OBERBERGISCHER KREIS
Hinter dem Bergneustädter Heimatmuseum verbirgt sich viel Gutes
Oberberg – Ab sofort gibt es wieder den Lions Adventskalender, und der guten Tradition folgend, wurde er im Beisein von Landrat Klaus Grootens vorgestellt.
Von Katja Pohl
Da gibt es ein paar nüchterne, aber beeindruckende Zahlen, hinter denen sich viel Engagement verbirgt, viel ehrenamtlicher Einsatz und viel Sorge um die Vereine und Institutionen in der Region: Den Lions Adventskalender, diesmal federführend auf den Weg gebracht von den Mitgliedern des Lions Club Gummersbach-Aggertal, gibt es jetzt zum 22. Mal. Er erscheint in einer Auflage von 8.000 Stück, kostet nach wie vor fünf Euro und kann bis zum 28. November erworben werden. Er zeigt das Bergneustädter Heimatmuseum, fotografiert von Dr. Uwe Wintersohl, Mitglied der Lions.
Jeder Kalender trägt oben links eine Nummer, die gewissermaßen die Losnummer darstellt. In der Adventszeit wird täglich eine Nummer gezogen, die einen der Gewinne, die hinter den Türchen stecken, bekommt. Welche Nummer gezogen wurde, wird anschließend im Internet veröffentlicht. 200 Gewinne im Wert von insgesamt 21.000 Euro werden dieses Jahr dank der zahlreichen Sponsoren verlost. Der Gesamterlös aus mehr als 20 Jahren beträgt rund 700.000 Euro, 2025 brachte die Aktion allein 32.000 Euro ein, die weitergegeben werden konnten. Der Lions Adventskalender ist eine Kooperation der Lions-Clubs Aggertal, Gummersbach und Oberberg.
[So schön sieht das Bergneustädter Heimatmuseum im Schnee aus - Ulrich Roesner, Past Präsident der Lions Gummersbach-Aggertal zeigt den neuen Adventskalender mit einem Foto von Dr. Uwe Wintersohl.]
Soweit zu den Fakten, die aber das eigentliche Herz des Adventskalenders so gar nicht recht erfassen können. Denn die Aktion kommt in jedem Jahr mehreren Vereinen oder Institutionen zugute. Wer in den kommenden Wochen den Kalender kauft, unterstützt den Gummersbacher Verein nina + nico – Verein zur Beratung von Kindern, jungen Menschen und Frauen, Lebensfarben – Hilfe für Kinder und Jugendliche aus Wiehl, den Trägerverein der Schülersternwarte in Waldbröl, Initiativkreis Schnörringen Telescope Science Institute (STScI) und Helfende Hände – Nick & Co. unter dem Dach der Waldbröler Ursula Barth Stiftung.
Traditionell fällt der Startschuss für den Verkauf der Adventskalender in der Region im Kreishaus im Beisein des Landrates. So begrüßte Klaus Grootens jetzt Past Präsident Ulrich Roesner und Vizepräsident Utz Walter vom Lions Club Gummersbach-Aggertal sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zuwendungsempfänger. Klaus Grootens freute sich, dass allein 157 Kalender im Kreishaus bei den Mitarbeitenden verbleiben. Und er betonte, wie wertvoll die Arbeit der Menschen sei, die in Oberberg Gutes für andere tun, sich ehrenamtlich für- und miteinander engagieren. „In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Unterstützung von Projekten für Kinder und Jugendliche“, erläuterte der Landrat, bevor die Empfängerinnen und Empfänger der Spenden sich vorstellten.
Lucia Gröger und Leon Advena waren als Vertreter des Schnörringer Initiativkreis nach Gummersbach gekommen. Lucia Gröger sagte: „Die Schülersternwarte ist ein außerschulischer Lernort, der bei jungen Menschen das Interesse an den Naturwissenschaften wecken möchte“, und berichtete, sie sei als Schülerin selbst gerne in der Sternwarte gewesen, studiere heute im Bereich Naturwissenschaften. Monica Weispfennig und Dagmar Steinmann vom Verein nina + nico, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feierte, betonten, ihnen sei das Thema Prävention ungemein wichtig. Monica Weispfennig berichtete: „Internet, Smartphones und soziale Netzwerke haben ganz neue Räume für Gefährdungen von Kindern geschaffen. Wir möchten die Zuwendung des Lions Club für Präventionsarbeit an Grundschulen nutzen.“
Sandra Karsten, Geschäftsführerin von Lebensfarben, stellte den Verein vor, der junge Menschen mit einem psychisch erkrankten Elternteil oder einer belastenden familiären Lebenssituationen unterstützt. „Wir möchten mit der Spende unsere Kinder- und Jugendgruppe weiterführen. In der Gruppe spüren die Teilnehmenden, dass sie nicht allein sind, mit ihren Nöten ernst genommen werden.“ Als Vertreterin von Helfende Hände war Bettina Hühn ins Kreishaus gekommen. „Familien mit schwerkranken Kindern werden von uns finanziell oder bei der Anschaffung von Hilfsmitteln unterstützt, um ihnen wieder ein Stück Freude und Lebensqualität zu schenken. Denn jedes Kind verdient Hoffnung.“
Die Verkaufsstellen
Gummersbach: Hubertus Apotheke, Rosen Apotheke, Sparkasse, Sportstudio Just More/Wellcome, Agger Apotheke, Medica Apotheke (beide Dieringhausen), Schwarzenberger Hof (Dümmlinghausen)
Bergneustadt: Alte Apotheke, Sparkasse
Marienheide: Gärtnerei Müller, Obst & Gemüse Rauin
Nümbrecht: Sparkasse
Wiehl: Sparkasse
Engelskirchen: Tanzzentrum Kasel