TENNIS

Verloren und doch gejubelt: „Die schönste Niederlage, an die ich mich erinnern kann“

pn; 05.07.2026, 18:55 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum ---- Großer Jubel beim TC 80 Gummersbach. Trotz der 3:6-Niederlage gegen Köln spielt das Team auch kommende Saison erstklassig.
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Verloren und doch gejubelt: „Die schönste Niederlage, an die ich mich erinnern kann“

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pn; 05.07.2026, 18:55 Uhr
Gummersbach – Die Herren 30 des TC 80 Gummersbach verlieren am letzten Spieltag der Tennis-Bundesliga zwar gegen Köln, können aber trotzdem schon früh in den Partymodus schalten.

Von Peter Notbohm

 

Der Abstieg war ohnehin nur noch theoretisch möglich. Am letzten Spieltag der Tennis-Bundesliga haben die Herren 30 des TC Gummersbach ihr letztes Heimspiel gegen den Kölner HTC BW zwar mit 3:6 verloren, feierten im Anschluss bei Freibier mit den Fans den Klassenerhalt aber bis in die Nacht hinein. „Das war die schönste Niederlage, an die ich mich erinnern kann“, meinte Team-Kapitän Mario Kremann am Sonntag.

 

[Jannick Lupescu erwischte nicht seinen besten Tag und unterlag unglücklich im Champions Tiebreak, wo er eine 7:6-Führung verspielte.]

 

Schon früh stand der oberbergische Klassenerhalt fest. Clement Geens fertigte Nikolas Waltscheid-Tukic im Schnelldurchgang mit 6:2, 6:1 ab und holte damit früh den entscheidenden Punkt für den Klassenerhalt. Köln hätte das Match 9:0 gewinnen müssen, um Gummersbach in der Tabelle noch abfangen zu können. Pech hatten in der ersten Runde dagegen Jannick Lupescu und Niklas Twardy, die jeweils haarscharf im Champions Tiebreak ihren Gegnern unterlagen. Überhaupt standen die Gummersbach mit dem dritten Satz am Samstag eher auf Kriegsfuß. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir mal vier Champions Tiebreaks verloren haben“, so Kremann.

 

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In der zweiten Runde des Tages holte Henri Laaksonen im Duell der Topspieler gegen Tim van Terheijden mit 6:2, 6:2 den nächsten Punkt für Gummersbach. Niklas Terhorst unterlag im Champions Tiebreak und der für den verletzten Jonas König in den Kader gerutschte Daniel Claus zeigte gegen Max Hertl zwar ein gutes Spiel, verlor aber 4:6, 4:6. Nachdem wir dann 2:4 hinten lagen, war der Glaube an einen Sieg auch nicht mehr komplett da“, so Kremann. Im Doppel bekam zudem Vereinslegende Andreas Teschke seinen ersten Saisoneinsatz. An der Seite von Benedikt Heintze unterlag das Duo der Kölner Paarung Hertl/Caspari mit 6:7, 4:6.

 

[Daniel Claus kam zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Er rückte für Jonas König in den Kader.]

 

„Natürlich hätten wir lieber gewonnen, das Bier auf den Klassenerhalt hat trotzdem geschmeckt“, sagte Kremann. Erneut waren über 300 Zuschauer auf die Anlage in Rospe gekommen und sorgten für zufrieden Gesichter bei den Gummersbacher Verantwortlichen. „Diese Bundesliga-Saison war super Werbung für den Tennissport in Oberberg. Ich glaube, wir dürfen uns für diese Premiere auf die Schulter klopfen“, ordnete Kremann Platz sechs im Klassement ein. „Wir konnten trotz der Verletzungsprobleme überall mithalten, obwohl das Niveau nochmal eine ganze Ecke besser war als in der Regionalliga. Und noch wichtiger: wir waren auf allen Positionen konkurrenzfähig.“

 

Dauerbrenner über die sieben Spiele war Niklas Twardy, der mit einer 10:3-Bilanz in Einzel und Doppel einer der Garanten für den Klassenerhalt war. Für kommende Saison hofft Kremann auf weniger Verletzungspech: „Dann wollen wir auch einen Platz in der Tabelle klettern.“ Die ersten Gespräche für kommende Saison seien bislang sehr positiv verlaufen, glaubt Kremann, dass das Team weitgehend zusammenbleiben wird.

 

Neben Köln muss der TUS St. Hubert absteigen. Um die Deutsche Meisterschaft duellieren sich in zwei Wochen der Dorstener TC Jüntgen, der Karlsruher ETV, der TC Großhesselohe und der TC Bredeney.

 

TC 80 Vibra-Stop Gummersbach - Kölner HTC BW 3:6

 

Einzel

Henri Laaksonen – Tim van Terheijden 6:2, 6:2

Clement Geens - Nikolas Walterscheid-Tukic 6:2, 6:1

Jannick Lupescu - Ramon Weil 3:6, 7:6, 8:10

Niklas Terhorst - Tim Focht 6:4, 1:6, 5:10

Daniel Claus - Max Hertl 4:6, 4:6

Niklas Twardy - Alexander Caspari 6:4, 2:6, 8:10

 

Doppel

Clement Geens/Henri Laaksonen - Tim van Terheijden/Ramon Weil 6:1, 6:4

Yannick Lupescu/Niklas Terhorst - Nikolas Walterscheid-Tukic/Max Zerhusen 7:6, 1:6, 10:12

Benedikt Heintze/Andreas Teschke - Max Hertl/Alexander Caspari 6:7, 4:6

 

Tennis-Bundesliga 30 Nord

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