WALDBRöL
Entwässerung auf den neuesten technischen Stand gebracht
Waldbröl - Bau eines neuen Retentionsbodenfilterbeckens in Hermesdorf hat begonnen.
Vor einigen Wochen begann auf dem vormals als Grünschnitthof genutzten Gelände der Stadt Waldbröl an der Breslauer Straße in Hermesdorf der Bau eines neuen Retentionsbodenfilterbeckens (RBF). Bisher entwässert ein Teil der Ortschaft Hermesdorf in getrennten Kanalsystemen für Schmutz- und Niederschlagswasser. Das häusliche und gewerbliche Schmutzwasser wird dabei zur Kläranlage Homburg-Bröl geleitet und dort biologisch und mechanisch gereinigt. Das anfallende Niederschlagswasser wird bisher gesammelt und an vier Stellen direkt in die Homburger Bröl eingeleitet.
„Nach den erfolgten technischen Betrachtungen in Hinblick auf die geforderte Gewässerverträglichkeit wurde deutlich, dass zukünftig eine Rückhaltung des Niederschlagswassers vor der Einleitung in die Homburger Bröl notwendig wird. Zudem ist das Niederschlagswasser auch zum Teil behandlungspflichtig und muss demzufolge zwingend vorgereinigt werden“, teilte die Verwaltung mit.
Gemäß den Absprachen mit der Unteren Wasserbehörde sowie der Bezirksregierung Köln ist daher die Errichtung eines sogenannten „Retentionsbodenfilters“ vorgesehen. Die bisherigen Niederschlagswassereinleitungen in die Homburger Bröl werden somit zukünftig entfallen und sämtliche Niederschlagswasser-Abflüsse werden zum Retentionsbodenfilterbecken hin abgeleitet.
Es wird über ein Volumen von 1.700 Kubikmetern und eine Filterfläche von 1.140 Quadratmetern verfügen, wodurch die regelkonforme Behandlung der Niederschlagswassermengen des Einzugsgebiets mit einer Gesamtfläche von 20,3 ha sichergestellt werden kann. Zum Einzugsgebiet zählt sowohl ein Teil der Ortschaft Hermesdorf (16,2 Hektar) als auch das Gewerbegebiet „Boxberg III“ (4,1 Hektar).
Bürgermeisterin Larissa Weber betont die Bedeutung der neuen Baumaßnahme: „Mit dem Bau des neuen Retentionsbodenfilterbeckens an der Breslauer Straße wird die Entwässerung in diesem Gebiet auf den neusten technischen Stand gebracht. Umso mehr freut es uns, dass wir durch die NRW.Bank mit Fördermitteln für diese Maßnahme unterstützt werden. Ein großer Dank gilt auch unseren Stadtwerken, die diese Maßnahme so umfangreich begleiten.“
Für den Bau des Retentionsbodenfilterbeckens hat das Abwasserwerk der Marktstadt Waldbröl durch die NRW.Bank Fördermittel in Höhe von maximal 80 Prozent der Bau- und Planungskosten erhalten, die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 2,2 Millionen Euro. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für Mitte 2026 geplant.
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