POLITIK
Mit Rad-Gehweg: Homburger Straße wird ausgebaut
Wiehl – In den Jahren 2028/2029 soll die Straße von der Einmündung der L 320 bis zum Bahnübergang neu gemacht werden – Stadt geht davon aus, dass Anlieger nichts bezahlen müssen.
Von Lars Weber
Von der L 320 – kurz vor dem Kreisverkehr Marienberghausener Straße – führt die Homburger Straße herunter zur Einfahrt des Fachmarktzentrums mit Rewe und Co. sowie zum Bahnübergang. In etwa zwei Jahren plant die Stadt dort entsprechend ihres Wege- und Straßenkonzepts einen Ausbau. Angedacht ist unter anderem ein Rad-Gehweg. Die Stadt muss sowieso an die Straße ran, nachdem es dort bei Starkregen zu Überlastungen des Kanalnetzes gekommen war. Deshalb sollen der Mischwasserkanal der Homburger Straße auf 320 Metern Länge sowie jener im Bereich der Waldstraße auf etwa 40 Metern Länge vergrößert werden. Die Planungen wurden in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt, die Politik gab grünes Licht. Der Rat wird darüber final entscheiden.
Die Verwaltung misst der Straße hohe Bedeutung zu, kann man über sie doch das Zentrum und die Geschäfte erreichen. Zudem habe sie mit der Neuwiehler Straße eine Zubringerfunktion zur L 336 in Fahrtrichtung Waldbröl und Reichshof. Die Ausbaulänge zwischen der Abzweigung von der L 320 bis zur Einmündung „Zur Zäuner Hardt“, also dem bestehenden Bahnübergang, beträgt rund 360 Meter. Von dort geht es nur für Fußgänger und Radfahrer weiter Richtung Mühlenstraße.
Genau deren Sicherheit hat die Stadt auch im Blick bei der Maßnahme. Denn die Straße genüge den Anforderungen an die Sicherheit der „schwächeren Verkehrsteilnehmer“ nicht mehr. Außerdem sei der gesamte Straßenzug in einem schlechten Zustand, so die Verwaltung in der Beschlussvorlage.
Vorgesehen seien verschiedene Maßnahmen, um die Situation zu verbessern, unter anderem eine Einengung, um Fußgängern eine bessere Querung zu ermöglichen. Weiter soll an der westlichen Straßenseite von der Rewe-Einfahrt hoch bis zur Landstraße ein kombinierter Rad-Gehweg mit einer Breite über drei Meter entstehen. Im Bereich der Häuser 16 und 29 wird dieser temporär auf eine Breite von 2,06 Meter reduziert. Am Bahnübergang endet der Rad-Gehweg. Auf der anderen Seite bleibt es beim Fußweg.
Bergab ist ein Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn mit einer Breite von 1,50 Meter vorgesehen. Die Radfahrer werden an der L 320 auf den Schutzstreifen auf der Fahrbahn eingefädelt, so der Plan. Auf diese Weise entstehe auch eine Radverbindung vom Stadtzentrum an die übergeordneten Radwege an der L 320 und L 350.
Eine verkehrsberuhigte Zone ist zwischen Rewe-Einfahrt und „Zur Zäuner Hardt“ vorgesehen. Maximal Tempo 20 solle dort erlaubt werden, allerdings sei ohnehin mit wenig Durchgangsverkehr zu rechnen. Lediglich Anlieger und Besucher der anliegenden Geschäfte und Häuser benutzten die Straße. Für die visuelle Erkennbarkeit solle die Fahrbahn durch einen Sinusstein angehoben werden.
Die Stadt geht davon aus, dass der Anliegeranteil an der Maßnahme gemäß des aktuellen Beschlusses der Landesregierung zu 100 Prozent übernommen wird. Die Bürger werden also nicht belastet.
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