POLITIK

Sinnvolles Wohnen im Gewerbegebiet?

ls; 02.07.2026, 13:00 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen --- Das markante Gebäude an der Gummersbacher Straße könnte bald umgebaut werden.
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Sinnvolles Wohnen im Gewerbegebiet?

ls; 02.07.2026, 13:00 Uhr
Marienheide – Bauplanänderung könnte bald Wohnraum auf rund 1.200 Quadratmetern an markanter Stelle in Rodt bringen.

Von Leif Schmittgen

 

Bei der gestrigen Sitzung des Bau-, Planungs-, Klima- und Umweltausschusses stand der Antrag zu einer Bauplanänderung an markanter Stelle auf der Tagesordnung. Das sogenannte Textilhaus im Ortsteil Rodt ist seit Jahrzehnten ein Blickfang an der Gummersbacher Straße neben der örtlichen Tankstelle. Seit etwa 20 Jahren ist es im Eigentum der Firma „Indes Fuggerhaus“. Der Geschäftsführer Georg Hünnemeyer hat Umbaupläne und stellte seine Absichten gestern im Gremium vor. Die rund 1.600 Quadratmeter Bürofläche seien großteils ungenutzt und laut Hünnemeyer nur schwer vermietbar. Deshalb schwebt ihm ein Umbau zum Wohngebäude für Beschäftigte oder Studenten vor – entweder in Eigenregie oder durch Veräußerung an einen Investor.

 

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„Wir befinden uns in einem sehr frühen Stadium der Überlegungen“, berichtete der Geschäftsführer. Zur etwaigen Realisierung eines solchen Projektes ist eine Bauplanänderung nötig. In einem Gewerbegebiet – das ist der Status quo – darf kein Wohnraum entstehen. In einem sogenannten Mischgebiet allerdings schon. Emissionen und Betriebszeiten sind dort streng reglementiert. Hünnemeyer bat im Ausschuss um Verständnis, dass er noch keine konkreteren Pläne vorlegen konnte. Um beispielsweise eine Bauplanung in Auftrag zu geben, müsse erst die Bauplanänderung vollzogen sein.

 

[Visualisierungen:  Indes Fuggerhaus Textil GmbH--- So oder ähnlich könnte das Gebäude an der Gummersbacher Straße bald aussehen.]

 

Die Kosten dafür würde sich das Unternehmen bei negativem Bescheid ansonsten sparen. Die Aussichten, dass ein Invest an der Stelle stattfinden kann, scheinen augenscheinlich gut zu stehen. Fachbereichsleiter Christoph Dreiner jedenfalls äußerte sich positiv zu dem Vorhaben. Nach seiner Einschätzung würden bei dem 80-Mitarbeiter-Unternehmen keine belastbaren Schallemissionen auftreten, sodass einer entsprechenden Planänderung nichts im Wege stehe. „Die Verkehrsanbindung nach Gummersbach ist optimal“, so Dreiner, der sich die Ansiedlung von Studenten gut vorstellen könnte. Die bereits vorhandenen Parkplätze auf der gegenüberliegenden Straßenseite könnten als vorgeschriebene Stellplätze bei Wohnraumnutzung dienen (Foto unten).

 

 

Auch der Tenor der Gremiumsmitglieder war grundsätzlich positiv, Heike Pahle allerdings machte sich Sorgen um den Zeitplan. Dieser solle möglichst eng gestaltet werden. „Von uns aus sind wir in einem Jahr damit fertig“, betonte der Geschäftsführer. Das Gremium empfahl dem Rat einstimmig, dem Vorhaben zuzustimmen. Die Entscheidung dazu fällt während der Sitzung am 14. Juli.

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