POLITIK
Bezahlkarte für Asylbewerber in den Startlöchern
Gummersbach – Spätestens im September soll die Bezahlkarte für Asylbewerber in Gummersbach kommen.
Vor zwei Jahren war sie eins der bundesweiten großen Themen: die Bezahlkarte für Asylbewerber. Mit Vehemenz forderten damals die Länder vom Bund eine einheitliche Regelung ein. Bis die damalige Ampelkoalition schließlich das Asylbewerberleistungsgesetz anpasste und so den Ländern die Möglichkeit gab, staatliche Leistungen für Asylbewerber nur noch in Form einer Bezahlkarte auszugeben.
Auch Gummersbachs Stadtrat hat sich im vergangenen Jahr vor der Sommerpause mehrheitlich dafür entschieden, die Bezahlkarte einzuführen (OA berichtete). Nun steht das System in der Kreisstadt in den Startlöchern. Wie die Verwaltung im Ausschuss für Schule, Sport, Soziales, Familie und Migration am Dienstag mitteilte, sei man mittlerweile an das bundesweite System angeschlossen worden. Noch ausstehend seien die Online-Schulungen für die Mitarbeiter im Rathaus. Sobald diese abgeschlossen sind, werde man anfangen mit dem System zu arbeiten.
Voraussichtlich im August, eventuell aber auch erst im September, soll die Bezahlkarte in Gummersbach dann flächendeckend kommen. Kritiker werfen dem Bezahlkartensystem vor, dass es zu starken Einschränkungen im Alltag für die Asylbewerber komme, dadurch zu Diskriminierung führe und gesellschaftliche Teilhabe erschwere. Hinzu komme der Verwaltungsaufwand für die Behörden.
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