POLITIK

Bezahlkarte für Asylbewerber in den Startlöchern

pn; 17.06.2026, 15:35 Uhr
Symbolfoto: KI mit Google Gemini erstellt ---- Spätestens ab dem Herbst erhalten Asylbewerber in Gummersbach eine Bezahlkarte statt Bargeld. Durch die Einführung soll u.a. der Geldfluss ins Ausland eingedämmt werden.
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Bezahlkarte für Asylbewerber in den Startlöchern

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pn; 17.06.2026, 15:35 Uhr
Gummersbach – Spätestens im September soll die Bezahlkarte für Asylbewerber in Gummersbach kommen.

Vor zwei Jahren war sie eins der bundesweiten großen Themen: die Bezahlkarte für Asylbewerber. Mit Vehemenz forderten damals die Länder vom Bund eine einheitliche Regelung ein. Bis die damalige Ampelkoalition schließlich das Asylbewerberleistungsgesetz anpasste und so den Ländern die Möglichkeit gab, staatliche Leistungen für Asylbewerber nur noch in Form einer Bezahlkarte auszugeben.

 

Auch Gummersbachs Stadtrat hat sich im vergangenen Jahr vor der Sommerpause mehrheitlich dafür entschieden, die Bezahlkarte einzuführen (OA berichtete). Nun steht das System in der Kreisstadt in den Startlöchern. Wie die Verwaltung im Ausschuss für Schule, Sport, Soziales, Familie und Migration am Dienstag mitteilte, sei man mittlerweile an das bundesweite System angeschlossen worden. Noch ausstehend seien die Online-Schulungen für die Mitarbeiter im Rathaus. Sobald diese abgeschlossen sind, werde man anfangen mit dem System zu arbeiten.

 

Voraussichtlich im August, eventuell aber auch erst im September, soll die Bezahlkarte in Gummersbach dann flächendeckend kommen. Kritiker werfen dem Bezahlkartensystem vor, dass es zu starken Einschränkungen im Alltag für die Asylbewerber komme, dadurch zu Diskriminierung führe und gesellschaftliche Teilhabe erschwere. Hinzu komme der Verwaltungsaufwand für die Behörden.

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KOMMENTARE

1

Zu den Kritiker*innen gehöre ich auch - es IST Diskriminierung von Menschen! Wie lange soll das noch so weitergehen, dass die Schwächsten der Gesellschaft derartig ausgrenzend behandelt werden? Dieses Land zeigt sich von seiner übelsten Seite: Wer uns nutzt, soll kommen, wer Hilfe benötigt, wird gequält mit solchen Maßnahmen. Ist das eigentlich christlich? Auf auf ein solches Land bin ich nicht stolz - von wegen weltoffenes Land! Es ist unfassbar! Und: Fällt die "Schulung" unter Bürokratieabbau? Wie wäre es mit einer Schulung in Sachen Anstand und Menschlichkeit? Vielleicht ist die Zeit nicht mehr so fern, in der wir flüchten müssen....

Cornelia Lang, 17.06.2026, 22:46 Uhr
2

ich befürworte das Kartensystem somit können die Gelder nicht mehr zweckentfremdet werden nur muss es nicht direkt auf der karte stehen das es die bezahlkarte für Asylbewerber ist.

cremer, 18.06.2026, 17:55 Uhr
3

Es ist unfassbar, was Sie hier schreiben Frau Lang. Wegen solchen, ideologisch verblendeten Meinungen, steht die AFD übrigens bei fast 30%!
Ob es überhaupt dem Steuerzahler generell überhaupt noch zuzumuten ist, sogenannte Flüchtlinge zu durchzufinanzieren, möchte ich mal deutlich in Frage stellen. Hier eine Bezahlkarte zu kritisieren, ist wirklich kaum zu glauben. Ich denke, man sollte dankbar sein, dass es überhaupt irgendwas gibt.
Sorry, kein Verständnis. ,

Peer, 21.06.2026, 21:10 Uhr
4

Zu Kommentar 1: Warum bitte sind sie so weltfremd? Wie entfernt von der Realität kann man sein, wenn man die Bezahlkarte als unmenschlich bezeichnet, passt aber zu Leuten die in ihren Kommentaren gendern...Es ist das normalste der Welt, dass der Staat die Kontrolle über die Vergabe seiner (also unserer) Sozialleistungen behalten muss (siehe auch das Thema Missbrauch durch Scheinvaterschaften). Gummersbach geht den richtigen Weg, weiter so! Ich bin selbst vor langer Zeit geflüchtet und habe kein Problem damit.

Mehmet G., Rebbelroth, 21.06.2026, 22:47 Uhr
5

Mittlerweile die meisten doch eh mit Karte, da ist eine Bezahlkarte doch eigentlich nur zeitgemäß. Sonst wird doch immer so gemeckert von wegen zu langsamer Digitalisierung....

Marita M., Marienheide, 22.06.2026, 00:01 Uhr
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Die Bezahlkarte ist, wie das ganze Asylrecht, ein gegenleistungsloses Geschenk an hilfebedürftige Personen. Darauf können wir stolz sein. Und einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Wer hier von Qual spricht, diffamiert auf populistische Art und Weise und zeigt sein niedriges Niveau. Und wer glaubt es gäbe in diesem Bereich keine schwarzen Schafe und Mißbrauch, lebt in seiner eigenen Welt. Wie wäre es mal mit einer Schulung in Sachen Realismus.

Ein Wiehler, 22.06.2026, 11:39 Uhr
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