POLITIK

Das Gymnasium soll erweitert werden

ks; 27.03.2026, 17:00 Uhr
Foto: Katharina Schmitz --- Gegenüber von der Voßbruchhalle soll der Modulbau entstehen.
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Das Gymnasium soll erweitert werden

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ks; 27.03.2026, 17:00 Uhr
Lindlar – Gegenüber von der Voßbruchhalle sollen drei neue Klassenräume gebaut werden.

Dass das Gymnasium Lindlar mehr Platz braucht, ist schon seit einigen Jahren bekannt. Geplant war deshalb eine bauliche Erweiterung der Schule. Die im Jahr 2022 vorgelegte Schülerzahlenprognose ging von einem dauerhaften Anstieg der Schülerzahlen aus – nicht zuletzt aufgrund der Wiedereinführung von G9. Gerechnet haben die Experten damals mit einer dauerhaften Vierzügigkeit und einem zusätzlichen Klassenraumbedarf von fünf bis sieben Räumen. Doch das aktuelle Schülerzahlenmonitoring aus 2025 weist im Gegensatz zur Prognose aus dem Jahr 2022 weiterhin eine stabile dreizügige Schule aus. Und das bedeutet: Drei weitere Klassenräume sollen ausreichend sein.

 

In einer Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur hat die Verwaltung vergangene Woche vorgeschlagen, als Alternative zur geplanten Schulerweiterung einen Modulbau zu erreichten. Dieser soll auf einer Wiese oberhalb vom Gymnasium gegenüber von dem Forum in der Voßbruchhalle errichtet werden. In dem Bau sollen drei Klassenräume samt Nebenräumen wie Sanitäranlagen, Putzmittel- und Technikräume untergebracht werden. „Sollte sich der Bedarf ändern, kann man das Modul erweitern – zum Beispiel oben aufbauen“, sagte die Beigeordnete Diana Ottofülling. Sollten die Schülerzahlen in Zukunft wieder sinken, könnte der Modulbau für etwas anderen genutzt werden.

 

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Vorgestellt wurden die Planungen von Hannah Dedeken vom Zentralen Grundstücks- und Gebäudemanagement der Gemeinde. „Große Erdarbeiten“ seien für den Modulbau ihrer Meinung nach nicht nötig, da die Wiese recht eben sein. Durch die Bauweise sei die Bauzeit vor Ort sehr gering. Dedeken rechnet hier mit sechs bis zehn Wochen. „Der Rest wird vorher im Werk gefertigt“, sagte sie. Ein großer Vorteil liege vor allem bei den Kosten. Für die bauliche Erweiterung des Gymnasiums ist die Gemeinde 2022 von Kosten von über 8 Millionen Euro ausgegangen. Der Modulbau würde hingegen nur etwa 2,5 bis 3 Millionen Euro kosten. „Und da sind alle Nebenkosten drin, auch ein neuer Hausanschluss“, sagte Dedeken.

 

Bei der Politik kam die neue Planung der Gemeinde sehr gut an. „Die jetzt gewählte modulare Bauweise ist in vielerlei Hinsicht gut und zielführend. Wir haben eine klare Bauzeiteinsparung, Kostentransparenz und bleiben flexibel“, sagte etwa Armin Brückmann von der CDU. Auch der neue Schulleiter Frank Mistler steht den Planungen positiv gegenüber. Außerdem stehen der Gemeinde investive Mittel aus den Belastungsausgleichen des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen für die Umstellung auf G9 zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Summe von über 254.000 Euro. Die Eigenmittel der Gemeinde würden sich entsprechend reduzieren. Die Gemeinde will sich nun um einen Zeitplan kümmern.

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