SOZIALES
Zucchini für den guten Zweck
Wipperfürth – Mit seinem angebauten Gemüse hilft Hobby-Landwirt Marc-Daniel Berger sozialen Einrichtungen im Oberbergischen Kreis – Seinem Ziel von 5 Tonnen kommt er dabei immer näher.
Von Josephine Tscheliesnigg
Marc-Daniel Berger möchte etwas Gutes tun. Was mit rund 40 eigenen Pflanzen begann, weitete sich in diesem Jahr auf über 620 Pflanzen aus. Mittlerweile fährt er soziale Einrichtungen im ganzen Oberbergischen Kreis an und liefert ihnen stets die benötigte Anzahl an Kisten. Die Helfer der unterschiedlichen Anlaufstellen sind für sein Engagement sehr dankbar, so der Hobby-Landwirt: „Die Leute fallen einem fast um den Hals und freuen sich einen Ast ab.“ Für ihn ist es jedoch selbstverständlich sie zu unterstützen.
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[Helferin Mona bei der Ernte reifer Zucchinis.]
Vor zwei Jahren startete die Zucchini-Spende mit einem Ertrag von 500 Kilo. Mithilfe eines Aufrufs auf „GoFundMe“ sammelte er in diesem Jahr Spenden für die Erweiterung der Anbaufläche auf eintausend Quadratmeter. Lohnunternehmer aus Hückeswagen nahmen sich des Jobs an. Währenddessen zog Berger rund 800 Gemüsepflanzen vor und brauchte eine Woche, um alle Setzlinge einzupflanzen. Das Ziel in diesem Jahr 5 Tonnen zu ernten, dabei immer fest vor Augen. Doch warum genau Zucchini? Eine einzelne Pflanze ist sehr ertragreich, wenn sie gesund und kräftig ist. Dann können innerhalb weniger Tage zahlreiche Früchte geerntet werden. Zu Beginn der Ernte staunte Berger selbst noch darüber: „Abends haben wir nochmal über das Feld geschaut und uns gewundert: ‚So viel können wir nicht übersehen haben!‘“ Schnell wurde klar, dass der Hobby-Landwirt die Arbeit nicht allein leisten kann.
Dank eines Aufrufs über Instagram und Mund-zu-Mund-Propaganda, konnte er einige freiwillige Helfer gewinnen. Heute sind es über 30 Mitglieder in seiner WhatsApp-Gruppe – doch meist bleibt es bei den gleichen Engagierten, wie Ilona und ihren zwei Kindern. „So viel Spaß haben wir noch nie gehabt wie hier auf dem Feld. Neben der Arbeit kann man so gut zur Ruhe kommen“, erzählt sie.
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[Die freiwilligen Helfer rund um Daniel Berger wiegen die frisch geernteten Zucchinis. Mit rund 360 Kilos, haben sie das Ziel von fünf Tonnen fast erreicht.]
Am Ende jeder Ernteschicht dürfen die Helfer schätzen, wie viele Kilo zusammengekommen sind. Dabei gehen die Schätzungen mittlerweile nicht mehr ganz so weit auseinander – das Team ist geübt. Auch wenn die Pflanzen noch gut tragen, hätte Berger jedoch nicht mehr mit 21 vollen Kisten gerechnet. Dank der geernteten 360 Kilo, kommt er seinem Ziel von fünf Tonnen Zucchini wieder ein Stückchen näher – Stand jetzt haben sie bereits 4,7 Tonnen spenden können.
Auf seinem Instagram-Kanal teilt er Fortschritte seines Zucchini-Projekts und hat bereits die nächste „Challenge“ ins Leben gerufen: eintausend Follower für ein Kürbisfeld. Geplant ist das Feld für kommendes Jahr. Zudem möchte Marc-Daniel Berger einen Weltrekord aufstellen – auch das für den guten Zweck. Worum es genau geht, möchte er erstmal noch nicht verkünden, allerdings habe der Versuch diesmal nichts mit Gemüse zu tun, deutet Berger zwinkernd an.
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