SPORTMIX
Playoff-Traum ist ausgeträumt
Bergneustadt – Nach der 1:3-Niederlage in Mühlhausen hat der TTC Schwalbe Bergneustadt in der Tischtennis-Bundesliga nur noch theoretische Chancen auf die Playoffs.
Von Peter Notbohm
Das war der endgültige K.o. für die Playoff-Hoffnungen des TTC Schwalbe Bergneustadt. Nach der 1:3-Niederlage beim Post SV Mühlhausen hilft dem Team um Topspieler Benedikt Duda nur noch ein kleines Tischtennis-Wunder. Vier Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand auf Platz vier nun sechs Punkte. Und wieder spielten die Nerven den Bergneustädtern einen Streich. Wie schon gegen die beiden Aufsteiger aus Dortmund und Bad Homburg ließen die Oberberger erneut Punkte gegen ein Kellerkind liegen.
Spaß am Tischtennis hatte Trainer Frederik Duda seinem Team im Vorfeld verordnet, um den Druck zu mindern. Spaß hatten am Mittwochabend im LOTTO Thüringen Center Court aber nur die heimischen Fans, die ihre Mannschaft nach dem wichtigen Sieg im Abstiegskampf frenetisch feierten.
Dabei hatte der Abend aus Sicht der Gäste gut begonnen. Adrien Rassefosse drehte einen 1:2-Rückstand gegen Daniel Habesohn noch in einem 3:2-Sieg. Mit der 2:3-Niederlage des frisch gebackenen Pan America Cup-Siegers Kanak Jha gegen Irvin Bertrand hatte im Bergneustädter Lager aber wohl eher niemand gerechnet. Für den jungen Franzosen, dessen Wechsel zur kommenden Saison zu Werder Bremen heute bekannt wurde, war es erst der vierte Saisonsieg.
Noch überraschender kam im Anschluss die Niederlage von Benedikt Duda gegen Steffen Mengel, den der Nationalspieler im vergangenen Sommer im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft noch klar mit 4:1 besiegt hatte. Nach einem umkämpften ersten Satz, den Mengel mit 16:14 für sich entschied, kam Duda in keinen Rhythmus mehr und verlor glatt in drei Sätzen.
Bergneustadt wechselte anschließend. Für den von den Reisestrapazen müden Jha wurde Romain Ruiz für das vierte Match eingewechselt. Der Wechsel verpuffte allerdings. Zwar lieferte sich der Franzose mit Habesohn einige lange Ballwechsel, dem immer euphorischer werdenden Österreicher gelang es aber mehrfach sich aus kniffligen Situationen zu befreien. Bezeichnend der dritte Satz: Habesohn führte bereits 9:2, Ruiz kam zum 9:8 heran, doch der Mühlhausener brachte den Satz nach einer Auszeit nach Hause.
Viel Zeit die Niederlage zu verdauen, hat Bergneustadt nicht. Schon am Samstag geht es zum Tabellenachten Werder Bremen.
Post SV Mühlhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:1
Daniel Habesohn – Adrien Rassenfosse 2:3 (10:12, 11:9, 11:6, 5:11, 8:11)
Irvin Bertrand – Kanak Jha 3:2 (7:11, 11:6, 11:9, 8:11, 11:7)
Steffen Mengel – Benedikt Duda 3:0 (16:14, 11:3, 11:8)
Daniel Habesohn – Romain Ruiz 3:1 (11:4, 4:11, 11:8, 11:8)
KOMMENTARE
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Ich glaube dieses ständige Gerede von Playoffs, die gesamte Spielzeit über, hat der Truppe mehr geschadet als genutzt. Die einzige Konstante in diesem Jahr war die Unkonstanz. Fantastische Siege in Saarbrücken, Düsseldorf und Fulda, ( wo sie einfach nichts zu verlieren hatten ) aber die Pflichtaufgaben gegen die „kleinen“ einfach nie erfüllt. Kanak nach der Bekanntgabe seines Wechsels gefühlt nichts mehr gewonnen, Duda schlecht in die Saison gestartet ( auch oft Pech dabei ) kommt die letzten Spiele erst ins rollen, Ruiz auch eine Saison zum vergessen. Der konstanteste mit Abstand Rassenfosse, was viel über die Saison aussagt finde ich. Schade eigentlich, denn die Qualität ist eigentlich da. So muss man am Ende aber ehrlich sein und sagen, so gehören wir nicht in die Playoffs.
Bergneustädter Schwalbe, 27.02.2025, 14:36 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.
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