OBERBERGISCHER KREIS
Vereinsempfang mit Querschnitt aus dem regionalen Ehrenamt
Oberberg - Mit 1,3 Millionen Euro unterstützte die Sparkasse Gummersbach 2025 vielfältige ehrenamtliche Projekte in der Region.
Von Ute Sommer
Rund 220 „Vereinsmeier“ der besten Art und Weise waren der Einladung der Sparkasse Gummersbach zum gestrigen Vereinsempfang 2025 ins Hauptstellen-Forum gefolgt, das angesichts des großen Besucherandrangs schier aus den Nähten zu platzen drohte. „Die Sparkasse und unsere Vereine verbindet eine lange Tradition“, hieß der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Dirk Steinbach die Repräsentanten des vielschichtigen ehrenamtlichen Engagements aus den Trägerkommunen Gummersbach, Bergneustadt, Wiehl und Nümbrecht willkommen.
[„Es geht hier um mehr als Zahlen und Bilanzen“, begrüßte Dirk Steinbach die vielen Gäste des Vereinsempfangs.]
Als Sparkasse sehe man sich als Partner an der Seite derer, die mit Leidenschaft und Herzblut zum gesellschaftlichen Gemeinwohl beitrügen und so eine lebendige und vielfältige Region gestalteten. Mit den Zuwendungen aus Spenden, PS-Zweckerträgen und Stiftungen habe man im vergangenen Jahr über 200 Projekte, aus den Bereichen Jugend, Sport, Bildung, Kultur, Kunst, Tradition und Brauchtum unterstützen können. Insgesamt wurden rund 1,3 Millionen Euro ausgeschüttet.
Beispielhaft gestattete FCBG-Hauptschulleiter Frederik Leßmann Einblicke in das Musical „Befreit“, das von 100 Schülern, 85 Eltern und neun Lehrkräften, in drei Aufführungen im Februar 2025 auf die Bühne gebracht wurde. Vorausgegangen waren 18 intensive Probenmonate, inklusive professioneller Ton- und Videoaufnahmen. „Weil Gott seine Menschen liebt, möchten wir Leben verändern“, formulierte Leßmann den umfassenden Anspruch des FCBG und dankte für den großzügigen Sparkassen-Finanzzuschuss in Höhe von 10.000 Euro.
Über die Modernisierung ihrer Sportanlage informierten die Vorsitzenden des SSV Homburg-Nümbrecht, Roger Lang und Oliver Steidel. Die Infrastruktur für den Trainingsbetrieb von 17 Jugendmannschaften, drei Seniorenteams, den Alten Herren und der Inklusionself war in die Jahre gekommen, das Mammutprojekt „Sportcampus“ umfasste ein Gesamt-Investitionsvolumen von 4,6 Millionen Euro.
Mit Hilfe von 50.000 Euro aus Mitteln der Sparkassen-Stiftung des Homburger Landes wurde die komplette Einrichtung des neuen Sportlerheims gestemmt. „Mit unserer Gesamtausstattung liegen wir jetzt weit über dem Durchschnitt“, bedankte sich das Vorstandsduo über den finanziellen Zuschuss hinaus für die ideelle Anerkennung der ehrenamtlichen gesellschaftlichen Arbeit durch die Sparkasse.
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[Der Fanfarenzug Lieberhausen wurde 1958 aus der Taufe gehoben. Der aktuelle Altersdurchschnitt der Mitglieder liegt bei jungen 27 Jahren.]
Für die schmissig-aufmunternde Pause im Programm sorgten Trommler und Bläser des Fanfarenzugs Lieberhausen, nach der Kurzvorstellung durch deren Vorsitzende Ina Hanuschik. Über die Sparkassenförderung der Sportarbeit im Kreissportbund berichtete die KSB-Geschäftsführerin des Anja Lepperhoff. Bei erfolgreichem Abschluss der Übungsleiter-Fortbildung C-Lizenz unterstützt die Sparkasse zehn Vereine mit je 250 Euro pro Teilnehmer.
Mit einer kurzen Performance der Theater-AG des Wiehler Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums machten die Schüler Celine Meißner, als Annabelle und Finn Derksen (Charly) Lust auf die aktuell laufende Musical-Produktion „Der Unheimliche“. Schule lebe nicht allein von Lehrplänen, sondern müsse darüber hinaus Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden geben, führte DBG-Lehrerin Claudia Korbel als Koordinatorin des Kulturprofils aus. „Theater ist die Einladung, die Welt mit anderen Augen zu sehen, deshalb schätzen wir uns glücklich, Sie an unserer Seite zu haben“, dankte Korbel für Finanzhilfen für unterschiedlichste Profile und AGs.
Erst seit sechs Monaten Mitglied des Sparkassenvorstandes, verlieh Gunter Derksen seiner Freude über das enorme gemeinnützige Engagement in der Region Ausdruck. „Wir als Sparkasse sind lediglich die Überbringer, unsere Kunden sind die eigentlichen Unterstützer ihrer Arbeit“, warb er um private Zuwendungen für die Bürgerstiftungen des Finanzinstituts.