TIPPS
Einen tierfreundlichen Garten anlegen
So gehst du Schritt für Schritt vor.
Immer mehr Menschen möchten ihren Garten mit Tieren teilen. Das ist nicht verwunderlich, denn ein Garten kann ein sicherer Ort für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere sein. Mit ein paar bewussten Entscheidungen schaffst du schnell eine Umgebung, in der sich Tiere wohlfühlen. Dabei muss dein Garten nicht unordentlich aussehen. Im Gegenteil: Ein naturnaher Garten kann sogar Ruhe und Atmosphäre vermitteln. Indem du Pflanzen gezielt auswählst, Verstecke schaffst und bei der Pflege vorsichtig vorgehst, hilfst du Tieren und machst deinen Garten gleichzeitig lebendiger. Das Schöne daran ist, dass du Schritt für Schritt vorgehen kannst. So entwickelt sich dein Garten langsam zu einem Ort, an dem Natur und Gartenfreude zusammenkommen.
Beginne mit einer natürlichen Grundlage in deinem Garten
Ein tierfreundlicher Garten beginnt bei der Grundlage. Je natürlicher dein Garten gestaltet ist, desto attraktiver wird er für Tiere. Strenge Pflasterflächen und Kunstrasen bieten wenig Raum für Leben. Pflanzen, Sträucher und unterschiedliche Höhen machen dagegen einen großen Unterschied. Versuche deshalb, einen Teil deines Gartens möglichst grün zu halten. Denk an Beete mit verschiedenen Pflanzen, ein kleines Stück Rasen oder eine Ecke mit Sträuchern. Vielfalt sorgt dafür, dass unterschiedliche Tiere ihren Platz finden können.
Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle. In einem gesunden Boden leben Insekten, Würmer und andere kleine Tiere. Diese dienen wiederum als Nahrung für Vögel und andere größere Tiere. Vermeide deshalb chemische Mittel, die das Bodenleben stören. Eine natürliche Grundlage bedeutet nicht, dass dein Garten verwildert wirken muss. Mit klaren Wegen, Beeten und Bepflanzung kannst du ein Gleichgewicht zwischen Struktur und Natur schaffen.
[Foto: Jackie Best auf Unsplash.]
#Wähle Pflanzen, die Tiere anziehen und schützen
Pflanzen bestimmen zu einem großen Teil, wie attraktiv dein Garten für Tiere ist. Einige Arten bieten Nahrung, während andere Schutz bieten. Wenn du eine gute Kombination wählst, entsteht ein Garten, in dem Tiere gerne bleiben. Blühende Pflanzen ziehen zum Beispiel Bienen und Schmetterlinge an. Diese Insekten spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen. Außerdem sorgen Sträucher und Hecken für Schutz vor Wind und Fressfeinden.
Eine Hecke kann außerdem als sichere Route für kleine Tiere dienen, die sich durch den Garten bewegen. Dichte Bepflanzung gibt Tieren die Möglichkeit, sich zu verstecken und in Ruhe zu nisten.
Möchtest du zusätzlichen Schutz für Vögel und kleine Tiere in deinem Garten schaffen? Lebensbaum Thuja bestellen für deinen Garten, dann macht diese Pflanze es für dich deutlich einfacher. Versuche außerdem, Pflanzen zu wählen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. So bleibt dein Garten während der gesamten Saison attraktiv für Insekten und andere Tiere.
Sorge für Verstecke und sichere Nistplätze
Tiere fühlen sich erst dann wirklich in einem Garten zu Hause, wenn sie dort sicher Unterschlupf finden. Viele Gärten sind heute zu ordentlich, sodass Tiere nur wenige Möglichkeiten haben, sich zu verstecken. Eine einfache Möglichkeit, mehr Verstecke zu schaffen, besteht darin, eine Ecke des Gartens etwas natürlicher zu lassen. Denk an einen Stapel aus Ästen, Blättern oder ein kleines Holzlager. Solche Plätze sind ideal für Insekten, Igel und andere kleine Tiere.
Auch Sträucher und dichte Pflanzen bieten guten Schutz. Vögel nutzen diese Plätze häufig, um sich auszuruhen oder ein Nest zu bauen. Wenn du unterschiedliche Höhen in deinem Garten einplanst, entsteht mehr Raum für verschiedene Tierarten.
Außerdem kannst du Nistkästen für Vögel aufhängen. Platziere sie am besten an einem ruhigen Ort, geschützt vor Wind und nicht in direkter Sonne. So erhöhst du die Chance, dass Vögel die Kästen tatsächlich nutzen. Mit ein paar kleinen Anpassungen kannst du also schon viel für Tiere tun, die einen sicheren Ort suchen.
Wasser als Magnet für Tiere im Garten
Wasser zieht viele Tiere an. Vögel nutzen es zum Trinken und Baden, während auch Insekten davon profitieren. Sogar kleine Säugetiere können von einer Wasserquelle im Garten profitieren. Dafür musst du keinen großen Teich anlegen. Eine einfache Wasserschale kann bereits ausreichen. Achte jedoch darauf, dass Tiere leicht an das Wasser gelangen und auch wieder herausklettern können.
Lege zum Beispiel ein paar Steine in die Schale, damit Insekten nicht ertrinken. Wechsle das Wasser regelmäßig, besonders während warmer Perioden. Wenn du mehr Platz hast, kann ein kleiner Teich eine schöne Ergänzung sein. Ein solcher Teich zieht häufig Frösche, Libellen und andere Wassertiere an. Dadurch wird dein Garten nicht nur tierfreundlicher, sondern auch lebendiger.
Wasser bringt außerdem mehr Dynamik in den Garten. Es sorgt für Bewegung, Geräusche und zusätzliches Leben.
[Foto: Alexa Jimenez auf Unsplash]
Pflege deinen Garten auf tierfreundliche Weise
Die Pflege deines Gartens bestimmt zu einem großen Teil, wie tierfreundlich er bleibt. Viele Tiere sind auf Pflanzen, Blumen und Schutz angewiesen. Zu intensive Pflege kann diesen Lebensraum stören. Versuche deshalb, nicht alles gleichzeitig zu schneiden oder aufzuräumen. Wenn du Teile des Gartens eine Zeit lang in Ruhe lässt, haben Tiere die Möglichkeit, sich anzupassen. Das ist besonders während der Brutzeit von Vögeln wichtig.
Lass zum Beispiel verblühte Blumen im Herbst noch eine Weile stehen. Viele Insekten nutzen diese Pflanzen als Schutz während des Winters. Auch Samen von Pflanzen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel.
Außerdem kannst du einen Teil der Blätter liegen lassen. Unter einer Schicht aus Blättern finden viele kleine Tiere Schutz vor Kälte und Regen. Wenn du deinen Garten etwas weniger streng pflegst, entsteht automatisch mehr Raum für Natur. Das sorgt für einen lebendigen Garten, in dem sich Tiere willkommen fühlen.
Ein Garten, in dem Mensch und Tier gemeinsam genießen
Ein tierfreundlicher Garten muss nicht kompliziert sein. Mit ein paar bewussten Entscheidungen schaffst du schnell einen Ort, an dem Tiere Nahrung, Wasser und Schutz finden. Denk an abwechslungsreiche Bepflanzung, natürliche Verstecke und eine Wasserquelle.
Wenn dein Garten mehr Leben bekommt, verändert sich auch die Atmosphäre. Vögel, Insekten und andere Tiere sorgen für Bewegung und Geräusche. So wird dein Garten nicht nur grüner, sondern auch lebendiger und angenehmer zum Verweilen.