LOKALMIX

Rund ums ISEK: Neue Infos aus erster Hand

ks; 02.10.2026, 15:25 Uhr
Fotos: Katharina Schmitz --- Vor dem Schul- und Kulturzentrum werden zwei Grüne Klassenzimmer gebaut.
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Rund ums ISEK: Neue Infos aus erster Hand

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ks; 02.10.2026, 15:25 Uhr
Lindlar – Am Mittwoch hat im Kulturzentrum zum ISEK „Lindlar Hauptort“ erstmals eine Ortsteilkonferenz stattgefunden – Anträge für den Verfügungsfonds und das Hof- und Fassadenprogramm werden ab sofort entgegengenommen.

Seit Jahren wird in Lindlar über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) gesprochen. Mittlerweile sind in der Gemeinde erste Veränderungen sichtbar. Im Februar fiel am Schul- und Kulturzentrum der Startschuss für die erste Lindlarer ISEK-Baustelle (OA berichtete); seit September wird auch im Park Plietz gearbeitet (OA berichtete). Außerdem gibt es seit Mai ein sogenanntes Ortsteilmanagement, das als zentrale Anlaufstelle bei Fragen und Anregungen rund um das ISEK dient. Am Mittwoch hat die Gemeinde zusammen mit dem Ortsteilmanagement erstmals eine Ortsteilkonferenz für den Lindlarer Hauptort veranstaltet. Rund 50 Personen haben an dem Informationsabend im Kulturzentrum teilgenommen. Nach kurzen Vorträgen konnten sich die Gäste mit den Verantwortlichen austauschen.

 

Nicole Mirgeler, Leiterin der Stabsstelle Gemeindeentwicklung, warf zunächst einen Blick auf die Baustelle am Schul- und Kulturzentrum, wo bereits eine neue Busspur und Querungshilfen gebaut worden ist. „Jetzt geht es weiter mit zwei Grünen Klassenzimmern“, sagte Mirgeler. Eines davon soll schon in einigen Wochen fertiggestellt werden. Anschließend sollen die Parkflächen entlang der Shaftesburystraßy entsiegelt werden. Als Letztes ist im Rahmen dieses Projektes der Kaštelaplatz an der Reihe, der aktuell als Erdlager genutzt wird. Außerdem seien dort einige Elemente bereits zurückgebaut und im Sinne des „Zirkulären Bauens“ wiederverwendet worden. Mitte nächsten Jahres soll die Baumaßnahme am Schul- und Kulturzentrum fertiggestellt werden.

 

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Gearbeitet wird seit einigen Wochen auch im Park Plietz, der oberhalb des Postwegs liegt, zwischen Kamper Straße und Eichenhofstraße. Die neuen Spielgeräte, die dort aufgebaut werden, sollen noch in diesem Jahr geliefert werden. Darüber hinaus sind unter anderem ein Magerbeet, eine Wildblumenwiese, Totholzhecken und Neupflanzungen sowie ein barrierearmer Weg, zusätzliche Sitzgelegenheiten und Fahrradstellplätze geplant. Außerdem sollen die Eingänge des Parks attraktiver gestaltet werden. Im Frühjahr soll die Umgestaltung des Parks abgeschlossen werden. Bis dahin bittet die Verwaltung die Bürgerinnen und Bürger darum, nicht durch den Park zu gehen und die Absperrungen zu respektieren. „Gerade am Anfang haben das aber viele Menschen ignoriert“, sagte Mirgeler.

 

Mit Blick auf das ISEK im Ortskern sprach Mirgeler von einer „sehr herausfordernden Planung“. Nicht zuletzt liegt das daran, dass im Rahmen des Projektes zum Teil auch Ver- und Entsorgungsleitungen im Untergrund erneuert werden. Im Herbst soll das Vorhaben durch den Rat gehen; im kommenden Jahr soll mit der Umgestaltung des historischen Ortskerns begonnen werden. In einem Rutsch soll dabei aber nicht gebaut werden, sagte Mirgeler. „Es wird einzelne Bauabschnitte geben“, erklärte sie. Nach der Umgestaltung des historischen Ortskerns ist der Marktplatz an der Reihe. Dafür möchte die Gemeinde noch im Herbst einen Förderantrag stellen.

 

[Rund 50 Personen kamen im Kulturzentrum zusammen. Gesprochen wurde über das ISEK in Lindlar.]

 

Thema waren am Mittwochabend auch die zwei „Mitmach-Förderprogramme“, die es im Rahmen des ISEK gibt: der Verfügungsfonds und das Hof- und Fassadenprogramm. Ob für Pflanzen, Kunst oder auch Spielgeräte: Durch den Verfügungsfonds sollen Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen oder auch Gewerbetreibende dabei finanziell unterstützt werden, kleinere Projekte umsetzen. Das Hof- und Fassadenprogramm soll wiederum Eigentümerinnen und Eigentümern zugutekommen und in die Aufwertung von Gebäuden und privaten Freiflächen im Fördergebiet fließen. „Für beide Förderprogramme nehmen wir ab sofort Anträge entgegen“, sagte Simone Derr. Sie ist Geografin und eine der beiden Ansprechpartnerinnen im Ortsteilbüro.

 

Weitere Informationen zum ISEK in Lindlar sind auf der Projektwebseite www.lindlarer-freiraeume.de zu finden. Künftig soll es auch einen Newsletter zum ISEK geben. Anmeldungen dazu sind bereits über die Webseite möglich.

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