OBERBERGISCHER KREIS

Oberberg: Mehrfachstraftäter nach Afghanistan abgeschoben

Red; 29.04.2026, 12:16 Uhr
OBERBERGISCHER KREIS

Oberberg: Mehrfachstraftäter nach Afghanistan abgeschoben

Red; 29.04.2026, 12:16 Uhr
Oberberg – Der in Hückeswagen lebende 26-Jährige wurde gestern im Rahmen einer Sammelabschiebung in sein Heimatland zurückgeführt – Der Mann saß wegen diverser Straftaten im Gefängnis.

Am gestrigen Dienstag hat die Ausländerbehörde des Oberbergischen Kreises in Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesbehörden sowie den zuständigen Ministerien einen afghanischen Straftäter im Rahmen einer Sammelabschiebung in sein Heimatland abgeschoben. Dies teilte die Kreisverwaltung am Mittwoch mit.

 

Der 26-Jährige war im Zuge seines Asylverfahrens der Stadt Hückeswagen zugewiesen worden. Laut Mitteilung sei er während seines Aufenthalts in Deutschland mehr als 50-mal in erheblichem Maße strafrechtlich in Erscheinung getreten. Zuletzt saß er eine Haftstrafe ab. Mit Blick auf seine bevorstehende Entlassung aus der Strafhaft habe er weitere schwere Straftaten angekündigt, so der Kreis weiter.

 

Auf Antrag der Ausländerbehörde habe das zuständige Amtsgericht die Abschiebungshaft angeordnet, sodass der Mann Anfang April nach der Entlassung aus dem Gefängnis in eine Unterbringungseinrichtung in Büren überstellt wurde. Gestern wurde er zum Flughafen Leipzig gebracht und als einer der ersten afghanischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen nach Afghanistan abgeschoben.

 

Die Durchführung dieser Abschiebung habe erhebliche personelle und organisatorische Ressourcen gebunden, erklärte Landrat Klaus Grootens. „Zahlreiche Abstimmungen mit Bundes- und Landesbehörden waren erforderlich, insbesondere zur Beschaffung von Passersatzpapieren sowie zur Herbeiführung der notwendigen Entscheidungen und Beschlüsse. Der erfolgreiche Abschluss des Verfahrens zeigt jedoch, dass der Rechtsstaat handlungsfähig ist. Es ist gelungen, die bestehende Ausreiseverpflichtung eines wiederholt und erheblich straffällig gewordenen sowie gewaltbereiten Menschen konsequent durchzusetzen.“

 

Gleichzeitig betonte Grootens, dass immer wieder genau hingeschaut werden müsse. „Auf der einen Seite gibt es wenige Personen, die – wie der abgeschobene Straftäter - mit unseren Werten, unserer Verfassung und den Grundlagen unseres Zusammenlebens nichts anfangen können. In diesen Fällen muss der Staat geltendes Recht konsequent umsetzen und alle bestehenden Möglichkeiten nutzen. Auf der anderen Seite ist die große Mehrheit der zugewanderten Menschen sehr gut integriert und leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Dafür verdienen diese Menschen Anerkennung und Respekt.“

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