SPORTMIX
Dartsfieber in der Scheelbachhalle: Jußen gewinnt spannendes Endspiel
Lindlar – 100 Dartsspieler nahmen am Wochenende am 2. Fenker Dart Masters teil - Nachdem Favorit Paul Krohne im Halbfinale überraschend ausscheidet, geht das Finale zwischen Kevin Jußen und Marvin Gemein über die volle Distanz.
Von Peter Notbohm
„One hundred and eighty!“ – diese Zahl elektrisierte Darts-Fans am Wochenende in der Scheelbachhalle in Lindlar-Frielingsdorf, wohin der DC Fenker Jecken zum 2. Fenker Dart Masters eingeladen hatte. 100 Spieler waren dem Aufruf gefolgt, 14 mehr als bei der Premiere im Vorjahr. Darunter mit Paul Krohne auch wieder ein echter Darts-Promi. Der 25-Jährige aus Münster gewann in diesem Jahr als erster deutscher Dartsspieler die Open Kategorie der Dutch Open, einem der teilnehmerstärksten Turniere der Welt.
[Mitorganisator Sebastian Geilhaupt (2.v.r.) mit Sieger Kevin Jußen (2.v.l.), dem Zweitplatzierten Marvin Gemein (l.) und Paul Krohne (r.).]
Aus der Hoffnung Krohnes, auch das Turnier in Lindlar zu gewinnen, wurde allerdings nichts. Zwar stieß er souverän bis ins Halbfinale vor, verlor dort aber gegen Marvin Gemein, einen Bundesligaspieler aus Köln, mit 2:4. Dass das Turnier kein Selbstläufer werden würde, hatte Krohne schon im Vorfeld geahnt: „Natürlich will ich gewinnen, aber hier gibt es einige Spieler, die mir gefährlich werden können.“
Den Siegerpokal durfte am Ende aber auch Gemein nicht in die Höhe stemmen. In einem elektrisierenden Endspiel setzte sich am Ende Kevin Jußen vom DC Dartona mit einem 87er Average mit 6:5 nach elf Legs gegen den Kölner durch. „Das Finale war der absolute Wahnsinn. Damit hatten wir richtig Glück“, meinte Mitorganisator Sebastian Geilhaupt. Gleich fünfmal warfen die beiden Kontrahenten die „180“. Über das gesamte Turnier fiel sie 58-mal; im Vorjahr waren es nur zwölfmal. Nächsten Monat könnten beide Finalisten beim Super League Turnier in Hildesheim (10. bis 13. November) erneut aufeinandertreffen. Der Sieger dort erhält einen Startplatz bei der WM im Ally Pally in London.
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[Auch oberbergische Clubs waren nach Lindlar gekommen: Oben die „Kirmes beim Coach“ KBC DRABKA (neu gegründet in 2026) aus Drabenderhöhe und unten die Jungs vom DC Hülsenbusch.]
Dritter in Lindlar wurde Krohne, der den oberbergischen Lokalmatador Stefan Rößler (Nümbrecht) mit 4:1 im kleinen Endspiel besiegte. Rößler, der im Februar noch Dritter bei der „2. Oberbergischen Dart-Challenge“ geworden war, hatte zuvor sein Halbfinale gegen Jußen mit 0:4 verloren. Überraschend früh die Segel streichen musste Hans Wüstenberg (Wipperfürth). Der Sieger der „1. Oberbergischen Dart-Challenge“ schied bereits im Sechzehntelfinale gegen Florian Wempe mit 1:3 aus.
In 14 7er und zwei 6er Gruppen hatten die 100 Steeldartspezialisten zuvor im Modus „Best of 3“ die K.o.-Runde ausgespielt. Dort ging es im „Best of 5“ weiter; im Halbfinale benötigte der Sieger dann mindestens vier Legs, um weiterzukommen. Gespielt wurde auf insgesamt 16 Scheiben in der Halle sowie dem sogenannten Kaminzimmer. Mit der Resonanz der Zuschauer war man beim DC Fenker Jecken laut Geilhaupt durchaus zufrieden. Auch viele ausgeschiedene Spieler blieben noch bis zum Ende und sorgten für ordentlich Atmosphäre. Im Anschluss an das Turnier fand in der Scheelbachhalle ein großes Oktoberfest statt.
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Für die dritte Auflage im kommenden Jahr plant der DC Fenker Jecken noch eine Nummer größer. „Wir wollen noch eine Schippe drauflegen und an zwei Tagen spielen“, sagt Geilhaupt. Freitags soll dann ein kleines Doppelturnier stattfinden, ehe am Samstag das Einzelturnier ausgespielt wird. Schon jetzt haben die Topspieler um Paul Krohne ihre Zusage gegeben. „Wir müssen niemanden mehr gezielt einladen. Das Turnier hat sich bereits gut etabliert“, freut sich Geilhaupt.
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