OBERBERGISCHER KREIS

Blutspende im Oberbergischen Kreis unter Druck: Es fehlen Spender und Ehrenamtliche

ANZEIGE; 09.10.2026, 06:00 Uhr
Foto/Video: Deutsches Rotes Kreuz.
OBERBERGISCHER KREIS

Blutspende im Oberbergischen Kreis unter Druck: Es fehlen Spender und Ehrenamtliche

ANZEIGE; 09.10.2026, 06:00 Uhr
Oberberg - Weniger Blutspenden, weniger Helfer, weniger Termine – Rotes Kreuz sucht dringend Unterstützung.

Die Blutspende im Oberbergischen Kreis steht zunehmend unter Druck. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Blutspenderinnen und Blutspender deutlich zurückgegangen: Wurden 2015 noch 17.627 Menschen bei den Blutspendeterminen des Roten Kreuzes begrüßt, waren es 2025 nur noch 14.335. Das entspricht einem Rückgang von knapp 19 Prozent.

 

Gleichzeitig fehlt es zunehmend an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die gemeinsam mit den hauptamtlichen Teams des DRK-Blutspendedienstes die Blutspendetermine vor Ort möglich machen. Damit trifft der demografische Wandel die Blutspende gleich doppelt: Es fehlen Menschen, die Blut spenden – und Menschen, die sich ehrenamtlich für die Blutspende engagieren.

 

Die Auswirkungen zeigen sich bereits bei den Blutspendeterminen in der Region. Wo ehrenamtliche Unterstützung fehlt, können teilweise deutlich weniger Blutspendeaktionen angeboten werden. Weniger Helferinnen und Helfer bedeuten damit unmittelbar auch weniger Möglichkeiten für die Menschen vor Ort, Blut zu spenden.

 

Blutspende braucht Menschen – auch hinter den Kulissen

 

Das Rote Kreuz sucht deshalb dringend Menschen, die sich vorstellen können, die Blutspende in ihrer Region ehrenamtlich zu unterstützen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Ehrenamtliche helfen bei der örtlichen Werbung, begrüßen und begleiten die Blutspenderinnen und Blutspender, unterstützen bei der Anmeldung oder kümmern sich nach der Spende um Betreuung und Verpflegung.

 

Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Gesucht werden Menschen, die etwas Zeit investieren und sich für eine Aufgabe engagieren möchten, die unmittelbar zur medizinischen Versorgung in der Region beiträgt.

 

„Blutspendetermine funktionieren nur, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Wir brauchen diejenigen, die Blut spenden – aber genauso die Ehrenamtlichen, die dafür sorgen, dass wir diese Termine überhaupt vor Ort anbieten können. Beides ist für eine sichere Patientenversorgung unverzichtbar.“

 

Wer sich vorstellen kann, das Rote Kreuz bei der Blutspende ehrenamtlich zu unterstützen, kann sich unverbindlich beim DRK-Kreisverband Oberbergischer Kreis e.V. unter Tel.: 02264/20 13 429 oder mail@oberberg.drk.de informieren.

 

[Was für Recklinghausen gilt, ist auch in Oberberg zu erkennen: Es gibt zu wenige Blutspender und ehrenamtliche Helfer.]

 

Jede Blutspende zählt

 

Blut wird jeden Tag benötigt – beispielsweise bei der Behandlung von Krebserkrankungen, bei großen Operationen, nach schweren Unfällen oder bei chronischen Erkrankungen. Eine einzige Blutspende kann dabei bis zu drei schwerkranken oder verletzten Menschen helfen.

 

Gleichzeitig lassen sich Blutpräparate nicht unbegrenzt bevorraten. Einige Bestandteile des gespendeten Blutes sind nur wenige Tage haltbar. Deshalb kommt es darauf an, dass kontinuierlich ausreichend Menschen zur Blutspende kommen.

 

Blut spenden kann grundsätzlich jede gesunde Person ab 18 Jahren. Zur Blutspende ist ein gültiges amtliches Ausweisdokument mitzubringen.

 

Termine finden und Blutspende planen

 

Alle aktuellen Blutspendetermine im Oberbergischen Kreis sowie Informationen rund um die Blutspende gibt es kostenfrei unter 0800 11 949 11 und auf blutspende.jetzt.

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