OBERBERGISCHER KREIS
Hochwasserportal: Weitere Stadtseiten sind online
Oberberg – Wupperverband veröffentlicht detaillierte Darstellung für Hochwasser-Hotspots in Wipperfürth und Hückeswagen.
Seit 2017 stellt der Wupperverband Informationen über Pegelstände, Talsperrenfüllung und Niederschläge sowie Situationsanalysen und Prognosen kostenfrei in seinem Hochwasserportal für alle Interessierten bereit. Die Darstellung der wasserwirtschaftlichen Informationen wird kontinuierlich optimiert. Mit einer stärker regionalisierten Darstellung für besondere Hotspots erfolgte nun ein weiterer Schritt. Auf Stadt- bzw. Stadtteilseiten können gezielt Informationen für besonders betroffene Ortslagen aufgerufen werden.
In einem ersten Schritt hatte der Wupperverband im letzten Jahr solche Stadtteilseiten für Wuppertal-Beyenburg, Solingen-Unterburg und Leichlingen umgesetzt. Inzwischen sind auch die Seiten Wipperfürth und Hückeswagen für das obere Wuppergebiet sowie Wuppertal-Kohlfurth und Leverkusen-Opladen für das untere Wuppergebiet freigeschaltet.
Die Seiten sind auf der Startseite des Hochwasserportals zu finden.
Auf jeder Stadt- bzw. Stadtteilseite ist eine Darstellung mit einer Abstufung in Ampelfarben zu sehen. Sie zeigt für den jeweiligen Pegel den aktuellen Status und als Pfeil eine Tendenz – steigend oder fallend. Grün bedeutet Normalbetrieb, gelb bedeutet erhöhte Aufmerksamkeit und rot Hochwassergefährdung. Der Bereich enthält zusätzlich eine Information über die Talsperrensteuerung, zum Beispiel ob die Abgabe aus der jeweiligen Talsperre sinkt, konstant bleibt oder steigt.
Die Ampeldarstellung findet sich nun auch in dem Diagramm des Pegelstands wieder. So können die Nutzerinnen und Nutzer auf den ersten Blick erkennen, ob die Situation unkritisch ist (grün), ob erhöhte Aufmerksamkeit gefordert ist (gelb) oder eine Hochwassergefährdung besteht.
„Als Fachinstitution und Talsperrenbetreiber meldet der Wupperverband Auffälligkeiten, zum Beispiel steigende Pegelstände in Gewässern oder erhöhte Abgaben aus Talsperren, an die Verantwortlichen des örtlichen Katastrophenschutzes. Er unterstützt mit seinen Fachkompetenzen und seiner Lageeinschätzung sowie mit automatisierten Meldungen (Pegelstände, Talsperrenabgaben) die Verantwortlichen in den Kommunen und Kreisen, zum Beispiel Feuerwehren, Wasserbehörden, Ordnungsamt, Krisenstab“, teilte der Wupperverband mit.
Die Warnung der Bevölkerung im Fall von Hochwasser obliegt dann den Organisationen des Katastrophenschutzes von Kommunen und Kreisen.
Die Bereitstellung von Informationen über das Hochwasserportal ist ein Baustein im Handlungsfeld „Information, Kommunikation und Meldeketten“. Darin sind bereits viele Optimierungen für den Informationsaustausch mit dem Katastrophenschutz umgesetzt, wie die Festlegung von Meldegrenzen für Pegelstände und Talsperrenabgaben, automatisierte Meldungen, Hochwasserpässe für die Mitgliedskommunen und ein Videokanal zur schnellen Absprache zwischen Wupperverband und Einsatzkräften im Hochwasserfall.
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