SPORTMIX
Bergneustadt bleibt auf Playoff-Kurs
Bergneustadt – Nach dem 3:1-Sieg in Fulda beträgt der Vorsprung auf Platz fünf nun vier Punkte – Benedikt Duda weiter in Topform – Ruiz muss angeschlagen passen.
Von Peter Notbohm
Sechs Spieltage stehen in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) noch aus. Der TTC Schwalbe Bergneustadt ist auf bestem Weg, endlich einmal wieder in die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Durch den 3:1-Erfolg beim TTC Rhönsprudel Fulda hat Bergneustadt nun 20:12 Punkte. Die beiden Verfolger aus Ochsenhausen (Niederlage in Bremen) und Dortmund (Niederlage gegen Bad Königshofen) patzten und haben nach dem 16. Spieltag bereits vier Punkte Rückstand. Mann des Abends war einmal mehr Topstar Benedikt Duda, der die Oberberger mit zwei vollkommen ungefährdeten Einzelsiegen auf die Siegerstraße brachte.
„Ich habe heute sehr gut gespielt, hatte gute Rückschläge und habe gut aufgeschlagen. Ich bin super zufrieden“, kommentierte der Nationalspieler seine Leistung im Anschluss beim Streamingdienst DYN. Bergneustadt hatte in Fulda auf Romain Ruiz verzichten müssen. Bergneustadts Nummer zwei hat sich den Rücken verrenkt und konnte sich am Morgen kaum bewegen, sodass Trainer Frederik Duda seine Aufstellung anpassen musste. Auch die Gastgeber waren nicht in Topbesetzung. Der Star der Mannschaft, Dimitrij Ovtcharov, befindet sich derzeit beim WTT Star Contender Chennai in Indien.
Zunächst gerieten die Bergneustädter allerdings in Rückstand. Nach langer Zeit lief Adrien Rassenfosse, zuletzt auch angeschlagen, mal wieder in einem Einzel für das Schwalbe-Team auf. Gegen Ruwen Filius (37) bewies der Belgier allerdings einmal mehr, dass der routinierte Abwehrspezialist nicht zu seinen Lieblingsgegnern gehört und verlor mit 0:3, wobei er nur im dritten Satz wirklich auf Augenhöhe agierte. Im Anschluss sorgte Duda gegen den Dänen Jonathan Groth, der aus einer Verletzung kam, aber mit einem 3:0-Erfolg für den schnellen 1:1-Ausgleich. Vorentscheidenden Charakter hatte danach das Duell der Spieler an Position drei. Hier rang Leo de Nodrest Fangbo Meng mit seiner starken Rückhand mit 3:1 nieder, sodass Duda den Sieg im Anschluss in der Hand hatte.
Sein Erfolg gegen Filius kam für den Weltranglisten-14. nicht überraschend: „Ich kenne ihn schon, seit ich Profi bin, wir haben so viele Einheiten zusammen gemacht. Ich habe aber großen Respekt vor Ruwen, weil ich weiß, wie gut er noch spielen kann.“ Duda dominierte das Match vollkommen und hatte im letzten Satz beim 10:0 sogar zehn Matchbälle, wovon er den dritten schließlich nutzte. Bereits am Freitag geht es für Bergneustadt weiter. Dann kommt der Tabellenzweite Werder Bremen zum Topspiel um 19 Uhr auf den Bursten. Duda hofft, dass Ruiz bis dahin wieder fit ist.
Im Playoff-Rennen denkt man beim Schwalbe-Team weiter von Spiel zu Spiel, sagt Duda: „Die Liga ist unfassbar stark, da kann jeder gegen jeden gewinnen. Ich habe uns nicht so weit vorne gesehen. Derzeit sieht es gut für uns aus, aber wir wissen auch, dass wir nach der Hinrunde vier Punkte Rückstand auf die Playoff-Plätze hatten. Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber weiter von Spiel zu Spiel sehen.“
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3
Ruwen Filus – Adrien Rassenfosse 3:0 (11:4, 11:7, 12:10)
Jonathan Groth – Benedikt Duda 0:3 (9:11, 7:11, 2:11)
Fanbo Meng – Leo de Nodrest 1:3 (13:11, 2:11, 6:11, 9:11)
Ruwen Filus – Benedikt Duda 0:3 (5:11, 3:11, 2:11)
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