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Bootsversicherung im Überblick: Leistungen, Unterschiede, Kosten

EXTERNER BEITRAG; 30.12.2025, 14:32 Uhr
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Foto: Mithilfe von KI generiert.
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Bootsversicherung im Überblick: Leistungen, Unterschiede, Kosten

EXTERNER BEITRAG; 30.12.2025, 14:32 Uhr
Anker heben, Leinen los, Segel setzen oder Motor starten - für Bootsbesitzer beginnt mit diesen Aktionen eine Zeit der Freiheit und Unbeschwertheit auf dem Wasser, sei es auf See oder auf Binnengewässern. Bei aller Freude sollten aber auch die Risiken nicht vergessen werden, die durch Kollisionen und Haftungsansprüche Dritter, starke Unwetter, Brände, Diebstahl oder Vandalismus entstehen können. Eine Bootsversicherung deckt je nach Tarif solche Schadensfälle ab.

Welche Leistungen bietet eine Bootsversicherung?

 

Eine breit aufgestellte Bootsversicherung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die häufig miteinander kombiniert werden. Ein Kernelement stellt die Kaskoversicherung dar. Sie deckt Schäden am eigenen Boot ab, die durch äußere Einwirkungen wie Kollision mit einem anderen Wasserfahrzeug, Sturm, Feuer, Diebstahl oder Vandalismus entstehen. Ein Teilkasko-Tarif deckt typische Gefahren wie Feuer, Diebstahl oder Sturm. Den umfassendsten Schutz bietet eine Vollkaskoversicherung. Sie kommt auch für Schäden durch grobe Fahrlässigkeit oder bei ungeklärtem Schadenhergang auf.

 

Eine Haftpflichtversicherung für Wasserfahrzeuge ist ebenso essenziell. Sie bietet Schutz, wenn das eigene Boot andere Boote, Anlegebrücken, Bojen oder Umweltgüter beschädigt oder Schwimmer und Badende verletzt. Bei der Haftpflicht reichen die Deckungssummen in den Millionenbereich, da beispielsweise die Bergung oder Wrackbeseitigung eines gesunkenen Bootes überaus teuer werden kann. Präzise Informationen zu den Details der genannten Policen finden sich bei spezialisierten Anbietern für eine Bootsversicherung.

 

Besteht eine gesetzliche Pflicht für eine Bootsversicherung?

 

Eine gesetzliche Versicherungspflicht für Boote, wie sie etwa für Kraftfahrzeuge vorgeschrieben ist, gibt es in Deutschland nicht. Es ist aber dringend anzuraten, eine solche abzuschließen, denn Bootseigentümer müssen auf jeden Fall für Schäden haften, die von ihnen verursacht werden.

 

Für andere europäische Länder ist eine Versicherung abzuschließen. Dazu gehören zum Beispiel Spanien, Italien, Griechenland, Kroatien, die Niederlande und die Schweiz.

 

Wo liegen die Unterschiede zwischen bestimmten Bootsversicherungen?

 

Für einen Versicherer ist zunächst der Bootstyp entscheidend. Eine Segelyacht, ein Motorboot, ein Jet-Ski oder ein simples Schlauchboot erfordern jeweils eine angepasste Police. Es liegt ja auf der Hand, dass eine große, bestens ausgestattete Hochseeyacht einen umfassenderen Schutz benötigt als ein Schlauchboot, mit dem der Besitzer lediglich auf einem See herumpaddelt. Die Gewässerklasse - also Meer, Fluss oder Badesee - spielt ebenfalls eine Rolle.

 

Deutliche Differenzen bestehen auch bei der Bewertung im Schadensfall. Während einige Versicherungsunternehmen nach Zeitwert abrechnen, bieten andere Entschädigungen in Neuwerthöhe an. Der Zeitwert richtet sich nach Alter und Abnutzung des Bootes, die Neuwertentschädigung kommt für den aktuellen Neupreis des Bootes auf. Bei jüngeren Booten erweist sich deshalb eine Neuwertdeckung als vorteilhaft.

 

Die Zahl der versicherten Personen ist ebenfalls ein Unterscheidungsfaktor. Basis-Policen sehen meist nur den Eigentümer des Bootes als Versicherungsnehmer. Mit erweiterten Tarifen werden auch andere Führungsberechtigte eingeschlossen. Das ist nützlich, wenn das Wasserfahrzeug abwechselnd von mehreren Personen genutzt wird.

 

Ein weiterer Unterschied betrifft die Höhe der Selbstbeteiligung. Geringe Selbstbeteiligungen führen zu höheren Versicherungsprämien, während höhere Eigenanteile die Beiträge senken. Manche Versicherer verzichten bei bestimmten Schadenarten wie Totalverlust auf die Selbstbeteiligung.

 

Mit welchen Kosten ist bei einer Bootsversicherung zu rechnen?

 

Die Jahresprämie für eine Bootsversicherung variiert stark. Maßgeblich sind der aktuelle Marktwert, der Bootstyp, das Alter, die Motorleistung sowie das Nutzungsgebiet. Einfache Haftpflichtversicherungen - etwa für ein Schlauchboot - beginnen im niedrigen zweistelligen Eurobereich pro Jahr. Umfangreiche Vollkaskoversicherungen können je nach Fahrzeug mehrere hundert oder tausend Euro kosten.

 

Für Versicherungsfälle wie Diebstahl und Vandalismus spielt auch der Liegeplatz eine Rolle. Eine gut gesicherte und bewachte Marina schlägt bei der Versicherungsprämie niedriger zu Buche als ein öffentlich zugänglicher Steg. Für die Ermittlung exakter Beiträge sollten Bootseigentümer Angebote bei mehreren Versicherern einholen.

 

Worauf sollte beim Abschluss einer Bootsversicherung geachtet werden?

 

Bevor die Entscheidung für eine bestimmte Police getroffen wird, sollten Bootseigentümer unter anderem folgende Punkte abwägen:

 

  • Die Haftpflichtsummen sollten bei mindestens 5 bis 10 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden liegen.
  • Wird die Elektronik an Bord versichert, lohnt sich ein Schutz gegen Überspannungsschäden durch Blitzschlag.
  • Eigner von hochwertigen Motoryachten sollten auf Maschinenbruchklauseln achten, um Technikdefekte abzusichern.
  • Eine eventuelle Wrackbergung sollte idealerweise über die Kaskoversicherung ohne Summenbegrenzung abgedeckt sein.
  • Für den Weg in ein Winterlager auf einem Trailer empfiehlt sich eine Transportversicherung.

 

Besser Boot fahren mit einer Versicherung

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Abschluss einer Bootsversicherung auf jeden Fall Sinn macht, auch wenn es in Deutschland keine gesetzliche Vorgabe dafür gibt. Dabei sollten jedoch nicht nur die Kosten berücksichtigt werden. Denn die Qualität einer Police zeigt sich erst im Ernstfall durch eine schnelle, unproblematische Schadensregulierung und eine lückenlose Deckung. Bootseigner können ihr Freizeitvergnügen am besten ohne finanzielle Sorgen genießen, wenn sie eine starke Haftpflicht mit einer bedarfsgerechten Kaskoversicherung kombinieren.

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