POLITIK
Dominik Trautmann bleibt FDP-Kreisvorsitzender
Oberberg - Beim Kreisparteitag wurde der bisherige Chef in seinem Amt von den Deligierten bestätigt - Blick richtet sich auf Landtagswahlen im kommenden Jahr.
Die FDP im Oberbergischen Kreis hat auf ihrem Kreisparteitag in Wiehl einen neuen Vorstand gewählt und dabei auf Kontinuität gesetzt. Der bisherige Kreisvorsitzende Dominik Trautmann wurde von den Delegierten in seinem Amt bestätigt, wie die Partei mitteilt. Auch im geschäftsführenden Vorstand bleibt die personelle Struktur weitgehend unverändert. Einzige Veränderung: Sebastian Franken, aktuelles Kreistagsmitglied, folgt als stellvertretender Vorsitzender auf Dominik Seitz.
In seinem Geschäfts- und politischen Rechenschaftsbericht zog Trautmann eine Bilanz der vergangenen Monate und richtete zugleich den Blick nach vorne. Ein zentraler Schwerpunkt der vergangenen beiden Jahre sei dabei die Organisation und Durchführung der Wahlkämpfe und vor allem des Kommunalwahlkampfes gewesen. Trautmann betonte die Bedeutung der Ortsverbände für die liberale Arbeit vor Ort. Insgesamt 13 Ortsverbände bilden weiterhin das Fundament der FDP im Oberbergischen Kreis und tragen mit Veranstaltungen, Diskussionen und kommunalpolitischem Engagement zur politischen Präsenz der Partei bei.
Neben organisatorischen Fragen standen auf dem Parteitag auch politische Inhalte im Mittelpunkt. Der Kreisfraktionsvorsitzende Reinhold Müller erinnerte daran, dass die FDP über zwei Jahrzehnte hinweg Verantwortung im Kreis getragen und zahlreiche Projekte maßgeblich mitgestaltet habe. Das Kommunalwahlergebnis habe jedoch zu veränderten Mehrheitsverhältnissen geführt. Mit nun drei Kreistagsmitgliedern habe die FDP ihren Fraktionsstatus behauptet und bleibe damit handlungs- und antragsfähig.
Inhaltlich sieht Müller den Kreis vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Steigende Ausgaben in der Jugend- und Sozialhilfe, Belastungen im Bereich der Eingliederungshilfe, höhere Personalkosten sowie offene Fragen bei der Finanzierung des Rettungsdienstes setzten die kommunalen Haushalte massiv unter Druck. Für die neue Wahlperiode kündigte Müller an, die Oppositionsrolle konstruktiv und verantwortungsbewusst auszufüllen. Die FDP werde verstärkt eigene Anträge und Anfragen in die Ausschüsse einbringen – unter anderem bereits zum Thema Cybersicherheit im Gesundheitsbereich.
Für den Kreisverband richtet sich im Anschluss der Blick nun bereits auf die nächste große politische Wegmarke: die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2027. „Unser Anspruch muss es sein, bis dahin gemeinsam daran zu arbeiten, wieder stärker gestaltende Kraft zu werden“, betonte Trautmann.
Der Kreisparteitag bestätigte schließlich auch zahlreiche Delegierte für Bezirks- und Landesparteitage und setzte damit organisatorische Weichen für die kommenden Jahre.
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