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Bergneustadt verlassen nach der Pause die Kräfte

pn; 11. Nov 2012, 17:22 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung ---- Auch der TV Bergneustadt konnte die Siegesserie der Wahner nicht beenden.
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Bergneustadt verlassen nach der Pause die Kräfte

pn; 11. Nov 2012, 17:22 Uhr
Oberberg - Der TVB zollt der Grippewelle seinen Tribut - CVJM gewinnt ersatzgeschwächt in Nippes - Gelpetal mit wichtigem Sieg - Nümbrecht rutscht nach der Derbyniederlage in Marienheide in den Abstiegskampf.
TV Bergneustadt – TV Jahn Köln-Wahn 24:32 (16:13).

[Christian Schneider erzielte fünf Treffer.]

Zwei völlig unterschiedliche Hälften sah TVB-Coach Ralph Weinheimer gegen den Spitzenreiter aus Köln-Wahn. Der Trainer hatte sein Team zwar sehr gut auf den Gegner eingestellt, dennoch verlief der Start in die Partie recht verhalten und die Gäste lagen schnell mit vier Treffern vorn. „Nachdem sich die Jungs dann aber angefangen haben, an die Absprachen zu halten, lief es besser und wir lagen zur Pause verdient in Führung“, fasste der Coach die erste Hälfte zusammen. Nach dem Seitenwechsel machte sich dann allerdings schnell die personelle Not der Gastgeber bemerkbar, nachdem mehrere Spieler grippebedingt unter der Woche nicht trainiert hatten, Victor Klassen sich nach 25 Minuten verletzt hatte und Nils Welke früh die dritte Zeitstrafe sah. Hinzu kam ein eindeutiges Zeitstrafenverhältnis von 8:1 gegen den TVB, was Weinheimer dieses Mal allerdings deutlich unkritischer als noch letzte Woche sah und den Schiedsrichtern eine ordentliche Leistung attestierte. „Wir waren körperlich geschwächt und daher oft zu spät, während Wahn gleichwertig durchwechseln konnte. In dieser Verfassung sind sie Aufstiegsfavorit Nummer eins“, so der Coach abschließend.

Tore TV Bergneustadt: Nils Meyer (8/3), Holger Magdzack (6), Christian Schneider (5), Thorben Schneider (3), Victor Klassen (1), Manuel Jäger (1).


HSG Marienheide/Müllenbach II – SSV Nümbrecht II 24:23 (13:13).

[Manuel Jäger versucht sich durchzusetzen.]

„Manche Reserveteams werden verstärkt, andere leider geschwächt“, war SSV-Coach Patrick Seebaum sichtlich angefressen nach der Niederlage im Derby in Marienheide. Denn während er mit Marcel Samel einen Spieler an die erste Mannschaft abstellen musste, konnte die HSG mit Fischer, Derksen, Knabe und Küsters gleich mehrere Spieler des Verbandsligakaders aufbieten. „Das war wohl das bislang beste HSG-Team diese Saison“, musste Seebaum, der 60 Minuten eine Manndeckung genoss, bereits früh beim 8:3 eine Auszeit nehmen. Auch er stellte seine Defensive nun um und verordnete seinerseits Holger Fischer eine Sonderbewachung, was das HSG-Spiel deutlich erlahmen ließ.

„Wir haben zu früh zu deutlich geführt, da meinten einige Spieler sich bereits zurücklehnen zu können“, sprach HSG-Coach Jürgen Walter vom Sofa-Effekt bei seinem Team. Nümbrecht übernahm nun die Initiative und führte fünf Minuten vor Schluss bereits mit 21:23, hatte dann aber gleich zwei Mal Pech als Würfe vom Innenpfosten wieder Richtung Spielfeld gingen. „Wir hatten Fortuna heute einfach nicht auf unserer Seite“, haderte Seebaum zudem mit den Schiedsrichtern, „das war eine ganz bittere Niederlage, durch die wir jetzt im Abstiegskampf angekommen sind.“ Walter konnte dem bedingt zustimmen: „Nachdem wir gegen Frechen viel Pech hatten, war das Glück dieses Mal auf unserer Seite.“

Tore HSG Marienheide/Müllenbach: Holger Fischer (9/4), Willi Derksen (5), Yannick Knabe (3), Danny Küsters (2), Norman Krause (2), Marco Krause (1), Christopher Kreutzer (1), Lukas Hoffmann (1).

Tore SSV Nümbrecht: Marcus Schwemke (12/4), Stephan Bitzer (3), Florian Menger (3), Mario Weissner (2), David Debus (1), Nico Keyser (1), Jens Jürges (1).
[Auch Ralph Weinheimer konnte das Ruder mit seiner Einwechslung nicht mehr herumreißen.]

TK Nippes – CVJM Oberwiehl II 33:35 (16:21).

Quasi mit dem letzten Aufgebot und ohne ihren Trainer Florian König musste die Oberwiehler Reserve zum Aufsteiger nach Nippes reisen. „Wir haben wirklich aus dem allerletzten Loch gepfiffen“, hatte Co-Trainer Stefan Tetzner zudem drei angeschlagene Spieler an Bord, so dass er kaum Wechselmöglichkeiten während der Partie hatte. In der Anfangsphase machte sich das aber keineswegs bemerkbar und die Gäste hatten die Kölner gut im Griff. „Wir waren dem Gegner spielerisch überlegen, haben uns aber zu früh in der zweiten Hälfte zurückgelehnt“, sah Tetzner die Kräfte seines Teams in der Schlussphase schwinden. Doch in den entscheidenden Phasen hielten Christopher Koch und Timo Pötzsch wichtige Bälle. „Das war ein sehr intensives Spiel, mit einem verdienten Sieger“, vergab Tetzner an Marco Dabringhausen die Bestnote.

Tore CVJM Oberwiehl II: Christopher Suhr (11), Bastian Schneider (9/6), Marco Dabringhausen (7), Elias Ghaleb (2), Maurice Heuser (2), Jens Frey (2), Jan Sonka (1), Moritz Schramm (1/1).
[Kein Durchkommen in dieser Situation für Nils Meyer.]

TV Gelpetal – RSV Rath-Heumar 38:27 (18:13).

Ganze Wagenladungen an Steinen vielen den Gelpetalern nach dem Schlusspfiff vom Herzen. Denn alles andere als ein Sieg gegen das Ligaschlusslicht aus Rath-Heumar hätte dem Team von Jochen Fanger und Stefan Tsolakidis wohl einen kräftigen psychischen Knacks verpasst. Doch zunächst begannen die personell gebeutelten Gastgeber hochnervös und staunten nicht schlecht als die Gäste mit 5:2 führten. Nach einer Deckungsumstellung fand der TVG aber zu seinem Spiel, egalisierte zum 5:5 und baute sich eine sichere Führung bis zur Pause auf. „In der Kabine haben wir die Jungs dann gemahnt, dem Frieden noch nicht zu trauen“, resümierte Tsolakidis die Halbzeitansprache. Und ihre Mannschaft hatte offenbar gut zugehört und baute die Führung bis zum 28:17 aus. „Danach haben wir es aber auch verpasst, etwas für unser Torverhältnis zu tun, aber Rath kämpft auch bei jedem Spielstand trotzdem bis zur allerletzten Sekunde“, lobte Tsolakidis David Raasch als besten Mann.

Tore TV Gelpetal: David Raasch (8), René Nitschmann (7), Kai Kagel (7), Andreas Garnzin (5), Andreas Becker (4), André Heinrich (4), Ben Sommer (2), Daniel Rodriguez (1).

Ergebnisse und Tabelle
  
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