POLITIK

Grünes Licht für 80-Millionen-Bau am Mühlenberg

ls; 23.09.2026, 17:00 Uhr
Visualisierung: h4a Architektenbüro.
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Grünes Licht für 80-Millionen-Bau am Mühlenberg

ls; 23.09.2026, 17:00 Uhr
Wipperfürth – Gestern berieten Schul- und Bauausschuss in einer Sondersitzung über die Zukunft des Schulcampus Mühlenberg – Baubeginn für den Busbahnhof im Jahr 2028.

Von Leif Schmittgen

 

Die gestern vom Wipperfürther Schul- sowie Bauausschuss gefällte Entscheidung zur baulichen Neugestaltung des Schulzentrums Mühlenberg hat Auswirkungen auf die kommenden 50 Jahre. So lange nämlich währt die errechnete Lebenszeit der Gebäude für Haupt- und Realschule. Prof. Klaus Legner, dessen „h4a Architektenbüro“ vom städtischen Gebäudemanagement Ende des vergangenen Jahres final mit der Gesamtplanung beauftragt wurde, stellte gestern die forcierten Pläne und Möglichkeiten in der gemeinsamen Sondersitzung der beiden Gremien vor.

 

Dabei kristallisierten sich zunächst drei Lösungen heraus, die allesamt auf einem aus Stahlbeton bestehenden Fundament basieren, sich aber in Ausstattung und Funktion unterscheiden. Zum Beispiel wurde diskutiert, ob man sich für eine Teil- bzw. Vollklimatisierung oder dagegen entscheidet. Das Fenstermaterial, die Gebäudefassade und die Heizungstechnik wurden ebenfalls unter die Lupe genommen. Entstehen werden auf Mühlenberg Neubauten mit Holzfassade und -fenstern, die mit Aluminiumrahmen verkleidet werden. Erdwärmepumpen sollen bis zu 150 Meter tief hinabreichen. Hierfür könnten bis zu 2,4 Millionen Euro Fördermittel aquiriert werden.

 

Dazu passend gibt es eine Teilklimatisierung, die das Öffnen der Fenster im Gegensatz zur Vollklimatisierung weiterhin zulässt. „Im Sommer wie im Winter wird für Luftaustausch und Hitzeschutz gesorgt“, schlug Legner in seiner Präsentation vor. Jeweils zwei Gebäude werden für die Realschule mit drei Flügeln westlich und die Hauptschule östlich gebaut. Verbunden werden sie durch einen weiteren Neubau, in dem unter anderem Mensa, Aula und Fachräume für beide Schulen gemeinsam genutzt werden sollen (OA berichtete).

 

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Neu in die Überlegungen der Planer integriert wurde eine Tiefgarage mit 48 Stellplätzen, die im Hang unter einem der Realschulflügel für Entlastung bei der Parkproblematik sorgen soll. Schwimmbad und Sporthalle liegen im direkten Einzugsbereich. „Die Zufahrt könnte wegen der Hanglage ohne zusätzliche Rampen ermöglicht werden", so Legner. 3,8 Millionen Euro würden für die zusätzliche Idee, zu den sowieso schon kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von 80 Millionen Euro, fällig werden. Daraus soll sich auf dem Grundstück allerdings ein Raumgewinn von 780 Quadratmetern ergeben, der sonst für den Stellplatznachweis hätte herhalten müssen. Diese könnten laut Planer mit schattenspendenden Bäumen begrünt werden, Bänke und Fahrradstellplätze würden, auch im Zusammenspiel mit den Neubauten, optisch für einen höheren Campuscharakter sorgen.

 

Das Areal werde zudem mit Freitreppen Richtung Sportplatz ausgestattet. Der Eingangsbereich der VOSS-Arena wird im Zuge der Bauarbeiten barrierefrei erweitert, so die Planung. Bei Gegenstimmen seitens der AfD – hier gab es unter anderem Bedenken wegen der Verwitterung der Holzfassade und der Kosten für die Tiefgarage – votierten beide Gremien mehrheitlich für den Verwaltungsvorgeschlag. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat. Bis 2030 soll der Mühlenberg in neuem Glanz erstrahlen.
 

Neuer Busbahnhof

 

Ab 2028 soll im Herzen der Wipperfürther Innenstadt binnen etwa drei Jahren der neue Busbahnhof gebaut werden. Entsprechende Pläne wurden von der Verwaltung im Bauausschuss vorgestellt. Platzmangel herrscht an den bestehenden Bushaltestellen, besonders im Schülerverkehr. Die veraltete Anlage ist zudem nicht barrierefrei. Vorgesehen ist auch eine Verlegung des Straßenverlaufs auf die gegenüberliegende Seite.

 

Zwei Standorte werden von der Verwaltung als mögliche Ersatzlösung für die Busse in Betracht gezogen, sobald die Umgestaltung beginnt: an der Lüdenscheider Straße oder auf Teilen des Parkplatzes an den Ohler Wiesen. Beim ersten Vorschlag gibt es keine Wendemöglichkeit, bei dem zweiten würden etliche Parkplätze wegfallen. Eine finale Entscheidung steht noch aus und soll in einem zu erarbeitenden Verkehrskonzept für die Großbaustelle erörtert werden.

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