SOZIALES
Begleitung bis zum letzten Tag und darüber hinaus
Oberberg – Rund um den Welthospiztag am 10. Oktober wurden im Oberbergischen die Hospiz-Wochen veranstaltet.
Das Motto des diesjährigen Welthospiztages, der am 10. Oktober begangen worden ist, lautete: „So bunt wie das Leben. Hospiz.“ Begonnen haben die Oberbergischen Hospiz-Wochen mit einer Auftaktveranstaltung bereits am 28. September. Geladen waren dazu laut einer Mitteilung des Oberbergischen Kreises Vertreterinnen und Vertreter der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Hospiz- und Palliativversorgung. Neben Landrat Klaus Grootens begrüßte auch Dr. Jorg Nürmberger (Hospiz-Stiftung Oberberg) die rund 100 Gäste.
„Nachdem es zuletzt in 2000 eine Hospiz-Woche gab, ist das nun eine tolle Wiederaufnahme mit gleich 18 Veranstaltungen verteilt über das gesamte Kreisgebiet“, so Nürmberger. Neben einem Impulsvortrag von Sebastian Pietschek, Vorstandsmitglied im Hospiz- und PalliativVerband NRW, zur Vielfalt und Haltung in der Hospizarbeit, erläuterte Andrea Gasper vom Hospiz- und Palliativnetzwerk Bonn/Rhein-Sieg die Bedeutung von gut vernetzten Strukturen. Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung erzählten angehende Pflegekräfte in einer Podiumsdiskussion von ihren ersten Berührungspunkten mit dem Thema Hospiz und ihre Motivation, sich in der Palliativversorgung zu engagieren.
Organisiert wurden die oberbergischen Hospiz-Wochen von Nadine Thiele vom Gesundheitsamt des Kreises und dem Hospiz- und Palliativnetzwerk. Das Netzwerk besteht seit 1998. Aktuell gehören sieben ambulante Hospizdienste, zwei spezialisierte ambulante Palliativversorgungsdienste, das stationäre Hospiz und Tageshospiz in Wiehl, die Palliativstation des Kreiskrankenhauses Waldbröl, die Hospiz Stiftung Oberberg sowie das Gesundheitsamt dazu. Über 140 Menschen arbeiten im Oberbergischen hauptamtlich und über 360 ehrenamtlich in diesem Bereich.
„Mit den Aktionswochen möchte das Hospiz- und Palliativnetzwerk des Oberbergischen Kreises auf die vielfältigen Versorgungs- und Unterstützungsangebote für schwerstkranke, sterbende und trauernde Menschen aufmerksam machen und dazu ermutigen, über die Tabuthemen Sterben, Tod und Trauer zu sprechen“, so Nadine Thiele.
Zum Abschluss der dreiwöchigen Veranstaltungsserie lud das Netzwerk zusammen mit der VHS Gummersbach zu einer kostenlosen Vorführung in das Gummersbacher Kino Seven ein. Rund 100 Besucherinnen und Besucher schauten sich dort das Liebesdrama „We live in time“ an, in dem das Leben von Almut und ihrer Krebsdiagnose im Fokus steht. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, eigene Ziele und Träume an eine große, gemeinsame Bucketlist zu heften.
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