POLITIK

Höchste Auszeichnung der SPD für Ursula Mahler

lw; 14.04.2026, 13:30 Uhr
Fotos: Lars Weber --- Ursula Mahler (Mitte) freut sich über die Willy-Brandt-Medaille mit der ehemaligen Bundesministerin Brigitte Zypries und Thorsten Konzelmann, Vorsitzender der SPD Oberberg.
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Höchste Auszeichnung der SPD für Ursula Mahler

lw; 14.04.2026, 13:30 Uhr
Bergneustadt – Bei der Jubilarehrung bekommt die langjährige stellvertretende Landrätin die Willy-Brandt-Medaille verliehen – Als Gastrednerin war Brigitte Zypries zu Gast und zeigte einen Weg in eine positive Parteizukunft.

Von Lars Weber

 

Viel Nostalgie, aber auch einen kämpferischen Blick nach vorne in die Zukunft: Zwischen diesen Gefühlen hat sich die SPD Oberberg kürzlich bei der traditionellen Jubilarehrung bewegt, die im Hotel Phönix in Bergneustadt stattgefunden hat. Dabei sind jene Mitglieder ausgezeichnet worden, die im vergangenen Jahr auf 40, 50, 60 und 65 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken konnten. Eine ganz besondere Ehre wurde Ursula Mahler zuteil. Sie bekam die Willy-Brandt-Medaille verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die die Partei an ihre Mitglieder vergibt. Dank der guten Kontakte des ehemaligen Bundestagsmitglieds und Ehrenpräsidenten des  Deutschen Behindertensportverbandes Friedhelm Julius Beucher war es zudem erneut gelungen, einen prominenten Gast nach Oberberg zu locken. Dieses Mal sprach die ehemalige Bundesjustizministerin (2002 bis 2009) und Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (2017 bis 2018) Brigitte Zypries zu den Sozialdemokraten.

 

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Zypries freute sich, Teil der Ehrung zu sein und dankte den Jubilaren, die Ideen der SPD von Gleichheit, Freiheit und Solidarität in die Gesellschaft getragen zu haben. Gerade sei sie noch bei der Vorstellung des Romans „Transit 64“ von Heinz Bude, Bettina Munk und Karin Wieland in Hamburg gewesen. Bei dem Mix aus Fiktion und Realität wird in der SPD mit der Idee gespielt, Marlene Dietrich als Bundespräsidentin vorzuschlagen. Anhand dieses Beispiels warf Zypries die Frage in den Raum, dass einzelne, mutige Entscheidung öffentliche Debatten anschieben könnten. „Und so entstehen Veränderungen!“ Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an die Agenda 2010 unter Gerhard Schröder oder an dessen „Nein“ zum Irakkrieg 2002. Solche klaren Aussagen würde sie aktuell aus ihrer Partei vermissen.

 

Sie räumte ein, dass die Politik in Zeiten von sozialen Medien auch schwieriger geworden sei. Aufgeregtheit würde geschürt, jeden Tag werde eine neue Sau durchs Dorf getrieben. „Schlechte Nachrichten bringen eben Klicks!“ Es scheine kaum noch möglich, Meinungen vertrauensvoll im kleinen Kreis zu diskutieren, ohne dass alles nach außen dringt und öffentlich gemacht wird.

 

Die Jubilare

 

 

Folgende SPD-Mitglieder wurden geehrt:

 

60 Jahre: Horst Haas (Gummersbach)
 

50 Jahre: Christoph Beyer (Marienheide), Jürgen Dreiner-Wirz (Lindlar), Thomas Förderer (Gummersbach), Detlef Graß (Radevormwald), Günter Hensch (Gummersbach), Hans-Jürgen Liehn (Wipperfürth), Ursula Mahler (Lindlar), Monika Reinbott (Radevormwald), Jürgen Spies (Waldbröl), Volker Strelow (Gummersbach) und Dieter Weyand (Engelskirchen)


40 Jahre: Walbert Heuwes (Engelskirchen) und Jutta Hoede-Schneckenburger (Engelskirchen)

 

Wie es wieder besser werden könne? „Es müssen Gespräche gesucht werden. Um das positive Momentum wieder zurückzubekommen, müssen wir eine Geschichte aufzeigen, wie und was sich durch sozialdemokratische Politik ändern kann. Wo es hingehen soll in diesem Land. Die Deutschen brauchen wieder mehr Zuversicht!“ Man soll mit einer positiven Agenda nach vorne gehen. In die Zukunft könne man nur positiv blicken, wenn man etwas über die Vergangenheit wisse.

 

So spannte Zypries den Bogen zu den Jubilaren, die alle die Gelegenheit bekamen, etwas von sich und ihrer Geschichte bei den Sozialdemokraten zu erzählen. Besondere Aufmerksamkeit bekam Ursula Mahler bei der Verleihung der Willy-Brandt-Medaille. Ihre Leistungen wurden von Thorsten Konzelmann, Vorsitzender der SPD Oberberg, gewürdigt.  40 Jahre lang war Mahler Mitglied des Kreistags, davon 20 Jahre auch stellvertretende Landrätin des Oberbergischen Kreises. Weiter war sie 35 Jahre Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland, darunter viele Jahre auch Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes und in den letzten Jahren stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung. Außerdem war sie viele Jahre als Schatzmeisterin der SPD Oberberg aktiv

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