist sich bis heute als goldrichtig“, so BWO-Geschäftsführer Jens Kämper. Durch die gute Anbindung an die Autobahn und Schnellstraße ist der Standort nicht nur für die Kunden, sondern auch für seine Beschäftigten gut erreichbar. Diese kommen aus den zentralen Bereichen von Wiehl sowie Gummersbach und Marienheide. Durch die Bushaltestelle direkt vor der Tür können einige von ihnen problemlos auch selbstständig anreisen.

 

Mit den zusätzlichen 120 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung, die der neue Standort bot, sah man sich gut gerüstet. Die Wäscherei und Schlosserei zogen von Faulmert nach Bomig und erhielten mit dem zusätzlichen Platzangebot auch neue Möglichkeiten. Doch als 2014/2015 die Küche am Standort Faulmert erweitert wurde, wodurch drei Gruppenräume wegfielen und die Gruppen nach Bomig ziehen mussten, reichte auch hier der Platz nicht mehr. Für die entsprechenden Gruppen wurden freie Räume im Werk von KABE Labortechnik angemietet, das sich gegenüber der BWO Bomig befindet. Dabei war klar, dass es sich hier nur um eine Notlösung handeln konnte.

 

Mit dem Kauf und der Sanierung der ehemaligen Hallen der Firma StrikoWestofen, direkt zwischen BWO-Verwaltung und der BWO-Bomig gelegen, konnten die drei Gruppen im Jubiläumsjahr 2021 wieder „nach Hause" geholt werden. Gleichzeitig machte man den Standort fit für die Zukunft, da nach der Sanierung noch freie Gruppenräume zur Verfügung stehen. 

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