POLITIK
Landtagswahl: SPD schickt Thanapalasingham und Hannes ins Rennen
Oberberg – Im Dorfhaus in Nümbrecht-Gaderoth wählten rund 60 stimmberechtigte Delegierte die Kandidaten für den Nord- und den Südkreis – Im Süden gab es ein Duell.
In Nordrhein-Westfalen wird am 25. April 2027 ein neuer Landtag gewählt. Die SPD Oberberg hat am Samstag im Dorfhaus in Nümbrecht Gaderoth auf den Tag ein Jahr davor die Weichen für den Wahlkampf gestellt. Die Stimmberechtigten wählten für den Nordkreis Mary Roshani Thanapalasingham zur Direktkandidatin. Die Vorsitzende der Gummersbacher SPD hatte keine Konkurrenz bei der Wahl und bekam 27 von 28 Stimmen der Delegierten. Ein Duell gab es im Südkreis, wo der Bergneustädter Christian Hannes und der Waldbröler Wastl Roth-Seefrid SPD-Direktkandidat werden wollten. Bei der Wahl setzte sich schließlich Hannes mit 21 von 30 Stimmen durch.
Mary Roshani Thanapalasingham setzte verschiedene Schwerpunkte in ihrer Rede, so die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Geschwindigkeit bei der Digitalisierung der öffentlichen Hand. Christian Hannes betonte die Wichtigkeit von Bildung für den sozialen Aufstieg sowie einer starken Wirtschaft für Wohlstand und Zusammenhalt. Deshalb wolle er sich in Düsseldorf für Bildung, Wirtschaft und Gerechtigkeit starkmachen.
Thorsten Konzelmann, Vorsitzender der SPD Oberberg, spricht angesichts schlechter aktueller Umfragewerte von einer schwierigen Ausgangslage ein Jahr vor der Wahl. „Das Gedrängel bei den Listenplätzen wird immer größer.“ Auf Mittelrheinebene wird am 13. Mai gewählt. Im Juni wird dann über die Landesliste entschieden. „Wir haben jetzt ein Jahr Zeit, das wir nutzen wollen“, sagt Konzelmann auf OA-Nachfrage. In dieser Zeit können sich die Kandidaten bekannt machen. Klar sei aber auch, dass das Oberbergische keine sozialdemokratische Hochburg sei. Wenn es für die Kandidaten direkt reichen soll, bedarf es Rückenwind. „Gerade bläst uns aber eher ein Sturm ins Gesicht.“ Daher sei es entscheidend, dass in Berlin und in Düsseldorf gezeigt werde, dass sich eine Regierungsbeteiligung der SPD auszahle. Dieses Gefühl hätten die Bürgerinnen und Bürger aktuell aber nicht.
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