POLITIK
Grüne sehen Feuerwehrparkplatz in Dieringhausen weiterhin kritisch
Gummersbach – Ratsherr Joachim Scholz stellt im Stadtentwicklungsausschuss die Kostenfrage für den geplanten eingezäunten Parkplatz.
Von Peter Notbohm
Für reichlich Diskussionen sorgte Anfang des Jahres eine Aussage des Gummersbacher Grünen-Fraktionschefs Konrad Gerards im Gummersbacher Hauptausschuss. Im Zuge der Diskussionen um einen geplanten eingezäunten Parkplatz mit zwei Schranken für Ein- und Ausfahrt am Feuerwehrgerätehaus des Löschzugs Dieringhausen hatte er die Feuerwehr als „großen Spielplatz für Männer“ bezeichnet, was anschließend harsche Kritik aus Reihen der Politik und der Feuerwehr hervorrief (OA berichtete).
Zwar ruderte Gerards damals noch im Ausschuss zurück, kritisch sehen die Gummersbacher Grünen die Pläne aufgrund der Kosten aber immer noch. „Gibt es keine günstigere Lösung? Eine Beschilderung, Kontrollen durch das Ordnungsamt und Abschleppen? Rechtfertigt das wirklich Kosten von über 200.000 Euro?“ fragte Joachim Scholz (Grüne) im Rahmen der Diskussionen zum Aufstellungs- und Offenlagebeschluss im Stadtentwicklungsausschuss. Eine derart große Investition für befestigte Parkplätze mit einer riesigen Schrankenanlage halte er angesichts des Vorhandenseins von vorhandenen, öffentlich zugänglichen Stellplätzen und den Sparzwängen der Stadt für fragwürdig. Nicht in Frage stellte er, „dass die Feuerwehr vernünftig parken können und Privilegien haben muss“.
Patrizio Milia (AfD) verwies darauf, dass er aus Gesprächen mit der Feuerwehr wisse, dass die vorhandenen Stellplätze häufig von Anwohnern blockiert würden und viele Feuerwehrleute deshalb mit dem eigenen Auto zu Einsätzen fahren müssten. Francis Jovan (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Klimaschutz) sprach ebenfalls von einem größeren Problem, das die Politik auch in Strombach noch einmal beschäftigen werde. Die vorhandenen Flächen würden häufig für private Treffen genutzt, nach denen anschließend häufig Scherben, Müll und Feuerstellen beseitigt werden müssten.
Der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Richter (CDU), selbst Feuerwehrmann, erinnerte an die frühere Situation am Feuerwehrgerätehaus in Niederseßmar. Auch dort habe es Verbotsschilder gegeben, die aber weitgehend ignoriert worden seien. „Trotzdem wurden teilweise unsere Tore zugeparkt, was dazu geführt hat, dass wir zweimal gar nicht ausrücken konnten. Ein Schild reicht da nicht aus“, warb er für den eingezäunten Parkplatz. Der Ausschuss stimmte anschließend einstimmig bei einer Enthaltung der Grünen für den Aufstellungs- und Offenlagebeschluss.
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