REICHSHOF
Fünf Tage voller Herz und Leidenschaft beim Rock ´N Ball
Reichshof - Sport-, Wander- und Musikevents präsentiert der SSV Wildbergerhütte-Odenspiel bei der dritten Auflage des Rock ´N Ball-Festivals auf der Dietmar-Weller-Sportanlage - Am Freitag begeisterte die Coverband „Subwork“ die Besucher.
Von Astrid Deckers
Seit 2024 bietet der SSV Wildbergerhütte-Odenspiel an fünf Tagen rund um den „Himmelfahrtstag“ ein Konzept der Vielfalt für Menschen aller Generationen und Interessen, wie Geschäftsführer Jürgen Seynsche stolz berichtet. Dabei seien Inhalte unverändert geblieben, nur die Aktionstage teils geändert worden. Gestartet wurde das Festival am Mittwoch mit einem Spiel der Ü40-Mannschaft in der Mittelrheinliga. An Christi Himmelfahrt wanderten die Väter zunächst, bevor sie sich zu einem Spätschoppen auf der Sportanlage trafen und zwölf Skatspieler im Rahmen eines Turniers den Besten unter ihnen ermittelten.
Bevor am Samstag der kölsche Abend für Mitsing-Stimmung und ausgelassene Stimmung sorgen soll und am Sonntag der Familientag mit Fußballspielen und dem gemütliche „Hütter Ausklang“ folgt, rockte am Freitag die Wildbergerhütter Band „Subwork“ mit harten Gitarrenriffs und Metal-Rock vom Feinsten die Sportanlage.
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[Jürgen Seynsche (v.li.), Sina Herrmann und Stephan Wüste freuen sich über die große Resonanz der Zuschauer beim dritten Rock `N Ball-Festival.]
Begeistert zeigt sich Seynsche auch vom Zusammenhalt im Verein: „Um ein solches Megaevent zu stemmen, sind von den 500 Vereinsmitgliedern an den fünf Tagen fast 100 im aktiven Einsatz, um für das leibliche Wohl der circa 1-000 Besucher zu sorgen. Unterstützt werden diese dabei tatkräftig von Sina Herrmann und Stephan Wüste, die seit März 2025 als Hüttenwirte im vereinseigenen ‚Hütter Stübchen‘ fungieren.“ Und ein ganz besonderes „Ass“ zog Seynsche dann am Freitagabend aus dem Ärmel: Erstmalig hatte er für freitags und samstags eine Konzession beim Ordnungsamt Reichshof erhalten können, die eine „After-Show-Party“ bis 1 Uhr nachts ermöglichte. Somit müssen die Veranstaltungen nicht, wie bisher, um 22 Uhr enden.
Nebenberuflich, aber mit ganz viel Herzblut intonieren die sechs Bandmitglieder von „Subwork“ Rockhymnen aus allen Jahrzehnten. Sängerin Kimberley Thomas und Drummer Manuel Weitz berichteten kurz vor ihrem Auftritt, dass sie für jeden Gig eine neue Setlist schreiben würden und beim anstehenden Auftritt anlässlich des Rock ´N Ball-Konzerts einige brandneue Coversongs im Gepäck hätten. So hätten sie „Dream on“ von Aerosmith erstmalig im Repertoire. Dabei wäre die reine Konzertdauer von drei Stunden jedoch erhalten geblieben. „Wir leben das – jeder von uns liebt die Musik“, getreu diesem Motto musizieren die Bandmitglieder auch noch in anderen Bands oder Musikvereinen, in völlig anderen Musikstilen.
[Benedikt Anders eröffnete mit seinen Riffs das Konzert und stimmte die Zuschauer auf die Show ein.]
Mit ihrem Opener „It´s a long way to the top“ von AC/DC, der ebenfalls zu den neuen Songs zählt, holten sie die Zuschauer jedoch sofort ab und nahmen sie mit auf eine Reise in die Welt der Rockklassiker. Egal ob leisere Klänge wie bei Alanis Morissettes „Ironic“ oder dem von Keyboarder Jörg Schroer gesungenen „Cocaine“ von J.J. Cale, so mancher Text wurde vom Publikum mitgesungen und gefeiert. Besonders auffallend waren einige Kleinstkinder zwischen vier und acht Jahren, die vor der Bühne Spalier standen und jedes Lied abfeierten, mittanzten und groovten. Mit Kopfhörern als Hörschutz ausgestattet, bewiesen sie Rhythmus und eine enorme Begeisterung.
Sam Pinkowsky aus Wildberg ist erst 16 Jahre alt, jedoch seit 2024 bei jedem Subwork-Auftritt im Rahmen des Rock ´N Ball-Festivals dabei gewesen. Nicht nur ihre Freundschaft zu Sängerin Kimberley, sondern auch die „echt klasse Musik“ hätten sie von Beginn an überzeugt wiederzukommen und mittlerweile wird sie seit 2025 vom 15-jährigen Maximilian Ley aus Heidberg und zahlreichen Freunden begleitet, die ebenfalls die gute, handgemachte Musik zu schätzen würden. „Rock ist unsere Musik“, so die Jugendlichen voller Überzeugung.
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[Maximilian (15, v.li.), Cosimo (14) und Sam (16) sind trotz ihrer Jugend zu Stammgästen beim Rockevent des SSV geworden.]
Nach diesem fantastischen Abend blickt Jürgen Seynsche mit viel Hoffnung auf die kommenden beiden Tage und hofft auf ähnlich gutes Wetter, wie an den ersten Tagen der Veranstaltung, damit auch das Freizeitmannschaftsturnier und der kölsche Abend am Samstag sowie der Familientag am Sonntag auf eine ebensolche Resonanz bei den Gästen stoßen.

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