WALDBRöL
Nervenkitzel, Familienangebote und Begegnungen in Waldbröl
Waldbröl - Am Freitag, vor dem großen Wolkenbruch, wurde das diesjährige Stadtfest in Waldbröl eröffnet - Bis einschließlich Montag locken zahlreiche Schausteller und Händler Besucher in die Marktstadt.
Von Astrid Deckers
Noch vor dem großen Wetterumschwung eröffnete Bürgermeisterin Larissa Weber am Freitagabend, bei Temperaturen um die 30 Grad die größte Kirmes im Oberbergischen. Unterstützt von Martin Finke („Wir für Waldbröl“) und Ausrichter und Eventplaner Andreas Alexius dankte sie unter anderem den Schaustellern und Vereinen, der „Wir für Waldbröl“ GmbH, sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren. Für sie bedeute das Stadtfest mehr als eine Kirmes, es stehe für Zusammenhalt, Lebensfreude und Optimismus in Zeiten, in denen viele Nachrichten von Krisen und Unsicherheiten geprägt sind. Die Mischung aus Nervenkitzel, Familienangeboten, Begegnungen und Gemeinschaft mache das verlängerte Wochenende zu etwas ganz Besonderem.
Martin Finke von „Wir für Waldbröl“ berichtete, dass seit nunmehr einem Jahr geplant worden sei, um notwendige Veränderungen, beispielsweise im Sicherheitsbereich berücksichtigen zu können. Er dankte den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs, der Stadtwerke, des Fördervereins Waldbröl und insbesondere den Ordnungsamt Bediensteten für ihren enormen Einsatz, bevor sich Andreas Alexius, namens der Schausteller, für die herzliche Gastfreundlichkeit der Waldbröler Bürger bedankte. Selten würde man mit derart „offenen Armen“ wie in Waldbröl empfangen.
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[Manuel Schneider freut sich über den großen Zuspruch, den sein Autoscooter nach wie vor bei allen Generationen findet.]
Mit Manuel Schneider konnte Waldbröl bereits zum 15. Mal einen Mann begrüßen, der die Marktstadt wie kaum ein anderer schätzen und lieben gelernt hat. In siebter Generation Schausteller, lebt er das „Ausstellerleben“ mit viel Herzblut. Da können ihn auch Änderungen am Aufbaugelände nicht aus der Fassung bringen und sein Fahrgeschäft wird dann, auch bei schwieriger Infrastruktur wie zum Beispiel unebenem Gelände, angepasst. Für ihn als Betreiber bedeuten die leuchtenden Kinderaugen der jüngsten Fahrgäste die Motivation schlechthin und den treuen Fahrgästen danke sein Unternehmen, schildert Schneider, indem es seit über zehn Jahren den Fahrpreis von 3,50 Euro pro Fahrt nicht erhöht habe. Am Sonntag um 10:30 Uhr wird der Stadtfestgottesdienst auf seinem Autoscooter von der evangelischen Allianz Waldbröl angeboten und mit der Barrierefreiheit bei der Teilnahme, sei ein ihm wichtiges Anliegen gewährleistet. So könnten auch Rollstuhlfahrer am Gottesdienst teilnehmen.
Alexander Fritz, Außendienst-Mitarbeiter für Gastro und Veranstaltungen der Erzquell Brauerei Bielstein, freut sich über die in Kooperation mit „Wir für Waldbröl“ angeschafften Kunststoffbecher, die nicht nur mit der Silhouette Waldbröls versehen sind, sondern auch bis zu zehn Jahre wiederverwendbar und somit ressourcenschonend, aber ohne Sicherheitsrisiko, wie die bis letztes Jahr verwendeten Glasbecher, einsetzbar sind. Neben der Kreissparkasse Köln ist die Brauerei einer der Hauptsponsoren und ermöglicht erst durch ihre Unterstützung ein solches Großevent.
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[Jasmin, Celine und Elina genießen jede Minute und werden bis Montag noch häufiger vor Ort sein.]
52 Schausteller und 23 Händler sind noch bis einschließlich Montag vor Ort. Dabei stehen sowohl Fahrgeschäfte der Superlative wie das von Ronny Deinert betriebene „Rock`n`Roll“, das mit 3G- Beschleunigung die Besucher durcheinanderwirbelt und einzigartig in Europa ist, wie auch die Klassiker „Breakdance“ und „Musik-Express“ ganz hoch in der Gunst. Aber auch der „Fliegende Teppich“, das „Geisterhaus“ und das nostalgische Riesenrad konnten die Herzen erobern.
Hungrig muss niemand die Kirmes verlassen, dafür sorgen die unterschiedlichsten Anbieter kulinarischer Leckerbissen, von der klassischen Currywurst über Fisch bis zur chinesischen Frühlingsrolle findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Am Sonntag sind dann die Waldbröler Geschäfte geöffnet und laden zum ausgiebigen Shoppen ein. So steht die Meinung von Jasmin, Celine und Elina sicher für das Resümee zahlreicher Gäste: „Wir kommen bis Montag noch öfters. Die Menschen sind positiv drauf, Gemeinschaft und Atmosphäre prägen die Veranstaltung und wir rücken näher zusammen.“

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