OBERBERGISCHER KREIS
Kaj Andrys gewinnt mit knappem Vorsprung
Oberberg – Der elfte Rhetorik-Wettbewerb der oberbergischen Rotary-Clubs fand in Wipperfürth statt.
Der elfte Rhetorik-Wettbewerb der Rotary Clubs Wipperfürth-Lindlar/Romerike Berge, Gummersbach, Gummersbach-Oberberg, Wiehl-Homburger Land und des Rotaract Clubs Oberberg fand im St.-Angela-Gymnasium in Wipperfürth statt. Vor zahlreichen Zuschauern präsentierten die zehn Teilnehmer aus den gymnasialen Oberstufen oberbergischer Schulen ihre Beiträge einer neunköpfigen Jury unter der Moderation von Cornelia Rebbereh vom RC Wipperfürth-Lindlar/Romerike Berge. Die Jury aus je zwei Mitgliedern der ausrichtenden vier Rotary Clubs und einem Mitglied des Rotaract Clubs Oberberg bewertete nach einer Vielzahl von Kriterien Präsentation und Inhalt der Vorträge und legte großen Wert auf die freie Rede. Bei den Beiträgen wurde darauf geachtet, ob das Thema beherrscht und die Inhalte sachlich korrekt ausgedrückt wurden.
Die Schüler sollten auf ihre Argumentation, Emotionalität und Überzeugungskraft achten und diese richtig einsetzen. Ebenso wurden der Einsatz von Körperhaltung, Originalität des Vortragsstils und von Lautstärke, Tempo und Pausen der Redebeiträge bewertet. Im ersten Teil trugen die Teilnehmer in maximal acht Minuten ein selbstgewähltes Thema vor. Die Themen reichten von „Wachstum von Incel-Communities im Zeitalter sozialer Medien“ über „Rechtsextremismus und Stille“ und kritischer Betrachtung unseres Schulsystems bis hin zu Themen wie „Graffiti – ein Spannungsfeld zwischen Kunst und Sachbeschädigung“, die Übernahme von Verantwortung und die Erwartungshaltung der Gesellschaft. In zwei weiteren Beiträgen wurden das Für und Wider einer Wehr-/Zivildienstpflicht und zur Umsetzbarkeit einer Altersbeschränkung beim Zugang zu Social Media vorgestellt.
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[Die Teilnehmer mit Jurymitgliedern und Moderatorin des Wettbewerbs.]
In der Beratungspause der Jury präsentierten Musiker des St.-Angela-Gymnasiums ausgewählte Stücke. Anschließend wurden die drei Teilnehmer der Finalrunde bekanntgegeben. Im zweiten Teil durften sie zu einem zugelosten Thema in einer zweiminütigen Stegreifrede ihr rednerisches Talent unter Beweis stellen.
Den dritten Platz errang Vincent Loth mit seiner Rede zum Thema „Erwartung – oder Ich?“ und seiner Stegreifrede zum Thema „Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert“, Zweiter wurde Tjark Behrends mit seiner Rede zum Thema „Rechtsextremismus und Stille“ und der Stegreifrede zum Thema „Nur Persönlichkeiten bewegen die Welt, niemals Prinzipien“. Kaj Andrys konnte mit seiner Rede zum Thema „Wehrpflicht – Gefährdung VON oder Weg ZUR Freiheit“ und der Stegreifrede zum Thema „Die Revolution ist die erfolgreiche Anstrengung, eine schlechte Regierung loszuwerden und eine schlechtere zu errichten“ überzeugen und gewann den Wettbewerb mit knappem Vorsprung.
Die Sieger erhielten Geldpreise und alle Teilnehmenden eine Teilnehmerurkunde und einen Buchgutschein als Geschenk. Zudem werden die beiden Erstplatzierten das Oberbergische im Juni beim Distriktfinale der regionalen Rhetorikwettbewerbe vertreten. Den mit 500 Euro dotierten Schulpreis zur Förderung kommunikativer Fähigkeiten Schüler nahm Nadine Heidelberg für das St.-Angela-Gymnasium entgegen.