OBERBERGISCHER KREIS

Wupperverband passt die Wasserabgabe an die Wupper an

Red; 03.08.2026, 12:30 Uhr
Foto: : Wupperverband --- Die Wuppertalsperre ist derzeit lediglich zu 33 Prozent gefüllt.
OBERBERGISCHER KREIS

Wupperverband passt die Wasserabgabe an die Wupper an

Red; 03.08.2026, 12:30 Uhr
Oberberg – Wegen der anhaltenden Trockenheit soll der Wasservorrat in den Brauchwassertalsperren geschont werden.

Der Wupperverband passt aufgrund der anhaltenden Trockenheit sein Talsperrenmanagement an: Die Brauchwassertalsperren am Oberlauf der Wupper – insbesondere die Wupper- und Bevertalsperre – unterstützen in Trockenphasen die Wupper. Mit dieser so genannten Niedrigwasseraufhöhung wird eine Mindestwasserführung in der Wupper aufrechterhalten. Was dem Fluss wegen der Trockenheit an Wasser zur Mindestwasserführung fehlt, wird aus den Brauchwassertalsperren ausgeglichen.

 

Die Brauchwassertalsperren haben in den letzten Monaten die Wupper bereits an 111 Tagen mit insgesamt 29 Millionen Kubikmetern Wasser unterstützt. Dadurch ist der Wasservorrat inzwischen gesunken und liegt bei 33 (Wuppertalsperre) bzw. 66 Prozent (Bevertalsperre).

 

Um für die kommende Monate vorzubeugen, passt der Wupperverband in Abstimmung mit der Bezirksregierung vorsorglich die Niedrigwasseraufhöhung der Wupper an. Die Wuppertalsperre wird ab heute so gesteuert, dass am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal nun in Trockenphasen rund 3.000 Liter fließen statt 3.500 Liter pro Sekunde. Die Wasserführung der Wupper liegt somit um knapp 15 Prozent unter dem sonst üblichen Mindestpegel. Das entspricht einem Wasserstand von rund 18 Zentimetern statt rund 21 Zentimetern an diesem Pegel. Diese Reduzierung ist laut Wupperverband zunächst für den Zeitraum bis 30. September vorgesehen.

 

In Trockenzeiten unterstützen die Brauchwassertalsperren – Wupper-, Bever-, Brucher- und Lingesetalsperre – die Wupper mit Wasser. Schon im ebenfalls zu trockenen Jahr 2025 hatte der Verband schrittweise die Niedrigwasserabgabe aus den Brauchwassertalsperren an die Wupper reduziert. Dadurch sei ein Leerlaufen dieser Talsperren verhindert worden.

 

Wie trocken war es bislang im Wuppergebiet?

 

Seit Anfang November 2025 gab es im Wuppergebiet an der Messstelle Bevertalsperre nur einen sehr nassen Monat (Februar 2026) und einen etwa durchschnittlichen Monat (Mai 2026). Alle anderen Monate waren entweder sehr trocken oder sogar extrem trocken. Aktuell liegt die Jahresniederschlagsmenge für das Wasserwirtschaftsjahr (1. November 2025 bis 31. Oktober 2026) an der Messstelle Bever-Talsperre mit 643 Litern pro Quadratmeter deutlich unter dem Durchschnitt von 988 Litern für diesen Zeitraum. Es sind bislang also nur zwei Drittel der durchschnittlichen Regenmenge gefallen.

 

Der Wupperverband betreibt drei Trinkwassertalsperren und stellt daraus Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung bereit. Die Herbringhauser Talsperre ist aktuell zu 88 Prozent gefüllt. Der Füllstand der Kerspetalsperre liegt bei 77 Prozent. Die Große Dhünn-Talsperre erfüllt mehrere Aufgaben gleichzeitig: Rohwasserbereitstellung, Niedrigwasseraufhöhung der Dhünn und Hochwasserschutz. Ihre Hauptsperre ist derzeit zu 46 Prozent gefüllt.

 

Um den Wasservorrat der Großen Dhünntalsperre zu schonen, hat der Wupperverband seit März die Niedrigwasserabgabe an die Dhünn reduziert von 1.000 Liter pro Sekunde auf 700 Liter pro Sekunde am Pegel in Leverkusen. Seit Aprilhaben zudem die Wasserversorger die Nutzung der Talsperre reduziert und nehmen andere Rohwasserquellen stärker in Anspruch.

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