Gummersbach – Durch den 26:22-Heimsieg gegen den OSC Rheinhausen kann Gelpe/Strombach kommende Woche endlich den Klassenerhalt perfekt machen – Trainer Murfuni gibt trotzdem den Mahner.
HC Gelpe/Strombach – OSC Rheinhausen 26:22 (14:9).
Es ist wahrscheinlich einer der irrsten Abstiegskämpfe aller Zeiten in der vierten Liga. Bis Platz fünf muss drei Spieltage vor dem Saisonende immer noch über die halbe Liga um den Klassenerhalt bangen. Einen großen Schritt Richtung Ligaverbleib machten am Sonntagabend aber die Regionalliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach. Durch den 26:22-Heimerfolg gegen den Tabellennachbarn OSC Rheinhausen ist die halbe Miete geschafft. Mit einem Sieg am kommenden Wochenende könnten die Oberberger noch vor der Osterpausen für Fakten sorgen.
Davon will HC-Trainer Markus Murfuni allerdings noch nichts hören: „Ich habe schon einige Pferde vor der Apotheke kotzen sehen. So lange der Klassenerhalt nicht sicher ist, dürfen wir davon nicht reden!“ Für ihn ist die Situation ohnehin surreal. Platz fünf in der Tabelle hätte er im vergangenen Sommer sofort unterschrieben. Dass es trotzdem ein Zittern bis zum Schluss werden könnte, damit hatte wohl niemand vor der Saison in dieser Konstellation gerechnet. „Wir erreichen gerade unsere Ziele, müssen uns aber immer noch absichern. Ich will den Klassenerhalt vor dem letzten Spiel gegen Essen im Sack haben“, wünscht sich der HC-Coach einen ruhigen Abschied in die Handballpause.
Entsprechend umtriebig war er unter der Woche in der Vorbereitung auf Rheinhausen. Arbeit, die sich am Sonntag belohnt machte. „Ich habe bewusst beim Training eine Welle gemacht. Die Jungs kamen dafür heute mit einer gnadenlos geilen Einstellung aufs Feld“, so Murfuni, dessen Team bis zum 5:0 (7.) loslegte wie die Feuerwehr. Beim 7:4 (9.) hatten die Gastgeber sogar schon drei gute Chancen über Außen liegen lassen. Anschließend pendelte der Vorsprung. Über 10:6 (17.) ging es mit einem 14:9 in die Kabine. Und auch nach dem Seitenwechsel fand Rheinhausen bis zum 22:18 (52.) kaum Antworten auf die flexible HC-Defensive, in der vor allem der Mittelblock gute Arbeit leistete.
Beim 24:22 (58.) wurde es dann aber doch noch einmal eng, auch weil sich der siebte Feldspieler gegen die offensiv werdenden Duisburger als Schuss in den Ofen erwies. Nicht nur in der Schlussphase konnten sich die HC-Handballer aber auf Torhüter Islam Elnoamany verlassen, der 100 Sekunden vor dem Abpfiff einen Siebenmeter von Daniel Zwarg parierte und insgesamt 45 Prozent aller Würfe auf seinen Kasten abwehrte. „Er hat sich in ihre Köpfe reingefressen“, lobte auch Murfuni, der insgesamt die Defensive hervorhob: „Wir spielen inzwischen die Abwehr, die ich mir seit zwei Jahren vorstelle. Am Ende haben wir das über unsere Härte und ganz viel Kampf gewonnen.“
Am kommenden Sonntag muss Gelpe/Strombach zum Neunten Haaner TV. Mit zwei Punkten könnte man entspannten Osterferien entgegensehen.
Gelpe/Strombach: Mike Heinzerling (8), Julian Mayer (6/1), Lukas Altjohann (4), Jerome Draeger (3), Leonard Viebahn (2), Kai Lüsebrink, Julius Walch, Lars Rostalski (je 1).
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