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Ursachen der Unfruchtbarkeit und mögliche Lösungen für Paare
Ursachen der Unfruchtbarkeit und mögliche Lösungen für Paare.
Unfruchtbarkeit kann durch viele Faktoren verursacht werden – hormonelle, genetische oder anatomische. Zusätzlich können Stress, Übergewicht und das Alter eine wichtige Rolle spielen. Eine solche Diagnose bedeutet jedoch nicht immer das Ende des Kinderwunsches. In etwa 70 % der Fälle führt die Behandlung von Unfruchtbarkeit – durch chirurgische Eingriffe, hormonelle Therapie oder assistierte Reproduktionstechnologien (ART), einschließlich Leihmutterschaft – zu einem positiven Ergebnis, und das Paar kann Eltern werden. Die Suche nach der passenden Lösung erfolgt immer individuell.
Weibliche und männliche Faktoren der Unfruchtbarkeit
Die Fähigkeit, Kinder zu bekommen, wird etwa zu gleichen Teilen von weiblichen und männlichen Faktoren beeinflusst. Deshalb ist eine umfassende Untersuchung sowohl der Frau als auch des Mannes erforderlich. In etwa 20 % der Fälle werden Probleme bei beiden Partnern festgestellt. Zu den häufigsten Ursachen der Unfruchtbarkeit gehören:
- Störungen des Eisprungs, zum Beispiel durch das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), Fehlfunktionen der Schilddrüse oder eine vorzeitige Beendigung der Reifung von Eizellen.
- Tubenfaktor, wenn die Eizelle aufgrund von Verwachsungen oder einer Verstopfung der Eileiter die Gebärmutter nicht erreichen kann.
- Erkrankungen der Gebärmutter und des Endometriums, darunter angeborene Anomalien, Myome, Polypen oder Endometriose, die das Einnisten und die Entwicklung des Embryos verhindern können.
- Störungen der Spermatogenese, die sich in einer verminderten Anzahl, eingeschränkten Beweglichkeit, strukturellen Veränderungen oder dem vollständigen Fehlen von Spermien äußern.
- Varikozele, die die Blutversorgung der Hoden beeinträchtigt und deren Temperatur erhöht, was die Fruchtbarkeit verringert.
- Hormonelle Störungen, wie ein Testosteronmangel bei Männern oder Hyperprolaktinämie bei Frauen.
- Genetische Störungen, etwa Mikrodeletionen des Y-Chromosoms, bei denen wichtige Bereiche für die Spermienproduktion fehlen, oder das Klinefelter-Syndrom, bei dem Männer ein zusätzliches Chromosom besitzen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsfähigkeit führt.
Diagnostische Methoden helfen in etwa 80 % der Fälle, die Ursache der Unfruchtbarkeit zu identifizieren. In 15–20 % der Fälle spricht man jedoch von idiopathischer Unfruchtbarkeit, wenn alle Untersuchungen normale Ergebnisse zeigen, eine Schwangerschaft aber dennoch nicht eintritt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dafür mehrere bislang nicht vollständig erforschte Mechanismen verantwortlich sein können.
Der erste mögliche Mechanismus ist eine Immunreaktion auf Spermien, bei der sogenannte Antikörper gebildet werden, die zur Verklumpung der Spermien führen und deren Beweglichkeit beeinträchtigen. Eine zweite mögliche Ursache ist eine verringerte immunologische Toleranz gegenüber dem Embryo, wodurch sich der Embryo nicht erfolgreich einnisten kann. Der dritte Mechanismus könnte in einer genetischen Inkompatibilität der Partner auf molekularer Ebene bestehen.
Einfluss von Alter und Lebensstil auf die reproduktive Gesundheit
Die Fortpflanzungsfähigkeit hängt nicht nur von medizinischen Diagnosen ab, sondern auch vom Alter und Lebensstil. Beispielsweise können Übergewicht mit einem Body-Mass-Index über 30 sowie chronischer Stress zu hormonellen Ungleichgewichten führen. Dadurch kann der Menstruationszyklus ausbleiben, während die Qualität der Spermien und die Potenz bei Männern abnehmen. Rauchen und Alkoholkonsum beeinflussen ebenfalls die Anzahl und Lebensfähigkeit der Keimzellen. Die Kombination mehrerer Risikofaktoren – etwa Übergewicht und Rauchen – kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft um bis zu 50 % reduzieren.
Altersbedingter Einfluss
Die Fruchtbarkeit unterliegt einer klaren altersbedingten Dynamik. Bei Frauen unter 30 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis pro Zyklus im Durchschnitt bei 20–25 %, während sie nach dem 40. Lebensjahr auf unter 10 % sinkt. Dies hängt mit einer Abnahme der ovariellen Reserve und der Qualität der Eizellen zusammen. Nach dem 35. Lebensjahr verdoppelt sich außerdem das Risiko für Fehlgeburten sowie für chromosomale Anomalien beim Embryo.
Bei Männern nimmt nach dem 40.–45. Lebensjahr die Konzentration und Beweglichkeit der Spermien ab. Gleichzeitig steigt der Grad der DNA-Fragmentierung der Spermien, was das Risiko genetischer Mutationen beim Nachwuchs erhöhen kann.
Rolle chronischer Erkrankungen
Chronische Erkrankungen können die Funktion des gesamten Körpers einschließlich des Fortpflanzungssystems beeinträchtigen. Zu den Faktoren, die bei Paaren mit Unfruchtbarkeit häufig eine Rolle spielen, gehören:
- Diabetes mellitus, der bei Frauen zu Störungen des Eisprungs und bei Männern zu erektiler Dysfunktion führen kann.
- Erkrankungen der Schilddrüse, die einen unregelmäßigen Menstruationszyklus verursachen und die Einnistung des Embryos sowie den Verlauf der Schwangerschaft erschweren können.
- Systemische entzündliche und autoimmune Erkrankungen, die die frühe Entwicklung einer Schwangerschaft beeinträchtigen können.
Einige Erkrankungen stellen sogar eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der Frau während der Schwangerschaft dar. In solchen Fällen kann eine Schwangerschaft zwar biologisch möglich sein, wird jedoch aus medizinischen Gründen nicht empfohlen. Dazu gehören beispielsweise Nieren- oder Herzinsuffizienz, pulmonale Hypertonie und andere schwere Erkrankungen.
Prävention als Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis zu erhöhen
Prävention hat einen direkten Einfluss auf die reproduktive Gesundheit. Sie kann medizinische Probleme nicht vollständig lösen, hilft jedoch, verhaltensbedingte Risikofaktoren deutlich zu reduzieren. Zu den wichtigen und wirksamen Maßnahmen gehören:
- Familienplanung unter Berücksichtigung des Alters,
- Kontrolle des Körpergewichts,
- Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum,
- Behandlung von TORCH-Infektionen,
- Regelmäßige gynäkologische und urologische Untersuchungen,
- Frühzeitige Korrektur endokriner Störungen.
Nach internationalen Studien kann eine Änderung des Lebensstils die Fruchtbarkeit um 20–30 % verbessern, sofern keine organischen Ursachen der Unfruchtbarkeit vorliegen.
Medikamentöse und chirurgische Behandlung von Unfruchtbarkeit
Wenn hormonelle oder anatomische Störungen festgestellt werden, besteht der erste Schritt in der Regel in einer medikamentösen Behandlung oder einem chirurgischen Eingriff. Dabei ist ein individueller Ansatz entscheidend. Die Wahl der Methode hängt vom Alter, dem Gesundheitszustand und den bisherigen Behandlungsversuchen ab.
Orale und injizierbare Therapien
- Hormonelle Medikamente. Sie werden eingesetzt, um hormonelle Ungleichgewichte zu korrigieren, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Dazu gehören beispielsweise Behandlungen bei Anovulation, Hypo- oder Hyperthyreose, erhöhtem Prolaktinspiegel, männlichem Hypogonadismus oder Störungen der Lutealphase des Menstruationszyklus.
- Stimulation des Eisprungs. Dabei wird gezielt auf die Eierstöcke eingewirkt, um die Reifung mehrerer Follikel zu fördern und die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung zu erhöhen.
Operative Eingriffe
Bei bestimmten medizinischen Indikationen können chirurgische Eingriffe notwendig sein, um anatomische Probleme wie Verwachsungen, Verstopfungen oder Tumore zu beseitigen. Bei Männern ist die Varikozele-Operation (Varikozelektomie) einer der häufigsten Eingriffe.
Nach konservativer oder chirurgischer Behandlung kann die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Schwangerschaft auf bis zu 40 % steigen. Wenn dennoch keine Schwangerschaft eintritt, werden in der Regel Methoden der assistierten Reproduktionstechnologien (ART) empfohlen.
Wann assistierte Reproduktionstechnologien und Leihmutterschaft die beste Lösung sind
Wenn bei einem Paar Unfruchtbarkeit diagnostiziert wird und herkömmliche Behandlungsmethoden keine Ergebnisse bringen, werden in der Ukraine und weltweit erfolgreich verschiedene Methoden der assistierten Reproduktionstechnologien (ART) eingesetzt:
- In-vitro-Fertilisation (IVF) – Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers.
- Intrauterine Insemination – direkte Einführung von Sperma in die Gebärmutter.
- Leihmutterschaft – Austragen des Embryos des Paares durch eine andere Frau.
Bei Bedarf werden diese Methoden durch zusätzliche Verfahren ergänzt, die die Chancen auf eine erfolgreiche Empfängnis deutlich erhöhen. Dazu gehören beispielsweise micro-TESE (Gewinnung von Spermien bei Azoospermie) oder ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, bei der ein Spermium direkt in die Eizelle injiziert wird). Bei schweren und nicht behandelbaren Störungen der Gametenbildung können auch Spendersamen oder Spender-Eizellen eingesetzt werden.
Leihmutterschaft in der Ukraine eignet sich besonders für Paare mit diagnostizierter Unfruchtbarkeit, die bereits mindestens vier erfolglose IVF-Versuche hinter sich haben. An Leihmutterschaftsprogrammen können auch ausländische Paare teilnehmen – für internationale Eltern kommt neben der Ukraine ebenso die Leihmutterschaft in Georgien als klar geregelter Weg in Betracht. Der Prozess der Befruchtung sowie die rechtliche Anerkennung der Elternschaft sind gesetzlich klar geregelt, und alle Beteiligten werden durch rechtliche Verträge geschützt. Mit Unterstützung spezialisierter Agenturen kann das gesamte Verfahren organisiert und möglichst reibungslos durchgeführt werden.
Unfruchtbarkeit betrifft heute etwa jede sechste Person im reproduktiven Alter weltweit. Dennoch können rechtzeitige Prävention, ein gesunder Lebensstil sowie medikamentöse und chirurgische Behandlungen etwa 40 % der Paare helfen. Weitere 30–40 % werden durch verschiedene assistierte Reproduktionstechnologien Eltern. Insgesamt erhalten damit 70–80 % der Menschen mit der Diagnose Unfruchtbarkeit eine reale Chance auf ein eigenes Kind.